Video-Link: https://youtu.be/fUCXnLdO_GU?si=96FiQbB3h5_9Ii83
Keep It Burning – Edu Marin klettert Eternal Flame (650m, 7c+) am Nameless Tower
Nameless Tower
Im neuesten Video von Petzl begleiten wir Edu Marín und seine Familie bei ihrer aufregenden Begehung der legendären Route „Eternal Flame“ am Nameless Tower in Pakistan. Die Geschichte wird von Francisco Marín erzählt, der mit seinen beiden Söhnen Alex und Novato die Herausforderung annimmt, diese berühmte Kletterroute zu wiederholen.
Was uns direkt ins Herz trifft? Francisco, der mit 70 Jahren in Begleitung seiner Söhne zu den Höhen des Himalayas aufbricht, beweist, dass Abenteuer keine Altersgrenze kennen! Immerhin, was gibt es Besseres, als mit der Familie unglaubliche Momente in schwindelerregenden Höhen zu erleben?
Ihr seht die Hürden, die das Trio meistern muss: von eisigen Temperaturen und unerwarteten Schneestürmen bis hin zu „Hilfe, wo ist unser Zelt?!“ – ja, die Natur hat ihren eigenen Kopf! Doch die Maríns zeigen eindrucksvoll, dass Teamgeist und familiäre Unterstützung selbst die härtesten Bedingungen überstehen können.
Der Höhepunkt: Der gemeinsame Aufstieg zum Gipfel – ein emotionaler Moment, der nicht nur die Kletterkünste, sondern auch die familiären Bande feiert.
Die Route Eternal Flame (7c+/ 650m)
Eternal Flame ist die berühmteste Route an den Trango-Türmen. Die Route gilt als eines der großen Alpinen Meisterwerke und wurde 1989 von einem der wohl damals stärksten Kletterteams, bestehend aus Wolfgang Güllich, Kurt Albert, Christof Stiegler und Milan Sykora eröffnet. Nach einer immensen Anstrengung auf über 6.000 Metern beging das Team schließlich die Route, wobei sie alle Seillängen bis auf vier, die technisch unterstützt werden mussten, frei klettern konnten. Damit stellten sie die Weichen für das Freiklettern an den großen Wänden des Himalaya. Die Schwierigkeit damals: VI A2; 7b+
Zwei Jahrzehnte lang wurde Eternal Flame zum Ziel vieler Kletter*innen, die davon träumten, die erste vollständig freie Begehung dieser Linie abholen zu können. Die Seilschaft Denis Burdet, Nicolas Zambretti und Toni Arbonès waren 2003 sehr nah dran. Zwei Jahre später versuchten sich Iker und Eneko Pou, die auch eine kletterbare Lösung im unteren zehnten Grad für die 10. Seillänge fanden. Schließlich waren es die Brüder Alex und Thomas Huber, denen die erste freie Begehung aller Seillängen im August 2009 gelang.