"R.I.P" - Das cleane Meisterwerk von Wolfgang Güllich
12. Mai 2026
1986 gelang Wolfgang Güllich die Erstbegehung von „R.I.P.“ (IX/9) am Schellneckkopf — ganz ohne einen einzigen Bohrhaken zu setzen. Die Route gilt bis heute als eine der bedeutendsten deutschen Trad-Routen überhaupt, denn sie war ihrer Zeit in vielerlei Hinsicht voraus:
- schwer,
- mental anspruchsvoll,
- minimal abgesichert,
- und im Rotpunktstil gedacht
Fast 40 Jahre sollten vergehen, bis Simon Bauer die erste echte Rotpunktbegehung dieses Klassikers gelang.
Zum Namen „R.I.P.“ gibt es unterschiedliche Deutungen; eine eindeutig belegte Herkunft ist jedoch nicht bekannt. Viele sehen darin eine ironische oder düstere Anspielung auf die möglichen Folgen eines Sturzes beziehungsweise auf den ernsten Charakter der Linie. Typisch für Güllich war jedenfalls ein gewisser Humor bei der Wahl seiner Routennamen.
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