Sawanobori – James Pearson und Caroline Ciavaldini klettern in Japan

Sawanobori ist eine Unterart des Kletterns und gleichzeitig der Titel des neuesten Kurzfilms von James Pearson und seine Frau Caroline Ciavaldini der beim Bezwingen von Japans höchstem Wasserfall zeigt. Beide wurden bei ihrem Abenteuer auf den Shomyo (350 Meter) von den japanischen Kletterern Yuji Hirayama und Toru Nakajma begleitet. Das Team ist nach dem Trip nicht nur um Erfahrungen an glitschigem Fels, sondern auch einige Einsichten reicher.

 

 

In Japan angekommen, übten die Athleten zunächst an kleineren und einfachen Spots die sehr spezielle Wasserfall-Kletterei. Pearson und seine Frau wurden mit der ersten Kletterei buchstäblich ins kalte Wasser geworfen. Sawanobori ist eine Unterart des Kletterns und äußerst vielfältig: von Boulderproblemen über Minirouten bis hin zu Big Wall Kletterei – selbst die leichteren Moves waren ein Aha-Erlebnis für den erfahrenen Kletterer James Pearson.

„Ich war erstaunt, wie schwer und kraftvoll das Wasser zu sein schien – dabei handelte es sich anfangs nur um kleine Rinnsale, im Vergleich zu den Fotos, die ich von den größeren Wasserfällen gesehen habe“, so Pearson.

Nach dem Schließen des Wetterfensters mussten sich die Kletterer dazu entscheiden, ihre Übungen an den leichteren Routen zu beenden und schneller als erwartet zu ihrem eigentlichen Ziel reisen: den Shomyo, mit 350 Metern Japans höchster Wasserfall. Der herannahende Taifun machte die Bedingungen für die Athleten noch schwieriger: Zeitweilige Regengüsse durchnässten den bereits feuchten und rutschigen Fels.

„Ich war überwältigt von diesen Gebieten – schwierige, glitschige Felsen und die enormen Wassermassen! Da war mir klar, dass im Vergleich zum normalen Klettern unbekannte Gefahren lauern“, erklärte Yuri Hirayama.

Trotz der sich verschlechternden Wetterbedingungen gelang es den Athleten, den Gipfel von Shomyo zu erreichen, nachdem sie die Nacht auf einer der beeindruckenden vier Stufen des Wasserfalls verbringen mussten.

Pearson wurde durch das gemeinsame Erlebnis mit den japanischen Kollegen zum Reflektieren angeregt: „Am zweiten Tag an den Shomyo-Fällen ging es darum, sich auf das Unbekannte einzulassen. Das wichtigste war, dass wir schnell sein mussten. Je mehr ich die japanischen Kletterer sehe, desto beeindruckter bin ich von ihrer Vision des Sports. Sie sehen die Dinge auf eine ganz andere Art und Weise. Durch diese Reise, das Kennenlernen der Menschen, die gemeinsame Zeit und das Eintauchen in diese Kultur stelle ich fest, dass ich eigentlich immer noch sehr in meiner eigenen Blase lebe – und dass das Klettern überall funktioniert, egal ob an einem Wasserfall oder an einer großen Wand aus festem, trockenem Fels. Am Ende des Tages sind das alles vertikale Spielplätze, die wir erkunden können.“

 

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