USA-Kletterurlaub soll ab 2026 deutlich teurer werden
„America first“ sollen ab dem kommenden Jahr auch Besuchende von US-amerikanischen Nationalparks zu spüren bekommen: 100 Dollar sollen Tourist*innen aus dem Ausland zukünftig zusätzlich zum normalen Eintritt hinblättern, um an Orten wie Yosemite oder Yellowstone klettern zu können.
Wer gehofft hatte, die Kletterwelt in den Vereinigten Staaten von Amerika bliebe von den Ideen der aktuellen US-Regierung unberührt, dürfte spätestens jetzt enttäuscht sein.
Die Zusatzgebühr für jede Person, die nicht in den USA ansässig ist, wird ab 1. Januar 2026 im Rahmen der neuen „America-First“-Eintrittsgebührenpolitik für die Nationalparks Yosemite, Yellowstone, Zion, Acadia, Bryce Canyon, Everglades, Glacier, Grand Teton, Rocky Mountains, Sequoia und Kings Canyon sowie Grand Canyon fällig.

Der normale Eintrittspreis, der durchschnittlich bei ca. 35 US-Dollar pro Besuch/Fahrzeug liegt und 7 Tage abdeckt, muss ebenfalls weiterhin entrichtet werden.
Ein „modernisierter, kostengünstigerer Zugang“ zu den Nationalparks wurde Ende November auf der offiziellen Website des US-Innenministeriums angekündigt.
Für wen genau der Zugang kostengünstiger als zuvor wird, sucht man in der Bekanntmachung fast bis zum Schluss.
Die Jahreskarte für Nicht-Einwohner*innen der USA wird in Zukunft ein „America the Beautiful“-Pass sein und mit 250 US-Dollar härter zu Buche schlagen als für US-Einwohner*innen, die dafür 80 US-Dollar bezahlen.
Geht man von den aktuellen Preisen für ein Jahresticket für Yosemite auf der Website des National Park Service aus, müssen allerdings auch US-amerikanische Besucher*innen hier zukünftig 10 US-Dollar mehr hinlegen als bisher.
Laut US-Innenminister Doug Burgum soll US-Steuerzahler*innen weiterhin erschwinglicher Zugang ermöglicht werden, internationale Besucher*innen hingegen trügen so „ihren fairen Anteil“ zur Erhaltung und Verbesserung der Parks für zukünftige Generationen bei.
Die Nachhaltigkeit, die hier anzuklingen scheint, ist wohl eher finanzieller als ökologischer Natur. Die Einnahmen aus der neuen Gebührenordnung sollen vor allem der „Modernisierung der Besuchereinrichtungen, notwendigen Instandhaltungen und verbesserten Serviceleistungen im ganzen Land“ dienen.
Die US-Regierung hatte allerdings in den vergangenen Monaten auch Pläne zur Kürzung der Ausgaben für den Nationalpark-Service im kommenden Haushaltsjahr um mehr als ein Drittel geäußert.
US-Einwohner*innen erhalten auch weiterhin an acht verschiedenen „patriotischen Tagen“ im Jahr freien Eintritt in die Parks. Bisher hatten an diesen Tagen alle Besucher freien Eintritt, unabhängig von ihrem Wohnsitz.
Nationalstolz, der in dieser Form internationale Gäste eher weniger zum Mitfeiern einlädt.
Für eine Teilgruppe des Tourismussegments allerdings wird es wirklich deutlich günstiger: Alle „America the Beautiful“-Pässe gelten zukünftig für 2 Motorräder pro Pass.
Quellen:
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Video-Link: https://youtu.be/Lr7-0SpkDWk?si=f25IwkvRyr6IPaJ2