Adam Ondra auf Streifzug durch Kanada, Alex Megos klettert 9a in Ceüse und Paul Robinson mit neuem 8C Boulder

Paul Robinson begeht The Pirats Code (8C)

Wie sollen die Shortnews um dieses Jahreszeit auch anders beginnen, als mit Begehungen aus den Rocklands. Bis auf Kim Marschner und Martin Kälble sind noch alle 8B+ Crusher und Crusherinnen in Südafrika und bekommen in den nächsten Tagen sogar noch Nachschub.  Die letzte Tage ( vor ca. einer Woche)  gab es eine etwas längere und heftigere Regephase, wo an klettern kein Denken war. Nalle und Co bauten sich in dieser Zeit eine Trainingsbude, die anderen besuchten Kapstadt oder liefen durch die neu erschlossenen Gebiete, so auch Paul Robinson wie ihr in unserem Abschlussvideo sehen könnt.  Paul nutzte aber auch jede trockene Minute um sein Langzeit Projekt eine Erstbegehung abringen zu können.  Seit 2014 verbrachte er jedes Jahr – mit Ausnahme von 2015 – unter dieser Linie und lies ordentlich Haut hängen.  Nun war er dieses Jahr endlich stark genug und konnte sich so, mit der Erstbegehung von The Pirate’s Code (8C) einen kleinen Traum erfüllen.

Words cannot really describe this one. It has been a dream of mine to climb this boulder since i first found it in 2014. 16, 17, 18 were spent working this monster of a line and now it is complete. the king line in my favorite place in the world. does it really get any better than this!? Climbing is such an incredible thing and it feels really good to complete this goal after thinking about it for so so long. *I have eliminated the stand start from last year since it is a slightly arbitrary start. the full line is the line and now is THE PIRATE’S CODE! I look forward to some other strong guys trying this climb one day! I only ever tried it by myself so it will be great to see what others think of it :)

 

Vor dem Weltcup ist nach dem Fels

Wie schon einmal kurz in den Shortnews erwähnt, war Alexander Megos vor geraumer Zeit in Céüse am Start. Damit nicht gleich wieder Gerüchte entstehen, möchten wir klar stellen, dass dieser Aufenthalt  sich rein zufällig mit den Klettertagen von Anna, Jule und Mellisa überschnitten hat. Und auch wenn es bei dem anschliessenden Weltcup für Alex nicht so lief wie gedacht ( Platz 9.) konnte er am Fels eine weitere 9a Erstbegehung für sich verbuchen. Die von Quentin Chastagnier eingerichtete Route im Sektor Demi-Lune konnte Alex nach zwei Ausboulder Go’s innerhalb eines Tages klettern und und schlägt für diese Erstbegehung den Grad 9a vor.

Alex schrieb den Kollegen von Fanatic Climbing:

“It is very similar to the first ascent “Et dieu créa la flemme” I did a few years ago. The route starts off very easy till you get to the crux of the route, which is a hard boulder problem on small holds. The rock quality is pretty good and the moves are cool. I still don’t think that this route will see many repeats. It’s not easy to make progress on those routes. Either you do the moves or you don’t. You can’t really work on it and climb higher every time like on an endurance route. I’m interested to hear what other people think about the route and grade!”

Chiara Hanke im Sendingtrain

Chiara sollte eigentlich ihre Freizeit am Schreibtisch sitzend verbringen und für ihre Prüfungen büffeln.  Das sie alles dafür macht, um dieser kurzfristigen aber doch langweiligen Beschäftigung zu entkommen kann wohl jeder Student in Franken nachvollziehen.        Um so verständlicher ist es wohl in Chiaras Fall, schließlich ist die Gute gerade in der Form ihres Lebens. So wunderte uns folgende Mail, die wir heute bekommen haben kein bisschen.

Dass ganze lernen auf die Prüfungen macht mich wahnsinnig. Kein Wunder dass zu mindestens die ein oder andere 1-2h action am Fels rausspringen muss, um nicht völlig gaga zu werden  Deswegen bin ich auch Trainspotting, eine kurze Bouldertour (8a+/8b) und Cringer (8b+) geklettert. Jetzt muss ich wohl leider wieder an den Schreibtisch! Aber ich kann es kaum abwarten wieder genügend Zeit fürs Klettern zu haben

 

Hansjörg Auer – 7000er Solo-Erstbegehung im Karakorum – Lupghar Sar Westwand

Hansjörg Auer, neben Alex Honnold wohl einer der bekanntesten Solo Alpinisten unseres Jahrzehnt, ist wieder unterwegs.  Nachdem er  in 7,5 Stunden vom Basecamp (4500m) zu einem gut gelegenen Biwakplatz am Wandfuß auf ca. 6200m all seine Ausrüstung trug, schrieb er noch schnell

Wenn man solo klettert nimmt man mehr Risiko in Kauf, aber es fühlt sich super an in so einer Höhe und technisch anspruchsvollem Gelände so leicht und schnell unterwegs sein zu können. Ich merke wie viel in diesen Höhen noch möglich ist, gar nicht unbedingt nur in Bezug auf Soloklettern.“

Am nächsten Tag ging es über durch die Westwand des Lupghar Sar West (7181m)  Karakorum Richtung Gipfel. Für den Fall eines Schlechtwettereinbruchs nahm Hansjörg seine Biwakausrüstung bis zum Grat.  Hatte sich dann aber dafür entschieden gleich weiter zu gehen. Die letzten 200 Höhenmeter brachten kombinierte Kletterei, nicht zu schwer aber in 7000m Höhe und solo doch nicht ohne. Hansjörg hatte aber nie das Gefühl sich außerhalb seiner Komfort-Zone zu bewegen.

Tiefer Schnee zur Gipfel-Wechte, wo ich sicherlich ein wenig an meinem Limit war, da ich leeseitig unterwegs war.

Der Abstieg war anstrengend, ich war müde und das Wetter wechselte zusätzlich. Zurück im Basecamp war ich gegen 20 Uhr. Hatte mich entschieden, alles abzuklettern weil ich nur ein 5mm 60m Seil dabei hatte. Das war schneller als nach Abseilstellen zu suchen und an den Blankeis-Stellen Abalakovs einzurichten. Ein paar Mal hätte ich gerne abgeseilt, aber am Ende war alles gut.“

Adam Ondra in Canada

Adam Ondra machte gleich nach seiner Ankunft in Kanada die ersten Schlagzeilen. Klar, die Kanadier haben zwar gute Leute am Start, aber Kaliber wie Sharma, Ondra oder Megos sehen sie dann auch nicht täglich. Und so kommt es, dass was in Spanien quasi zum guten Ton eines Kletterstars gehört, in Kanada gleich in die Medien bejubelt wird.  Wobei man schon auch zugeben muss, dass so eine  8c onsight Erstbegehung, jetzt auch in Spanien nicht täglich vor kommt und eine starke Leistung ist – eh keine Diskussion!! Auch die onsight Begehung von Ojas (8b+) beeindruckte die Schaulustigen, da die Linie keinen einzigen gechalkten Griff hatte und Adam auch noch die Exen einhängen musste, sehr.  Somit onsight in reinstform und eh schon sehr selten. Zudem meinte Alex Megos nach seinem flash vor knapp 2 Jahren;  „das eine onsight Begehung von Ojas mindestens so beeindrucken ist, wie ein 9a onsight.“  Im Anschluß ging es dann an Fight Club (9b) von Alex Megos, da aber die Haut nicht mitgespielt hat, biss sich Adam daran die Zähne aus und fuhr und verrichteter Dinge weiter.

Two days of work into Fight Club (9b). Found some good beta, made it even through the crux move in one try, but then slipped immediately because of (still) dry skin:-( Unfortunately there is a hold high up that broke last year which will make the top pretty spicy if you come from the ground. Lets see.

Es würde uns aber schon arg wundern, wenn Adam diese Routen nicht noch abholen würden. Zudem ist der Trip ja noch nicht zu Ende und ganz „erfolglos“ – im Sinne unserer Shortnews – war Adam bis jetzt ja auch nicht. Nach seiner Wiederholung von Honour and Glory (9a+) schlug er den Grad 9a vor und aktuell versucht er sich an den direkt Einstieg von Unknown Stuntman 5.13d der noch im Projektstatus schlummert und der Grad 9b vermutet wird. Hier die aktuelle Kanada Tickliste von Adam Ondra:

  • Honour and Glory (9a)
  • First Flight (8c+) onsight
  • Existence Mundane (8c) onsight
  • Ojas (8b+) onsight
  • Endless Summer (8a) onsight
  • Whale Back (8A+) onsight

  • Army Ants (8a+)  flash
  • The Shine (8b+)
  • Leviathan (8b+)
  • Hairball Direct (8b) FA
  • Beam me up Scotts (8a+)

 

 

Clean Up Day am Mount Everest

Welch einen Preis muss die Natur zahlen damit wir Menschen unser Ego befriedigen können? Es ist eigentlich schon traurig, dass Kletterer, Alpinisten aber auch Wanderer das Grundkapital aller ihrer Aktionen nicht wirklich respektieren und ihren Müll gerne auch mal liegen lassen.  Die letzte Aufräumaktion am Mount Everest zeigt nur einmal mehr wie sehr die Natur belastet wird.

Bei besagtem Clean Up Day  der zwei Monate dauerte, wurden in 1000 Trips über 13.000 Kilogramm Menschenscheiße  und insgesamt über 31 000 kg Abfall von Lager zwei und Basislager heruntergebracht. Ein Teil der Abfälle befindet sich seit über einem Jahrzehnt auf dem Berg und die Kacke stapelt sich seit Jahren.

The two standard routes, the Northeast Ridge and the Southeast Ridge, are not only dangerously crowded but also disgustingly polluted, with garbage leaking out of the glaciers and pyramids of human excrement befouling the high camps,” mountaineer Mark Jenkins wrote in a 2013 National Geographic article on Everest.  bei Gripped weiterlesen 

Klar kann man jetzt sagen, das man ja selbst nicht auf dem Everest hochstapft und nur Bouldern geht. Der Respekt zur Natur fängt unserer Meinung nach, aber auch schon bei Night Sessions, Musik am Fels, Kippen Stummel sowie Tape Reste am Wandfuß an.

 

Cafe Kraft Sommerfest & »Ticket to Rockstars

Am 21. Juli ist es endlich wieder soweit: Die Nürnberger Cafe Kraft Crew laden Dich sowas von herzlich zu ihrem jährlichen Sommerfest ein! Kern der Geschiche ist der »Ticket to Rockstars«-Spaßwettkampf, bei dem Du in zwei Altersklassen (bis 14 Jahre und ab 14 Jahren) in dreißig Bouldern um den Titel und um großartigfantastische Preise bouldern kannst. Nebenbei stellen unsere Freunde vom Airtime ein dynamisches Trampolin auf, unsere Freunde von Travel & Trek veranstalten einen fröhlichen Lagerverkauf, Ocun kommt mit seinen Testschuhen und dass der Cafe kraft Grill glühen wird ist selbstverständlich wie selbstverfreilich.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist for free, gratis und umsonst. Also ein echtes Pflichtdate! Mitmachen lohnt sich, denn es gibt Boulder in allen Schwierigkeitsgraden. Vom Anfänger bis zum Profi – jeder wird auf seine Kosten kommen und Spaß haben.

 

Outdoor-Ausrüstung mieten statt kaufen

Mit iRentit by VAUDE möchte der Outdoor-Ausrüster auch dazu beitragen, dass die Ausrüstung möglichst häufig und lange genutzt wird, statt, wie im schlechtesten Fall, ungenutzt herumzuliegen und schließlich im Müll zu landen. Dadurch können wertvolle Ressourcen eingespart werden. Das Vermietungs-Konzept iRentit by VAUDE ist damit ein weiterer Baustein in der nachhaltigen Unternehmensstrategie des Outdoor-Ausrüsters.

„Wir entwickeln nicht nur nachhaltige Produkte, sondern machen uns auch Gedanken über nachhaltige neue Geschäftsmodelle. Deshalb bieten wir mit ‚iRentit by VAUDE‘ nun die Möglichkeit, Ausrüstungsprodukte kostengünstig zu mieten, ihre Funktionalität zu genießen und sie danach wieder abzugeben. Damit der nächste Nutzer ein neues Abenteuer mit ihnen erleben kann“, so Lisa Fiedler, VAUDE Unternehmensentwicklung und CSR.

Wie funktioniert der Mietservice iRentit?

Egal ob Radreise, Trekkingtour, Zelturlaub oder Städtetrip, VAUDE bietet die passende Ausrüstung zum Mieten. Die Produkte können entweder online gemietet werden, oder vor Ort in einer der Mietstationen in den VAUDE Stores als auch im VAUDE Fabrikverkauf in Tettnang. Die Mindestmietzeit beträgt drei Tage.

 

Bonn- Beuel bekommt eine Boulderhalle

Die Bonner Boulderhallen Crew Habitat eröffnet am 22. Juli ihre Zweigstelle in Bonn Beuel. Kommt vorbei, bringt eure Freunde und Familien mit, der Eintritt ist frei. Am Nachmittag sorgen sie für Grill und Grillmeister*in, (Tofu)wurst & co müsst ihr aber selber mitbringen. Ab Montag gibt es dann den regulärer Betrieb zu den bekannten Öffnungszeiten:

  • Montag – Freitag: 9 bis 24 Uhr
  • Samstag – Sonntag: 9 bis 22 Uhr

 

 

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