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Hans Florine und Alex Honnold stellen neuen Rekord an der Nose auf, Michi Wohlleben knapp unter dem Gipfel des Jirishanca (6094m) gescheitert [Shortnews]

21. Juni 2012  in News

Hans Florine und Alex Honnold stellen neuen Rekord an der Nose auf, Michi Wohlleben knapp unter dem Gipfel des Jirishanca (6094m) gescheitert [Shortnews]
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Kann es ein, dass die Nose inzwischen mit 'ner Dardabahn verwechselt wird (kennt das überhaupt noch jemand)?! War es damals schon und eigentlich auch heute noch eine drei-plus-x-Tage-Tour, wird sie heutzutage in nicht einmal drei Stunden geklettert.mehr braucht man nicht für eine Speedbegehung an der Nose


http://vimeo.com/11938818

Michi Wohlleben ist seit dem 27.05.2012 mit Arne Bergau und Johannes Jähn sowie der Kameramann Hans Hornberger in Peru auf Expedition. Vor ihrem Abflug, stand  eine Erstbegehung am Ostpfeiler des Jirishanca (6094m) auf der Wunschliste.  Die angepeilte Route führt durch eine ca. 900 Meter hohe Felswand, welche in einen Grat mündet, auf dem weitere 300 Höhenmeter zum Gipfel überwunden werden müssen. Nachdem sich die Jungs die lange und auch schon spannende Anreise ins Basislager und die Anpassung un die Höhe hinter sich gebracht hatten ging es auch gleich mit den ersten Materialschlepperei Richtung Gipfel los.

Michi erzählte Lukas Binder,  was sie erlebten und  wie sie um jeden Höhenmeter kämpften und am Ende doch knapp vor dem Gipfel wieder abseilten.

Sie kletterten am ersten Tag bis zum Italienerbiwak auf 5350m. Am Folgetag wartete unbekanntes Terrain der Italienerroute mit Schwierigkeiten erneut im Bereich 6c und A1. Die folgende Nacht biwakierten sie in einer selbst ausgegrabenen Schneehöhle unter einem Eisdach auf 5800m. Ab hier beschreibt Michi die Situation als extrem zermürbend: " Der Schnee war grundlos, die Felsaufschwünge schlecht abzusichern und 6c+ in Bergstiefeln auf knapp 6000m zu klettern, war kein Spass! Dazu kamen zwischendurch Schnee- und Eisüberhänge, welche bis zu 10m und 45° überhängend zu überwinden waren." Diese Verhältnisse waren an dem Grat nicht sehr einladend. Die Jungs kämpften bis ca. 90 Höhenmeter unterhalb des Gipfels, wo sie eine Entscheidung fällen mussten, es war mit Sicherheit die richtige. Die komplette Nacht hindurch seilten sie ab, um dann im Basislager einen erholenden Schlaf einzunehmen. Die letzten Tage haben die Jungs dann alles Material aus der Wand geholt und bereiteten sich auf die Heimreise vor. Nun wünschen wir ihnen einen guten Flug! Am 22.07.2012 wird Michi schon wieder zurück sein und mit Sicherheit noch viele weitere Erlebnisse erzählen können.


Michi Wohlleben möchte sich auch noch kurz bei seinen Sponsoren bedanken, denn ohne sie währen  solche Unternehmungen nicht möglich.


Text: Lukas Binder, kletterszene.com Foto:Hans FlorineHans Hormberger

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