Jakob Schubert wiederholt Perfecto Mundo (9b+) , Ryuichi Murai bouldert 8C+ und Waiblingen hat eine Boulderhalle

Jakob Schubert klettert Perfecto Mundo (9b+) und flasht 9a

Während sich Adam Ondra bei stickiger Hallenluft auf Toulouse vorbereitet und an seinen Speedskills arbeitet, gönnen sich Jakob Schubert und Alex Megos etwas Sonne und Frischluft am Fels. Da Alex gerade der Welt mit „seinem“ Film die Geschichte des Rotpunkts näher bringt, hängt Jakob Schubert in Margalef entspannt aber motiviert in Perfecto Mundo (9b+).

Die Route wurde, wie fast alle schweren Routen in Spanien, von Chris Sharma eingebohrt. Nach Jahren der Abstinenz fand Chris Sharma 2016 wieder die nötige Motivation um in Margalef kleine Leisten, Einfingerlöcher und Dynos aneinander zu reihen. Mit diesem Ausbouldern ist das aber immer so eine Sache und wenn die Tochter dann auch noch zu krabbeln bzw. laufen anfängt, möchte man als Papa nichts verpassen und ehe man sich versieht, schreibt man das Jahr 2018. Da Chris schon Erfahrung mit 9b+ Projekten hatte, nutzte er die Chance und lud Alex Megos und Stefano Ghisolfi zum mitprojektieren ein. Wie die Geschichte ausging wissen wir alle.

Jakob wollte nach seinem gesetzten Ziel – Olympiateilnahme – sein eigenes Kapitel in der Perfecto Mundo (9b+) Begehungsgeschichte schreiben und fuhr dafür Ende Oktober mit Freunden nach Spanien. Nachdem Joggl schon am sechsten Tag in der Route ernsthafte Gos setzte, aber jedesmal am Einfinger-Dyno-Cruxzug abflog, wurden zwei Ruhetage eingelegt. Am 10. November konnte er dann den Umlenker von Perfekto Mundo (9b+) und somit die Eintrittskarte zum 9b+ Club klippen.  Von dieser Begehung beflügelt krönt er seinen Spanien trip auch gleich noch mit einem Flash der Route Victimes del Futur (9a).  Jakob selbst würde den Schwierigkeitsgrad der Routen persönlich etwas niedriger (8c+/9a) ansetzen.

My three week Margalef trip has come to an end. On my last day I was able to climb my hardest flash up to date with ‚Victime del Futur‘ [8c+/9a] thanks a lot to anghelobernalquintero for giving me the perfect beta and the best possible support

 9b Club

  • Magnus Midtbø
  • Dani Andrada
  • Sachi Amma
  • Matty Hong
  • Frédéric Rouhling
  • Angy Eiter
  • Eduard Marín
  • Sébastien Bouin

9b+ Club

  • Alex Megos
  • Stefano Ghisolfi
  • Chris Sharma
  • Adam Ondra
  • Jakob Schubert
  • Daniel Andrada Jiménez

Ks.com: In einer älteren Version, hatten wir Sébastien Bouin & Eduard Marín schon zu den 9b+ Mitglieder gezählt. Da die Route Chilam Balma von Adam Ondra auf 9b korrigiert wurde – was uns entfallen ist – gehören sie leider nicht zum elitären Kreis.  Ein Dank geht an Michi B. für den Tipp. 

 

Ryuichi Murai klettert United (8C+)

Seit Längerem versuchen sich einige der fittesten Japaner an dem Sitzstart zu Decided (8B+) und scheiterten bis vor Kurzem allesamt. Kein Wunder, schließlich muss man einen 8B+/C Boulder in den Start von Decided 8B+ klettern, um dann diesen auch noch dranzuhängen. Das ist selbst für so manch einen Japaner ein größeres Unterfangen. Doch nun kann sich auch der härteste Boulder in Japan nicht vor einer Begehung schützen, erst recht nicht wenn ein gewisser Ryuichi Murai dabei ist den Boulder zu probieren. Auf Ryuichis Tick-List stehen etliche 8C-Boulder, welche er meist in kürstester Zeit klettern konnte. Kein Wunder also, dass sich auch das Decided Sit Project nicht unendlich lange wehren konnte. Und als sich Mr. Murai neulich durch das 45-Grad Schild durchcrimpte, entstand einer der schwersten Boulder weltweit. Getauft hat Ryuichi den Boulder United (8C+) und schlägt den illusionären Grad 8C+ vor.

 

Jernej Kruder wiederholt Dreamtime (8C)

Dreamtime (8C) ist wohl einer der bekanntesten 8C-Boulder, die weltweit herumstehen. Zum Einen liegt es wahrscheinlich an der Geschichte, denn Geschichte hat dieser Boulder en masse zu bieten, und zum Anderen an der Schönheit der Linie, die man diesem Boulder nicht absprechen kann. Als Fred Nicole die Linie 2000 erstbeging, war sie nichts Geringeres als die erste 8C der Welt. Später wurde sie dann abgewertet und es kamen Gerüchte über manipulierte Griffe auf. Nachdem dann ein Griff ausbrach, wurde recht schnell die Kletterbarkeit bezweifelt und es gab auch ein paar starke Jungs, die zwar einen Re-First-Ascent vermeintlich im Kreuz gehabt hätten, aber recht schnell wieder mit geknicktem Ego von Dannen zogen. Adam Ondra bog das Ganze dann wieder gerade und bewertete die „neue“ Dreamtime Variation mit 8B+. Da haben einige recht ungläubig drein gschaut. Mit der Zeit und der ein oder anderen Wiederholung pendelt sich der Boulder nach und nach im Grad 8C ein. Auch Jernej Kruder fiel der Boulder nicht ganz so leicht und wird gegen dies C wohl keinen großen Einspruch erheben.

 

Keenan Takahashi klettert Asagimadara (8C)

Auf dem Cover des Mt. Mizugaki Boulder-Guidebook ist ein gigantisch hoher Boulder zu sehen, an dem ein vergleichsweise kleiner Japaner hängt. Wenn man dieses Cover betrachtet, könnte man meinen, der Boulder sei nicht besonders schwer, denn Matten liegen trotz der enormen Höhe nicht darunter. Nach etwas Recherche findet man dann heraus, dass der abgebildete Boulder Asagimadara heißt, groundup ohne Pads erstbegangen wurde und mit dem Grad 8C auch nicht gerade als Gigerle eincheckt. Desweiteren kann man in Erfahrung bringen, dass die Ausstiegsplatte auch nicht gerade zu den Leichtesten gehört. So ist z.B. ein gewisser Chon Jongwon trotz seiner durchaus passablen Plattenkünste auch schon aus dieser gefallen, bevor er sich den Durchstieg holen konnte. Nun hat eben dieser legendäre Boulder seine achte Begehung von Keenan Takahashi bekommen. Dieser wollte zu Beginn seines Japantrips eigentlich gar keine so schweren Linien probieren, doch als er Asagimadara (8C) sah, konnte er es einfach nicht lassen.

 

 

 

Neue Boulderhalle in Waiblingen
Das Familienunternehmen Active Garden, das seit 18 Jahren eine Kletter- und Boulderhalle in Korb betreibt, hat am vergangenen Wochenende eine zweite Boulderhalle in Waiblingen eröffnet. Dort gibt es nicht nur die Möglichkeit, auf mehr als 1000 Quadratmetern zu bouldern, sondern dort ist zudem ein Ninja-Parcours des selben Herstellers aufgebaut, der auch die Fernsehshow bestückt. Am Ende wartet sogar ein Buzzer, nur Wassergraben sucht man vergeblich – stattdessen zeigen rote Matten an, wo man besser nicht landen sollte.

 

Road to Tokio – Nächster Termin Toulouse

Ende November treffen sich die besten 40 IFSC Athleten und Athletinnen (je 20), die noch kein Olympia Ticket gelöst haben in Toulouse. Vom 28. November bis 1. Dezember klettern sie dann um die restlichen 12 Olympia Tickets. All diejeingen, die bei diesem Event nicht den besten Tag erwischt haben, treffen sich Mitte / Ende März in Moskau wo die letzten beiden Tickets an die Gewinner der IFSC Combined Continental Championships (CCH) 2020 ausgehändigt werden.

 

 

Donnerstag 28.November

11:00   Men Speed Qualification

13.00  Men Boulder Qualification

16.45   Men Lead Qualification

Freitag 29 November

11:00   Women Speed Qualification

13.00  Women Boulder Qualification

16.45   Women Lead Qualification

Samstag 30. November

19.00  Men Speed Final*

19.45  Men Boulder Final*

21.40  Men Lead Final*

Sonntag 1. December

14.00  Women Speed Final*

14.45  Women Boulder Final*

16.40  Women Lead Final*

Für alle die gerne Live dabei sein möchten, die Ticket Preise liegen für die Qualifikation bei 16,-€ und für das Finale je nach Platz zwischen 32 ,-€ und 53,-€.

*) Livestream bei ks.com

 

Marianne Kreuzer trifft die Huberbuam

Moderatorin Marianne Kreuzer trifft sich mit prominenten Sportlern an Orten, die diese selbst aussuchen und zu denen sie einen besonderen Bezug haben. Diesmal besucht sie die Huberbuam bei ihnen zu Hause im Berchtesgadener Land.

Thomas und Alexander Huber bilden seit Jahrzehnten eine der besten Seilschaften der Welt. Begonnen hat alles mit dem Kraxeln am Apfelbaum im Garten ihrer Eltern. Heute ist den Huberbuam kein Berg zu hoch, keine Wand zu steil, kein Abenteuer zu groß. Klettern ohne Haken und Sicherung, Abenteuer in der Arktis, Achttausender-Begehungen – Thomas und Alexander erklären, was sie antreibt immer wieder an ihre Grenzen zu gehen. An einem weiteren Lieblingsort, der Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung in Ettenberg, sprechen die beiden Brüder über die größten Herausforderungen ihres Lebens – und die haben nichts mit Klettern zu tun.

 

 

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