Max Räuber bouldert 8C, Jan Hojer und Jakob Schubert klettern erneut 9a und Toni Lamprecht ist wieder on Fire

Jan Hojer klettert A Muerte (9a) in Siurana

Die Route A Muerte (9a) wurde 2006 vom Rich Simpson erstbegangen und wehrte sich ein Jahr lang erfolgreich gegen jegliche Wiederholungsversuche, sei es von Dani Andrada, Ramonet Julian oder auch Iker Pou. Dave MacLeod war dann derjenige, der das Band der unwiederholbaren Line durch seine Begehung durchschnitt. Seitdem ärgert A Muerte (9a) nur noch wenige. Wer jetzt aber glaubt, dass die Route ein Geschenk ist, täuscht sich gewaltig. Denn die ersten 21 Züge im 8b Gelände sind nur das Aufwärmprogramm für die Schlüsselstelle, wo knackige sechs bis acht Züge auf einen warten. Danach geht es im eher flacheren Gelände und dem Grad 8a Richtung Umlenker. Ihr seht, als potentieller Wiederholer sollte man schon was können. Einer dieser potentiellen und nun aucherfolgreichen Wiederholer war kürzlich Jan Hojer, der damit seine dritte Route im elften Grad in seine Tickliste eintragen  konnte.

„My only goal for the 2019 season is to qualify for the Olympics. If I qualify at the world championship I will spend a lot of time on rock afterwards! Right now I just want to enjoy some rock before the season starts and climb a bunch of nice routes here in Spain.“

Jan Hojer war schon im Dezember mit Molly und Co in Spanien, hatte da aber mit dem Wetter nicht allzu viel Glück. Der zweite Aufenthalt lohnte sich dafür gleich doppelt. Denn neben A Muerte (9a) fielen auch noch T1 Full equip (8c), Ingravid Serps (8c), Directa Cornualles (8c), Cronica Profunda (8b+), Migranya Profunda (8b+), Cronica (8b) onsight, Kurfil (8b) flash, und Tic i Toc (8a+) im Flash. Und jetzt haltet euch fest, alles in einer Woche!

 

Max Räuber wiederholt Story of 2 Worlds (8C)

Im Tessin gibt es wohl keinen weiteren Boulder zudem es so viele Stories zu erzählen gibt wie Story of 2 Worlds (8C). Und wenn man es genau nimmt fing alles noch viel früher an. Denn als im Jahr 2000 Fred Nicole mit Dreamtime den erst 8C Boulder erstbegangen hatte, gab es auf dem ganzen Planeten vielleicht mit Klem Loskot, Ben Moon, Toni Lamprecht, Marc Le Menestrel, Chris Sharma und noch zwei, drei die wir gerade nicht auf dem Schirm haben, gerade „eine“ Handvoll Menschen die sich überhaupt vorstellen konnten Griffe in dieser Neigung festhalten zu können. So kam es dazu, dass unter anderem auch Toni Lampercht auf diesen Block aufmerksam wurde. Er war aber eher von der Rückseite des Dreamtime Blocks angetan und unter uns, das zu recht. Denn das Dach, was  jetzt auf den Namen Dagger (8B) hört ist für jeden Boulderer ein Klettertechnisches Highlight. Das es selbst 2003 noch nicht soviel Leute gab die in diesen Graden geklettert sind, zeigt schon dass Dave Graham noch einmal weitere zwei Jahre benötigte um Dagger zu wiederholen. Die Linken Sitzstart Verlängerung zu Dagger ging dann recht schnell und somit war Story of 2 World (8C) geboren. Erst  2010 gelang dann Dai Koyamada die erste Wiederholung von Story.  Die rief aber sehr schnell viele Zweifler ans Tageslicht,  denn es konnte sich keiner vorstellen, das Dai mit seiner deutlich kürzeren Spannweite, den weiten Schulterzug klettern konnte. So wurde ihm unterstellt, nicht an den richtigen Startgriffen begonnen zu haben. Dies lies er nicht auf sich sitzen und flog 2012 noch einmal in Tessin und startete so tief wie nur möglich. Liegend, im Dreck und Füße voraus.  So wurde der Low Start und die 8C+ Variante ins Leben gerufen. Nicht schön aber da.

Die Jahre vergingen und beide Boulder wurden immer häufiger wiederholt. 2014 schrieb dann Jimmy Webb ein neues Kapitel in der Schweizer Boulderhistorie  Denn er wertete jedes Testpiece von Bleau bis ins schöne Cressciano persönlich ab und kannte da auch keine Gnade. Nur bei Story of tow World schrieb er…

Managed to climb the really nice Dave Graham testpiece The story of 2 worlds, 8C! Such a rad problem and really this one demands so much from you both physically and mentally.”

Ihr seht, wir haben nicht übertrieben. Zu dieser beschriebenen Zeit fand damals der noch Junge Max Räuber Boulder im Grad 7A recht schwer und so ist es nur nachvollziehbar, das er bei dem Bild von Dave Graham in Story of Tow World (8C) gefesselt war.  Als Max dann bei einem der zahlreichen Tessin Trips vor dem Block stand, war er bis in die letzte Fingerspitze angefixt.  Nur leider noch etwas zu schwach auf der Brust. Mit den Jahren kam der Anpressdruck und die nötige Körperspannung die man für Linien im Grad 8B benötig und mit der Zeit wurde die liste der wiederholten 8B Boulder immer länger.  2016 stand Max am Einstieg von Dagger (8B) und kurz darauf der Boulder in Max Liste. An einem Ruhetag begleitete Max einen Kumpel  der noch mit dem Dach eine Rechnung offen hatten und testet mal die  Startzügen von Story aus. Und es fühlte sich machbar an! Zwar nicht gleich, aber es auch nicht mehr unmöglich.  So kam es dass Max bei jedem Tessin Trip ein paar mal in den Boulder rein schaute um die aktuelle Leistungskurve an zu testen.  Im Frühjahr 2018 war eigentlich alles für eine Wiederholung angerichtet. Aber wie so oft, sollte es einfach nicht klappen. Mit dem Frühling kam die Sonne und der Gripp ging. Zu Guter letzt meinte auch noch die Uni wertvolle Trainingszeit in Anspruch nehmen zu müssen. Für alle beteiligten (Freundin und Freunde) war rech schnell klar, das Max diesen Winter jede freie Minute im Tessin hocken wird. Und he es sollte sich lohnen! Den gestern Nachmittag konnte Max Story of To World (8C) klettern.

Yesterday something special happened. After some really close goes in the sessions before I was finally able to climb „the story of 2 worlds“. This climb means a lot to me. I still remember how impressed I was when I first saw a picture of

Auf die Frage warum er nicht auch gleich noch den Low Start ausgebouldert hat meine Max nur gemeint…

Ich leg mich doch ned in den Dreck!

 

Jakob Schubert trumpft mit weitere 9a auf

Bam Oida! Wenns lafd, dann lafds!  würde wohl der gepflegte Tiroler zu Joggerl’s Erfolgsserie sagen. Denn nachdem Jakob Schubert außerplanmäßig schnell Neanderthal (9b) abhaken konnte, blieben ihm noch ein paar sonnige Klettertage in Spanien übrig. Und Hand auf’s Herz, wer würde freiwillig die Koffer packen und in die eisige Kälte von Innsbruck heimfahren, nur weil er schon sein Urlaubsprojekt geklettert hat. Also blieb auch Jakob Schubert noch bis zum Ende. Mit seinen Wiederholungen von dem Ausdauermonster La Novena Enmienda (9a) und La Ultima Ola‘ (8c) hat er nicht nur seinem Spanientrip ein kleines Krönchen aufgesetzt, sondern auch alle schweren Linien im linken Teil der Höhle von Santa Linya in seiner Tickliste stehen. Quasi, Sektor abgehakt.  Ist auch mal ne Ansage, die man jetzt nicht so oft hört.

 

Oldies, but Goldies

Auf der letzten Ispo gab es schon auf der ein oder anderen Standparty das Gerücht, Toni Lamprecht sei wieder motiviert! Auch daran, wie Toni auf besagter Party über die YoungGuns, eigentlich war es nur einer, und zwar Rauchi, redete, merkte man schon, dass es ihn in den Fingern juckt. 

Wenn man jetzt schreiben würde, Tonis stürmische Zeiten sind schon a Weile her, hat man einfach nicht Recht! Denn Trotz fortgeschrittenem Alter ist er kein bisschen ruhiger geworden – sofern er motiviert ist. Dass es mit der Zeit etwas länger dauert, wie mit Mitte 20, bis das Wettkampfgewicht sowie der Leistendruck aufgebaut sind, versteht sich von selbst. Das wiederum wird mit Hartnäckigkeit und dem puren Willen, nochmal Vollgas zugeben wie in den jungen Tagen,ausgeglichen. Mit Vollgas meinen wir, bouldern bis 8B und Routen bis 8c bei einer Erdanziehungsmasse von 88kg.

Anfang 2018 cruiste Toni noch im gemütlichen Bereich 7C rum. Ende des Jahres, genauer gesagt, Ende Oktober / Anfang November trumpfte er schon mit Begehungen von Let me fall out of the window with confetti in my (8c), Seitensprung (8c) und Kiss kiss, bang bang (8c+) auf. Mit der einziehenden Kälte zog er die Crashpads dem Seil vor, und beging Jenseits von Kungfupandas revenge (8A+/8B), Schafe im Wolfspelz (8B) und erst kürzlich die beiden Boulder amx4erhomswosneidoo (8A+) und Mega Tool (8A).

Ks.com: Eigentlich wollten wir unter selbiger Überschrift auch auf Bockis „neues“ Leistungshoch näher eingehen. Da aber dann doch eine ganze Generation – und zwar unserer – zwischen den beiden liegt, verschieben wir dies.

 

 

Wie Zeit vergeht!

Ziemlich genau 10 Jahre ist es jetzt her, als sich zwei Jungs entschlossen, dieser Werbe-Pop-Up-verseuchten* Medienwelt rund ums Thema Kletttern den Kampf anzusagen.

Der Plan war nicht ganz so größenwahnsinnig: eigentlich wollten die beiden lediglich ihrem Freundeskreis und all den anderen Freisingern eine Plattform bieten, die sie mit News aus der Kletterszene versorgt und dabei nicht mit Ladyshavern & Co. belästigt. Doch wie es dann immer so kommt, wurde der anfänglich als Hobby gestartete Freisinger Szenenblog durch die Eröffnung der Boulderwelt München, Events wie die Soulmoves Süd, der legendären Bouldernight in Freising oder den Hard Moves immer bekannter und nach und nach richtig zeitintensiv.

Mit zunehmenden Alter dann, kommen auch neue Lebenspläne und die Prioritäten verschieben sich. Frauen kommen und gehen, manche bleiben und werden Praktikant, andere bleiben auch und werden Ehefrauen. Die Lust, die eigene Lebenszeit für Kletterszene.com einzusetzen ist weiterhin groß, aber auch der Wunsch nach einer eigenen Familie oder nach einem Eigenheim bei manch einem noch größer und irgendwann stellt man fest, dass der Tag auch nur 24 Stunden hat. Ese’s Tag wird seit Weihnachten wieder etwas länger, denn es gab Nachwuchs!

Ese wir wünschen dir, deiner Frau und deinem Sohnemann von Herzen alles alles Gute und hoffen, dass deine Elternzeit früher als in drei Jahren endet.

*) Damals gab es noch keinen AdBlocker

 

Zeitlich befristete Kletterverbote im Frankenjura 2019

Freunde der Vertikalen, wie jedes Jahr, so sind auch dieses Jahr einige Felsen wegen Vogelschutz ab Januar bzw. spätestens ab Februar, befristet gesperrt. Wie jedes Jahr ist immer damit zu rechnen, dass der eine oder andere Vogel sich ein neues Zuhause sucht. Bitte informiert euch daher vor einem Kletterausflug ins Frankenjura. Ein Blick in die aktuelle Liste erspart euch vielleicht einen unnötigen Anmarsch.

 

Neue Boulderhalle für die Südpfälzer Boulderszene

An die Südpfälzer Bouldergemeinschaft und an alle interessierten FreizeitsportlerInnen Es ist soweit und nach vielen Wochen mit langen Arbeitstagen öffnet die PETZ Boulderhalle Neustadt ab Dienstag dem 15.1.2019, 14 Uhr seineTore für euch.  Da die Crew noch bis in die letzten Minuten an feinen Boulder-Problemen und ihrer edlen italienischen Espressomaschine geschraubt haben, hatten sie nicht genügend Zeit eine ordentliche Einweihungsfeier zu organisieren. Daher wollen sie euch gleichzeitig am Samstag den 16.02.2019 zur Eröffnung der wunderschönen Halle einladen um mit euch gebührend feiern zu können.

 

REEL ROCK 13 präsentiert euch die besten Kletterfilme des Jahres

Die Reel Rock 13 präsentiert die besten Kletterfilme des Jahres auf der großen Leinwand. Neben erstklassiger Kletter-Action und spannenden Abenteuern darf eine ordentliche Portion Humor nicht fehlen. Mit dabei sind die angesagtesten Sportler der internationalen Kletterszene: Adam Ondra, Madaleine Sorkin, Alex Honnold, Conrad Anker und viele mehr. Für die Protagonisten der diesjährigen Reel Rock geht es unter anderem in die antarktische Eiswüste, in das noch recht unbekannte Kletterparadies Jordanien und auf den Spuren des Speedkletterns zu den olympischen Trainingszentren.
Die Reel Rock Tour 13 Termine 2019

18.01.19 BIELEFELD
21.01.19 HAMBURG
22.01.19 DORTMUND
23.01.19 BRAKEL
24.01.19 MAINZ
25.01.19 KASSEL
26.01.19 FRANKFURT
27.01.19 WÜRZBURG
28.01.19 HEILBRONN
29.01.19 FREIBURG
01.02.19 STEPHANSKIRCHEN
04.02.19 WALDKRAIBURG
05.02.19 MÜNCHEN
07.02.19 RAVENSBURG
10.02.19 LEIPZIG
11.02.19 DRESDEN

Unter anderem ist auch dieser Film im Reel Rock Programm

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