Dai Koyamada und Paweł Jelonek bouldern 8C, Christof Rauch knackt 8C+ und Jimmy Webb wartet in Bleau auf Gripp

Dai Koyamada mit neuer 8C

Je oller desto doller… Wenn der 41-Jährige so weitermacht, dann hat er zu seinem 50ten die 50 8C-Erstbegehungen voll. Momentan ist er bei ein paarunddreißig. Auf jeden Fall konnte er die noch Namenlose (8C) in Yakushima erklimmen. Und dass das nicht nur ein Drei-Züge-Leistenknüppler war kann man auf dem Foto erkennen (pssst… im unteren Teil ist das natürlich sehr wohl ein Leistenknüppler)

Jimmy Webb in Bleau

Obwohl die US Crew rund um Jimmy Webb momentan „typisches Fontainebleau-Wetter“ haben und eigentlich mehr durch die Gebiete wandern, anstatt zu klettern, war Jimmy Webb doch bei den paar trockenen Bouldern hinter Cuvier erfolgreich. Jimmy konnte Saruman du bas (8B) abhaken. Jetzt braucht’s nur noch a g’scheids Winterwetter und die Crew kann durchstarten.

 

Paweł Jelonek wiederholt The Story of 2 World (8C) und Christof Rauch setzt noch ein + on Top

2005 sorgte Dave Grahama mit der Erstbegehung von Story of 2 Worlds (8C) und seiner dazu gehörigen Aussage „Story of 2 World ist der erste richtige 8C Boulder an dem sich alle anderen messen lassen müssen!!“etwas für aufsehen.  Man sollte beachten, dass es mit Dreamtime (8C) schon ein ordentliches Brett auf der Rückseite desselben Blocks  gab. Ob es ein Seitenhieb an Fred Nicole war oder einfach eine generelle Ansage gegen die damals aufkommende 8B+ und 8C Inflation, wissen wir nicht. Aber es wurde danach schon wieder etwas realistischer bzw. härter bewertet.  Dieser Boulder  beschäftigte die Kletter – Ähm sorry  Boulderszene aber durchaus noch etwas länger. Denn 2010 war kein geringerer als Dai Koyamada im schönen Tessin unterwegs. Mit 165cm zählt man nun jetzt nicht unbedingt zu den Großen. Zur damaligen Zeit war man noch so motiviert und kreativ, dass machbare Lösungen raus kamen und so konnte Dai trotz seiner geringen Spannweite The Story of 2 World (8C) wiederholen. Zumindest dachte Dai das. Sofort kamen Zweifel aus dem US Lager (wegen besagter Körpergröße) auf und das Gerücht/ die Unterstellung, dass Dai an den falschen Startgriffen gestartet sei. Dies ließ Dai nicht auf sich sitzen und kehrte zwei Jahre später an besagten Boulder zurück. Um dieses Mal auf Nummer sicher zugehen, startete Dai soweit unten wie nur möglich. Und wie es der Zufall wollte, hatte er dieses mal einen Zug mehr als Dave Graham geklettert. Was den Low Start  (8C+) ins Leben rief, der allerdings bis vor Kurzem in Vergessenheit geriet.  Zur Ergänzung dieser ganzen Geschichte muss erwähnt werden, dass bei Sichtung alter Videos rauskam, dass Dai damals (2010) doch an den richtigen Startgriffen angefangen hatte. Aber dies spielt heutzutage keine Rolle mehr, da er ja nachgezogen hat.

Nun aber zurück zu den heutigen Akteuren! Christof Rauch biss sich schon länger an dieser Linie die Zähne aus und war wohl nicht unglücklich  (Annah.d.Redaktion) das er mit Paweł Jelonek einen motivierten Mitstreiter gefunden hatte. Und da schau her, beide konnten am selben Tag The Story of 2 World (8C) in ihre Tickliste schreiben. Christof setzte nach seiner Begehungen dem ganzen sogar noch eines drauf. Denn er boulderte den Dai Zusatzzug aus und als dieser eingeschliffen war, kämpft er sich noch einmal durch den 8C Boulder. BÄM!!! The Story of 2 World Low start (8C+ ) wurde auch noch gleich abgehakt, was so ganz nebenbei die zweite Begehung war.

Dies war aber nicht der einzige Boulder, den Christof bei seinen letzten Tessin Trips weggezwickt hatte. Es fehlen noch Jyabara (8B) und Anfang des Jahres konnte er Dagger Sit (8B+) klettern. Bei Dagger ist er auch einer der wenigen, die den Dagger Sitzstart (8B+) und nicht die Mainstream Stehstart Variante (8B) geklettert haben. Da gibt es redaktionelle Bonuspunkte unserer Seite.

*)länger bedeute bei Herrn Rauch 2 max. 3 Aufenthalte

Oriane Bertone bouldert 8B+

Dass die Jugend schon lange keinen Anstand mehr hat, sieht man nicht nur in den Berlinern und Kölnern Problemviertel!!  Nein, auch in der Kletterszene verbreitet sich seit Jahren eine motivierte Leichtigkeit am Fels, die an Respektlosigkeit vor den Schwierigkeitsgraden kaum zu übertreffen ist. Zudem den Schwierigkeitsgrad nicht so aussehen lässt, wie es vor 15 oder 20 Jahren einmal war. Schwer, verdammt schwer. Um nicht zu sagen, brutal schwer!!   Zugegeben, hier schreibt unser Neid, nie einen 8B Boulder wiederholen zu können, mit.

Im gleichen neidischen Atemzug wissen wir aber auch, wie es 1998 war, als Toni, Fred, Klem, Bernd und Co ohne Video-Betas alleine unter den Linien saßen und jede einzelnen Sequenz mit Toe- & Heelhooks ausbouldern mussten.  Diese Erfahrung durften auch wir in 7C’s und 8A’s sammeln und mit gerade erwähnten Akteuren Abends beim Bier teilen. Diese Tage möchten wir nicht missen! Da die Leisten und Sloper aber auch heutzutage noch genauso  festgehalten werden müssen wie damals,  weicht der vermeintliche Neid eher der Bewunderung über solch starke Leistungen wie Oriana Bertone’s Wiederholung von Golden Shadow (8B+).

 

 

Neues Jahr neuer Sponsor

David Lama klettert jetzt in The North Face

The North Face, gibt die Aufnahme des Alpinkletterers David Lama in das globale The North Face Athlete Team bekannt. Der aus Innsbruck stammende David Lama (27) kann einen beeindruckenden Lebenslauf in den Bergen vorweisen. Alles begann beim Wettkampfklettern, wo es ihm als jüngsten Kletterer überhaupt gelang, einen Weltcup sowohl in der Disziplin Vorstieg, als auch im Bouldern zu gewinnen. 2011 wechselte er von der Kletterhalle ins alpine Gelände. In den Alpen gelangen ihm einige Erstbegehungen, weltweite Anerkennung bekam er durch seine erste freie Begehung auf der Compressor Route des Cerro Torre in Patagonien.

„Die traditionsreiche Geschichte von The North Face war immer sehr eng mit einem grenzenlosen Entdecker-Geist verbunden. Für mich stellt dieser Gedanke das wahre Herz des Bergsteigens dar und ist ein wesentlicher Teil meiner persönlichen Motivation die großen Gebirgszüge dieser Welt zu bereisen und neue Linien zu klettern“, so David Lama.

Seit 1966 ermöglicht The North Face verschiedenen Athleten, ihre Grenzen zu erweitern und ihr Leben dem Entdecken zu verschreiben. Diese Athleten stehen für den Kern des Unternehmensversprechens „Athlete Tested, Expedition Proven“. Lama schließt sich einer Liste von Weltklasse-Alpinisten wie David Göttler, Hansjörg Auer, Alex Honnold, Jimmy Chin, Hilaree Nelson und Anna Pfaff an.

Sierra Blair-Coyle vertraut Mammut

Ab Januar 2018 ist Sierra Blair-Coyle das neueste Mitglied des Mammut Pro Team Climbing, zu dem bereits herausragende Sportler wie Jan Hojer, Jakob Schubert, Anna Stöhr und Juliane Wurm gehören. Sierra ist eine junge und talentierte Athletin, die für eine neue Generation von Gym Climbing und Wettkampfkletterern steh

Die 23-jährige Sierra Blair-Coyle aus Scottsdale (Arizona) ist eine ideale Ergänzung für das Mammut Pro Kletter-Team: Sie nimmt seit dem Alter von 14 Jahren an Kletterwettkämpfen teil und ist seit 2010 Mitglied des US-Kletter-Nationalkaders. Dank ihrer konstant guten Wettkampfergebnisse und ihrer authentischen Art hat sie mittlerweile eine grosse Fangemeinde.

„Es ist grossartig, mit Sierra eine weitere aussergewöhnliche Athletin an Bord zu haben. Sie ist die ideale Botschafterin für die strategische Ausrichtung von Mammut, den Bereich Frauen- und Fitness-Klettern in Zukunft weiter auszubauen,“ so Adrian Margelist, Chief Creative Officer von Mammut.

Kilian Fischhuber  kann’s noch

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