Das sagt Jakob Schubert zur Verschiebung der Olympischen Sommerspiele

Die Olympischen Sommerspiele wurden verschoben: Tokio 2020 wird es nicht geben – zumindest nicht wie geplant im August. Das Klettern wird in diesem Jahr nicht seine Olympia-Premiere feiern. Der Österreicher Jakob Schubert, der sich schon bei der Weltmeisterschaft 2019 in Japan dafür ein Ticket holte, ist zwar enttäuscht, aber:

Die Entscheidung kommt nicht überraschend und die aktuelle Situation auf der Welt lässt keine andere Entscheidung zu“, sagt er.

Hier sein ganzes Statement zum Thema Olympiaverschiebung: 

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„Mit der Verschiebung der Olympischen Spiele auf 2021 ist mit einem Schlag mein Hauptziel für dieses Jahr verloren gegangen. 

Ich hatte mich auf dieses große Event im Sommer schon gefreut, habe auch das Gefühl, dass ich richtig gut vorbereitet gewesen wäre beziehungsweise auf einem guten Weg dorthin. Natürlich weiß man nicht, was in eineinhalb Jahren passiert und es ist auch schwierig, plötzlich alle drei Disziplinen ein weiteres Jahr zu trainieren, aber im Endeffekt klettere ich schon sehr viele Jahre auf einem hohen Niveau und habe das Ziel, das auch noch einige Jahre so weiterzumachen. Deswegen bin ich zuversichtlich, dass ich nächstes Jahr genauso um die Goldmedaille mitkämpfe. 

Jetzt hab ich ein Jahr mehr Zeit, um in der besten Form meines Lebens zu sein. 


Ich denke, dass es die richtige Entscheidung ist. Niemand weiß, wie es in den nächsten Monaten weitergeht und wenn bestimmte Länder immer noch unter Quarantäne sind, dann werden das keine fairen Spiele, weil sich die Athleten nicht unter gleichen Bedingungen vorbereiten können. Darüber hinaus kann man nicht garantieren, dass im Sommer nicht doch noch eine hohe Ansteckungsgefahr besteht. 

Natürlich verändert das auch meine Saisonplanung relativ stark. Mein bisheriges Ziel war, in allen drei Disziplinen perfekt vorbereitet zu sein. Aktuell gibt es noch keinen bestätigten Termin für einen wichtigen Kombinationswettkampf, der Weltcup rückt wieder mehr in den Vordergrund und ich werde meine Ziele darauf ausrichten. Für die Motivation ist es wichtig, große Ziele zu haben: Gesamtweltcups im Vorstieg und Bouldern beziehungsweise auch bestimmte Felsprojekte, für die vielleicht mehr Zeit bleibt.“ 

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