Daniel Woods im 8C Sendingtrain durchs Tessin, Jonathan Siegrist punktet 9b und Daniel Jung klettert Karamba Karacho (9a+)

Mishka Ishi klettert mit 13 Jahren 8C

Ihr habt den Namen Mishka Ishi noch nie gehört? Wir bis vor kurzem auch nicht. Doch nun machte die erst 13 Jahre „alte“ Japanerin auf sich aufmerksam, indem sie sich die wahrscheinlich vierte Wiederholung von Byaku-dou (8C) abholte. Damit zieht Mishka ihre Eintrittskarte in den 8C-Boulderinnen-Club, aktuelle Mitgliederzahl: zwei. Viel mehr haben wir zu der Begehung auch nicht zu sagen, da Mishkas Englisch derzeit noch etwas ausbaufähig ist. Naja, unser Japanisch auch. Und dafür entschuldigen wir uns auch, denn wenn die Japaner so weiter machen wird es als Kletter-News-Seite ja schon fast Pflicht Japanisch zu lernen. Wie dem auch sei, Mishka will ihr Englisch auf jeden Fall noch verbessern und somit hoffen wir einfach darauf beim nächsten Mal mehr Hintergrund Wissen liefern zu können.

 

Jonathan Siegrist klettert La planta de Shiva (9b)

2011 war Adam Ondra zur Abwechslung mal wieder in Spanien unterwegs und man kann durchaus behaupten, dass dieser Trip bis dato wohl einer seiner erfolgreichsten war. Denn nach knapp vier Wochen standen La Capella (9b) in Siurana, Chaxi Raxi (9b) Olianam, Chilam Balam (9b) in Villanueva del Rosario und zu guter Letzt die Routen La Planta de Shiva (9b) in Villanueva del Rosario in seiner Tickliste. Das kann sich sehen lassen, würden wir meinen. Wir möchten nicht groß vorgreifen aber Jonathan Siegrist hat alleine drei Wochen für La Planta de Shiva (9b) benötigt. Und der kommt jetzt bekannter Maßen auch nicht auf der Brennsuppen daher. Im Gegenteil, mit Jumbo Love (9b) hat Jonathan sogar schon einen vergleichbaren Ausdauerhammer, als im selben Grad schon als Erfahrungswert in der Hinterhand.

Fünf Winter vergingen bis sich Jakob Schubert in die 50 Meter lange und steile Erstbegehung von Adam rein hing und dann sogar im Januar 2016 die zweite Begehung der Routen für sich verbuchen konnte. Mit Angy Eiters Begehung rückte die Routen noch einmal mehr ins große Rampenlicht der Kletterszene. Mit dem Klippen des Umlenkers durch Jonathan Siegrist hat die Routen nun vier Begehungen auf dem Buckel. Zu den Kollegen von PlanetMountain meinte Jonathan…

„I picked this route because I read in interviews with Adam, Jakob and Angela that this was one of the most insane resistance routes anywhere, and love challenges like this. And also because it’s so beautiful, in a new place for me that I’ve been wanting to explore for years.“

 

Daniel Woods 8C Sendingtrain

Team USA ist zwar eigentlich schon eine Weile nicht mehr im Tessin, doch der liebe Herr Woods hatte wohl noch keine Lust zu gehen. Und so nistete sich Daniel eben noch ein paar extra Wochen im Tessin ein. Ohne Spotter, aber dafür mit einer guten Portion Motivation ging es weiterhin den Bouldern an den Kragen. Dran glauben mussten sowohl The Shelter (8B+) als auch Rustico (8C). Ersterer stellte eine besondere Herausforderung für Daniel dar, da besonders hoch und wie bereits erwähnt, Spotter-Mangel. Dies hielt Daniel natürlich nicht ab den Boulder zu probieren, sondern spornte ihn sogar noch mehr an. So bekam der gesamte Prozess wenigstens noch etwas extra Würze. Daniel musste aber schnell erkennen: die original Lösung geht nicht. Warum? Na zu kurz! Aufgeben? Keine Option, eine neue Beta musste her. Nach gründlichem ausbouldern fand dann Herr Woods einen Weg und knüppelte The Shelte kurzer Hand nieder. Zum Grad meint Daniel, dass er sich mit seiner Größe für ein 8B+- Level schon anstrengen musste.

 

Silvan Schüpbach begeht Conosci il tuo gatto (8b) Trad

Am 27. April konnte Silvan Schüpbach am Torre di Aimonin mit Conosci il tuo gatto (8b) eine neue Tradroute im zehnten Franzosengrad freiklettern. Die Route ist 50 Meter lang und bietet einen Mix aus Riss-, Verschneidungs- und Wandkletterei. Die Felsqualität ist außerordentlich gut und die Kletterei sehr schön. Silvan hatte die Linie am 17. April entdeckt und insgesamt 5 Tage geputzt und für Gos investiert. Für die Rotpunktbegehung hatte er zwei Peckers mit dem Hammer gesetzt und belassen. Die beiden Bohrhaken m Ausstieg hat er allerdings nicht verwendet. Die Erstbegehung ist eine Kombination der Routen „Know yourself“ und „Cani&Gatti“ mehr Infos zu den bestehenden. Mit seiner neuen Route würde Silvan auch anregen, die Verwendung von Bohrhaken auf ein Minimum zu reduzieren, damit das Valle dell Orco weiterhin ein „Abenteuerspielplatz“ bleibt.
Ks.com: Tipp für alle Wiederholer/innen. Ihr benötigt ein 80m Seil (wird aber knapp), Mikrokeile, Keile und 1 Rack Cams (0.2 – 3)

 

Daniel Jung klettert ein altes 9a+ Projekt

Wie alt das Projekt wirklich ist, zeigt uns ein Post von Markus Jung aus dem Jahren 2013 wo er in seinem Blog schrieb….

Daniel konnte Karamba (9a) schon vor genau zwei Jahren klettern und hatte jetzt nur noch mal alle Züge genau eingeschliffen um „Karamba“ und „Karacho“ bald aneinander hängen zu können. Mein erster Versuch lief gleich super und ich fiel erst auf den letzten Metern. Trotz zwei Kneebars.

Und für die Karamba Erstbegehung benötigte Daniel damals schon drei Jahre. Da hat der Gute mal ordentlich viel Zeit in die Linie investiert. Bei Karacho, was der zweite Teil der Linie ist, und da beginnt, wo Karamba aufhört, ging es etwas schneller mit der Erstbegehung. Dies war aber auch nur ein Zwischenziel, denn eigentlich stand ja das große Ganze auf der Wishlist, und das zog sich bis vor kurzem in die Länge. Wobei es nicht nur an Daniel’s Performance lag, sondern die Griffe waren die meiste Zeit so nass, das Daniel gar kein Chance hatte auch nur im Ansatz die Züge probieren zu können. So verstrichen die Tage und das aneinanderreihen und einschleifen der 50 kräftigen Züge wurde schon fast zum Geduldsspiel.

Als dann doch mal die Griffe ernsthaftes Hand anlegen zuließen, lief es auch gleich recht gut und Karamba fiel ihm leichter als damals bei der Erstbegehung. Nur macht ihm der vermeintlich leichtere Abschnitt – Teil 2 Karacho (8c) – ein paar unkletterbare Probleme. Der Gute hätte aber nicht schon diverse 9a+ Routen in seiner Tickliste, wenn er für dieses Problem nicht eine Lösung parat gehabt hätte. Die beiden schlechten Griffe einfach überspannen! Mit dieser Beta kam dann auch der langersehnte Durchstieg und das Gebiet Phantasialand hat nun mit Karamba Karacho (9a+) eine neue Highend Route am Start.

 

Lukas Irmler und Friedi Kühne laufen eine 1 km Highline – mit Augenbinde!

Die längste Strecke, die je blind auf einer Slackline gelaufen wurde, gelang Friedi Kühne & Lukas Irmler kürzlich in Russland.
Das ist ein neuer Weltrekord für die zwei Bayern. 55 Minuten lang balancierten die beiden mit verbundenen Augen auf dem knapp 1 km langen, 2,5cm breiten Band über einem Canyon in der Nähe der Stadt Kislowodsk, Russland. Die große Herausforderung ist es, über so lange Zeit die Konzentration zu halten und ohne visuelle Orientierung die Balance nicht zu verlieren. Bei einer so langen Line spielt das Wetter immer eine entscheidende Rolle. Besonders wechselhafter Wind, der den Slackliner meterweit zur Seite schieben kann, ist eine enorme Herausforderung, besonders natürlich mit verbundenen Augen!
Den vorherigen Rekord von 690 m, aufgestellt durch Pablo Signoret (FRA), überboten die beiden Deutschen um Längen und Friedi Kühne wagte zu sagen, dass dieser Rekord wohl lange Bestand haben wird! Lukas & Friedi haben den Rekord bereits bei Guinness World Records eingereicht und dürften sich wohl in Kürze über einen neuen offiziell bestätigten Weltrekord freuen.

 

 

 

 

Der IFSC Boulder Weltcup Zirkus kommt im Mai nach München

Am Samstag und Sonntag, den 19. Mai 2019 ist es wieder soweit: Die Boulder-Elite kommt zu Besuch ins Münchner Olympiastadion und klettert um den Weltcupsieg. Bereits zum 10. Mal treffen sich die besten Boulderinnen und Boulderer der Welt in München. Sowohl für die erwarteten 3000 Zuschauer als auch für die Teilnehmer ist der Wettkampf jedes Jahr ein Highlight!

Boulder Weltcup Programm 2019
Sonntag, 19. Mai

Kletter WM 2018 Innsbruck wat auch finanziell eine Erfolgsstory

Vier Medaillen für Österreich, ausverkaufte Bewerbsrunden mit insgesamt rund 60.000 Zuschauern und das rundum positive Feedback in der Bevölkerung waren schon nach der letzten Finalrunde am 16. September 2018 die Eckpfeiler der Erfolgsstory Kletter-WM. Rund sieben Monate später dürfen die Veranstalter vom Kletterverband Österreich in Kooperation mit dem Österreichischen Alpenverein auch ein finanzielles Happy-End vermelden: Die WM-Abrechnung schließt mit einem Gewinn von fast € 80’000 ab.

 

Oberlandcup 2019

Der Oberlandcup gilt als der größte deutsche Kletterwettbewerb für Freizeitsportler, an dem aber auch immer wieder namhafte Kletterer teilnehmen. Die gesamte Serie setzt sich aus vier Wettkämpfen zusammen und startete bereits mit der Climb FREE. Damit Ihr schon mal planen könnt, hier die kommenden Termine:

  • Gilchinger Stadtmeisterschaft: 25.05.2019 (Anmeldungen möglich)
  • Münchner Stadtmeisterschaft: 13.07.2019

 

 

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