Alex Megos klettert Bibliographie (9c) Solveig Korherr 8c im Allgäu und Natalia Grossman, Brooke Raboutou und Katie Lamb bouldern 8B

Solveig Korherr klettert 8c im Allgäu

Dank Papa Korherr klettert Solveig gefühlt schon seitdem sie laufen kann. Denn ihr Vater hat sie schon früh mit an den Fels und die Kletterhalle genommen. Die Jahre vergingen, Solveig stand immer öfter bei Meisterschaften ganz oben auf dem Treppchen und auch am Fels wurden die Routen immer schwerer. 2019 war bis jetzt wohl das Kletterjahr, in dem sich ein weiterer Knoten löste. Denn neben einem Dutzend 8b+ Routen, gelang ihr auch mit Nobody Is Perfect (8c), Battle Cat (8c) und Lucifer (8c+) gleich drei Routen im unteren elften Grad. Dieses Jahr kam dann auch noch ein Combifetis (8c) und kürzlich der Allgäuerische Konglomerathammer King of the Bongo (8c ) am Rottachberg dazu.

Natalia Grossman, Brooke Raboutou und Katie Lamb bouldern 8B

Der Rocky Mountain National Park ist aktuell neben Céüse the Place to Be. Denn seit geraumer Zeit knacken neben Alex Puccion auch die drei Young Guns, Natalia Grossman, Brooke Raboutou und Katie Lamb einen 8B Boulder nach dem anderen. Freaks of the Industry (8B) war das letzte Objekt ihrer Begierde, was sich am Ende auch alle drei in ihrer Tickliste vermerken konnten. Bei Katie kamen dann noch die beiden Chaos Canyon Boulder The Wheel of Chaos (8B) und Wild Cat (8A) dazu.

Alex Megos begeht Bibliographie (9c)

Eine Begehung macht aktuell weltweit Schlagzeilen in der Kletterszene, Alex Megos hat mit Bibliographie (9c) die weltweit zweite Route in diesem Grad geklettert. Um euch etwas näher zu bringen, was es bedeutet solch eine schwere Tour zu klettern, plauderte unser Praktikant heute einmal aus dem Nähkästchen.

„Es muss so ca. drei Jahre her sein, als mir Alex von einem schweren Projekt in Céüse erzählte. Wir waren gerade an der berühmten 45er im Café Kraft und Alex hatte mir einen Boulder gezeigt. Ich konnte ungefähr keinen der Züge und Alex erzählte mir der Boulder wäre ein Nachbau für die Crux in dem besagten Projekt in Céüse. Er erzählte mir weiterhin, dass die Crux nach einer recht pumpigen mittelschweren Passage kam und dass das Ende dann auch noch schwer wäre. Später erfuhr ich dann, dass mit „pumpiger Passage“ eine 8b+ Länge und mit dem schweren Ende eine 9a Länge gemeint war.

Und diese beiden Längen verband eben der besagte Boulder, laut Alex ca 8A+ und ein ordentlicher Schulterbrecher. Trotz besagter Nachbildung blieb damals der Erfolg leider aus.


Dieses Frühjahr dann erzählte mir Alex des öfteren von seinem Vorhaben wieder nach Céüse zu fahren, um das Projekt zu probieren. Sicher hatte er die Tour auch in der Vergangenheit immer mal wieder probiert. Doch diesmal war es anders ich hatte das Gefühl Alex wollte es wirklich wissen. Während den gemeinsamen Trainings-Sessions kletterte ich weiter an meinen Trainings-Bouldern während Alex endlos lange Ausdauer-Zirkel kletterte. Selten hatte ich miterlebt, dass sich der Bub so spezifisch auf ein Projekt vorbereitet hatte. Als er mir dann während seinem letzten Trip schrieb er würde bereits recht gute Versuche setzen dachte ich mir bereits, dass der Durchstieg wahrscheinlich nicht mehr zu lange auf sich warten lassen würde. Alex ist einer der Menschen, die immer hart an sich arbeiten und erst dann zugeben, dass eine Route oder ein Boulder knapp ist wenn es eben auch echt knapp ist. Meine Vorahnung bestätigte sich wenige Tage später als ich von dem Durchstieg hörte. Ich war baff, klar freut man sich wenn ein Freund eine schwere Tour klettert. Aber in diesem Fall freute ich mich besonders, denn ich wusste wie viel er dafür getan hatte. Ich habe das Gefühl, Alex ist mit Bibliographie gewachsen und ich freue mich schon darauf zu sehen was da noch so kommt.“

Der Durchstieg der Tour gelang Alex Megos an seinem Letzen Tag des Céüse-Trips. Ursprünglich war geplant nur einen Versuch zu machen, doch als dieser dann leider doch etwas arg weit unten endete, beschloss Alex noch einen letzten, also wirklich letzten Verzweiflungs Go ganz nach dem Motto „One last Go“zu setzen. Diesmal schaffte es Alex über die Boulder-Crux in der Mitte und befand sich am schlechten Schüttler vor der letzten 9a-Passage. Er war zwar auch schon früher so weit gekommen und auch schon zwei mal am letzten Zug gefallen, doch diesmal lief es anders. Todes gepumpt schaffte es Mr. Megos zu den letzten Zügen.

Dieses Mal musste jedoch die Tour nachgeben und so wandelte sich der „One last Go“ zu einem „Last Go best Go“ und Alex konnte überglücklich den Umlenker klippen und die fahrt nach Franken antreten. Zu der Bewertung meinte Alex folgendes…

I know there are many speculations about the grade and I think grades are very subjective. My personal suggestion for the grade is 9c (5.15d). Considering the fact, that „Perfecto Mundo“ (9b+) has taken me 16 days of effort, „Bibliographie“ with around 60 days and more specific training felt a lot harder.

Of course, as the first ascensionist you don’t have your perfect beta from the start, you have doubts whether it is possible or not for you, if you are completely missing something, or if you are just not in the best shape. It is always harder to grade something without any other opinion. 

Das KVÖ Aufgebot für Weltcup in Briancon steht

Das rot-weiß-rote Aufgebot für den Auftakt des Kletter-Weltcups in Briancon (FRA) am 21. und 22. August steht fest: Austria Climbing nominiert fünf Damen und vier Herren für die Lead-Bewerbe in Frankreich. Angeführt wird das Team von Jessica Pilz und Jakob Schubert. Die beiden Weltmeister der Heim-WM 2018 in Innsbruck konnten zuletzt auch jeweils den ersten Vorstieg-Bewerb der Austria Climbing Summer Series für sich entscheiden.

Damen:

  • Jessica Pilz
  • Christine Schranz
  • Julia Fiser
  • Eva-Maria Hammelmüller
  • Mattea Pötzi

Herren:

  • Jakob Schubert
  • Georg Parma
  • Stefan Scherz
  • Mathias Posch

Aktuelle Felssperrungen in Franken

Die Östliche Förstelsteinkette zwischen Allersdorf und Stadelhofen wurde auf Veranlassung der Naturschutz- behörde der Regierung Oberfranken, vom 1. August 2020 bis 30. September 2021, der Zone 1 zugeordnet. Das bedeutet, die Wand ist ab sofort mit einem Kletterverbot belegt. Diese Maßnahme war notwendig, da Aufgrund der hohen Besucherzahlen Waldschäden entstanden sind.

An der Ammerthaler Wand (Rote Wand ) ereignete sich kürzlich ein schwerer Unfall. Bei einem eingehängten Toprope brach noch aus ungeklärter Ursache der Ringhaken und ein Kletterer stürzte ca. 8 Meter ab und landete auf seinen Sicherungspartner. Beide wurden nach Angaben der Bergwacht Amberg schwer bis mittelschwer verletzt. Die Ermittlungen wurden durch das Polizeipräsidiums Oberpfalz eingeleitet und die Wand ist dadurch bis auf weiteres gesperrt.

  • Weitere Infos dazu findet ihr >> HIER <<

Kopenhagen hat eine 80 Meter hohe Kletterwand

Die neue Müllverbrennungsanlage in Kopenhagen ist an sich schon ein architektonisches Highlight. An insgesamt fünf Routen können motivierte Kletterer*Innen ihre Ausdauer testen. Aufgrund der Wandhöhe sind die Routen, vergleichbar zu alpinen Kletterrouten, in mehreren Seillängen eingeteilt und mit Ständen versehen. Wer nach den vier Seillängen noch nicht genug hat, kann dann auf der Kunstrasen Piste ins „Tal“ fahren.

  • Mehr Infos zu Copenhill findet ihr >> HIER <<

DAV – Bergunfallstatistik

DAV - Bergunfallstatistik

Im DAV Bergpodcast geht es in der aktuellen Folge um Bergunfälle. Angela Kreß spricht mit Julia Janotte, Expertin der DAV-Sicherheitsforschung, über Zahlen und Fakten rund um Bergunfälle, über typische Unfallursachen, wie sich Unfälle vermeiden lassen und welche Auswirkungen die Coronavirus-Pandemie auf das Bergunfallgeschehen 2020 haben könnte. Außerdem erzählt Johannes Zollner von der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen von einem Rettungseinsatz im Wettersteingebirge. Das Beispiel zeigt, wie eine typische Bergrettung abläuft.

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