Janja Garnbret gewinnt in Vail und schreibt ihr eigenes Kapitel in den Weltcup Geschichtsbücher

Der sechste und letzte Boulderweltcup der Saison führte die Athletinnen und Athleten aus aller Welt nach Vail, Colorado. Für die sieben-köpfige DAV-Mannschaft war es ein denkwürdiger Saisonabschluss: Drei Damen und drei Herren kletterten in die Runde der besten 20. Jan Hojer sogar noch eine Runde weiter – und belegte am Ende den vierten Platz!

 

6 Deutsche im Halbfinale

Von Beginn an lief es für die Damen und Herren des DAV gut! Alma Bestvater konnte in der Quali-Gruppe A vier von fünf Boulder-Probleme lösen, die meisten im ersten Versuch. Eine weitere Zonenwertung im letzten Problem sicherten ihr Rang vier. Auch für Hannah Meul lief es in der gleichen Gruppe toll: Drei Boulder und zwei Zonen reichten für Platz 9 – und damit für ein Ticket in die nächste Runde. Auf Platz 1 der Gruppe A lag kaum überraschend Janja Garnbret (SLO), die bereits beim letzten BWC in München den vorzeitigen Gesamtsieg klar machte. Auch in Vail gewann sie und holte sich somit in jedem Boulderweltcup 2019 die Gold-Medaille. In Gruppe B wurden weniger Boulderprobleme bezwungen – zwei Tops und drei Zonen reichten Afra Hönig deshalb zum Einzug in die nächste Runde.

Bei den Herren der Gruppe A sah es zunächst nicht gut aus für Jan Hojer: Er schaffte es mit Rang 9 gerade noch in die Runde der 20 Besten! In Gruppe B kletterte Yannick Flohé sensationell auf den 5. Platz, sein Teamkollege Alex Megos folgte auf 9.

 

Halbfinale: Hojer auf Platz 2!

Im Halbfinale drehte Hojer dann auf: Mit vier Tops in elf Versuchen und vier Zonen in sechs Versuchen landete er punktgleich mit dem Japaner Yoshiyuki Ogata auf Platz 2. Mit ihm in der Runde der Besten 6: Jongwon Chon (KOR), Tomoa Narasaki (JPN), Adam Ondra (CZE) und Sean Mccoll (CAN). Bei den Damen schafften es Fanny Gibert (FRA), Janja Garnbret (SLO), Akiyo Noguchi (JPN), Miho Nonaka (JPN), Luce Douadi (FRA) sowie Mao Nakamura (JPN) eine Runde weiter.

 

Finale: Hojer verpasst Podium nur knapp

Sowohl im Damen- als auch im Herren-Finale wurde die Japanische Stärke wieder deutlich: Drei Japanerinnen und zwei Japaner fanden sich in der letzten Runde wieder. Bei den Herren belegten sie gleich die ersten beiden Plätze. Danach folgte der Korenaer Jongwon Chon. Ein Top fehlte Hojer zum dritten Platz, er landete auf Platz 4. Für den Olympia-Kandidaten trotzdem ein wichtiges Ergebnis! Bei den Damen konnte in diesem Jahr keine Japanerin gewinnen – zu stark war die Slowenin Janja Garnbret. Sie gewann alle Weltcups dieser Saison. Zweite wurde an diesem Tag Akyio Noguchi, auf Platz drei landete Fanny Gibert.

Ergebnisse des IFSC Boulder Worldcup in Vail 2019:

Damen:

1 GARNBRET Janja SLO
2 NOGUCHI Akiyo JPN
3 GIBERT Fanny FRA

4 NONAKA Miho JPN
5 DOUADY Luce FRA
6 NAKAMURA Mao JPN
7 GROSSMAN Natalia USA
8 ROGORA Laura ITA
9 MEUL Hannah GER
10 HÖNIG Afra GER
11 HAYES Margo USA

16 BESTVATER Alma GER

21 RABOUTOU Brooke USA
23 FÄRBER Johanna AUT
23 SHIRAISHI Ashima USA

31 SCHWAIGER Berit AUT

47 STÖCKLER Laura AUT
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Männer:

1 OGATA Yoshiyuki JPN
2 NARASAKI Tomoa JPN
3 CHON Jongwon KOR

4 HOJER Jan GER
5 ONDRA Adam CZE
6 MCCOLL Sean CAN
7 ISHIMATSU Taisei JPN
8 COLEMAN Nathaniel USA
9 FUJII Kokoro JPN
10 NARASAKI Meichi JPN
11 TAKATA Tomoaki JPN
12 HARADA Kai JPN
13 MEGOS Alexander GER

19 FLOHÉ Yannick GER

23 DORNAUER Alfons AUT

29 POSCH Jan-Luca AUT

39 MARTIN Philipp GER
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Gesamtranking Boulderweltcup: Garnbret ungeschlagen

Es war die Saison der Janja Garnbret: sechs Siege in sechs Boulderweltcups – das ist eine echte Sensation! Janja schrieb auf ihrem Instagram Account…

Feels like I’m going to wake up any moment from a dream and realize it’s not real…but it is. If at the beginning of the season you would say that I could win every single Boulder World Cup I would just laugh and say that’s impossible but here I was standing in front of the last final boulder with possibility to win every World Cup. I knew exactly what I had to do. *Deep breath. You got this*. Without thinking I went into the boulder. I stuck the dyno and found myself on the top. Whaaat? Billion thoughts crossed my mind. I thought about all the people who helped me get here.

Beste Deutsche wurde Afra Hönig, die eine grandiose Saison kletterte. Bei den Herren war der Ausgang nicht so klar: Tomoa Narasaki (JPN) und Adam Ondra (CZE) waren die schärfsten Konkurrenten dieser Serie – wenngleich auch kein Mann zwei Mal gewinnen konnte. Bester Deutscher wurde Jan Hojer auf Platz sechs.


Damen:

  1. Janja Garnbret (SLO)
  2. Akiyo Noguchi (JPN)
  3. Fanny Gibert (FRA)


Herren:

  1. Tomoa Narasaki (JPN)
  2. Adam Ondra (CZE)
  3. Yoshiyuki Ogata (JPN)

Nach der Boulderweltcup-Serie beginnen die Lead-Wettkämpfe: Bereits am 5. Juli treffen sich die besten Lead-Kletterer der Welt im französischen Villars. Zudem finden noch weitere vier Speed-Wettkämpfe statt. In beiden Serien werden auch viele Boulder-Stars wieder antreten: Bereits im nächsten Jahr finden die Olympischen Spiele in Tokio statt – und dort ist Klettern erstmalig als Dreikampf vertreten. Ein Weg dorthin führt über das Qualifizierungsevent im November in Toulouse: Alle Athletinnen und Athleten, die dort antreten wollen, müssen in je zwei Weltcups im Lead, Speed und Bouldern mitklettern. Die beiden besten Ergebnisse pro Disziplin werden gewertet und miteinander multipliziert. Die 20 besten Damen und Herren dürfen nach Frankreich.

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