Oder auch: Ich habe es geschafft!!!

Mal ehrlich, ich hab es wirklich schon aufgegeben. Aber als nach dem letzten Surfurlaub, die Planung für unseren alljährlich wiederkommenden Kletterszene Bleau-Ausflug anstanden, startete ich die letzte Offensive. Vorab muss ich zugeben, dass ich mir noch einmal den Artikel mit all meinen aufgezählten Fehlern, die ich so in der Vergangenheit gemacht  habe durchgelesen und die verlangte ToDo-Liste schön brav abgearbeitet habe.

ToDo Liste:

  • Schlafmöglichkeit: Gite mit offenem Kamin, W-lan und, wichtig, warmer Dusche! ( Bus fiel , trotz Standheizung, bei den zu erhoffenden Temperaturen aus! )
  • Kultur und Shopping: Kein Stress! Paris ist um die Ecke und Bleau hat auch ´n Schloss. ( Unter uns: Paris stand nie auf meinem Plan – musste aber aufgeführt werden)
  • Temperatur: Schwierig bis sehr schwierig! ( Aber nur für die Planung mit Partner. Klettertechnisch war es traumhaft angesagt! )
  •  Gesprächsführung: Dies war nach den ganzen anderen Punkten, mit Abstand der Wichtigste. Denn was nutzt die ganze Vorbereitung, wenn man dann doch eine Absage kassiert. Zumal es trotz guter Vorbereitung einfach sehr schlecht zu leugnen ist, dass ein Kletterszene Ausflug nach Bleau nicht unbedingt ein reiner Kletterurlaub sein muss.

Wie ihr seht, stand da noch mächtig was zu bewältigen an! Hoch motiviert ging ich in das Gespräch und machte prompt auch gleich einen großen Fehler. Aber lest selbst….

Du, wir fahren über die Allerheiligenferien wieder nach Bleau!

Chefin: Wir?

Ja, Ese ein paar Freisinger und ich!

Chefin: Aha

Dieses – Aha – hat auch gleich mein Dabeisein in Frage gestellt. Somit war Taktik ändern angesagt.

Magst du mitfahren?

Chefin: Wann fahrt ihr?

Diese Vorgaukeln von Interesse, macht sie nur damit ich später keine Trümpfe mehr in der Hand habe! Gleich kommt sie mit den Standardfragen – Aber darauf bin ich vorbereitet!

Die erste Novemberwoche. Denn bei uns wird es dann schon saukalt und in Bleau ist es da noch deutlich wärmer.

Chefin: Und wo schlaft ihr?

Wir haben da ein super Haus mit offenem Kamin, 2 Bäder und 2-3 Bettzimmern.

Chefin: Was kann man da außer Klettern sonst noch so machen?

Hallo was ist das dann für eine Frage? Natürlich nichts!! Aber es war ja klar, dass so ne Frage kommt…

Paris ist so ne halbe Stunde weg, Fontainbleau hat ein kleines süßes Schloss und bei Melune gibt es ne mega Shoppingmall. Und die Landschaft ist auch super!

Chefin: Mhm.

Was soll das jetzt bedeuten?

Und wenn du doch Lust auf Klettern haben solltest, gibt es jede Menge schöner leichterer Boulder, wo das Absprunggelände aus feinstem Sand besteht.

Chefin: Mhm.

Schon wieder dieses Mhm….

Und die Barbara (stellen wir die Tage mal vor..) kommt auch mit und freut sich, wenn du mitkommst!

Chefin: OK! Ich schau das ich frei bekomm.

Was, hab ich da grad ein OK gehört? Ich musste noch nicht einmal auf Notlügen wie ; “Ah es wird so +20 Grad haben“ oder Ähnliches zurückgreifen. Juhu!!  Lag das jetzt aber an der Barbara, dass sie mitfährt oder weil sie mit mir in den Urlaub möchte? Egal, ich darf und sie kommt mit.

Am Tag der Abfahrt und somit 2 Monate nach dem besagtem Gespräch, musste ich noch einmal tief Ein- und Ausatmen. Nur gut, dass unsere Franken-Redaktion etwas ausserhalb von Erlangen liegt. Die Gefahr, dass mich jetzt jemand sieht, ist nicht so groß, denn es wäre zu peinlich. Ich musst mit einer großen Tüte Häkel- und Strickzeug sowie nem Rucksack voller Bücher zum Auto laufen. – Könnte ja sein dass es doch nicht so warm wird und das kulturelle Angebot nicht das hält, was ich versprochen hatte. Ich frage mich bis jetzt noch, wie sie das rausgefunden hatte!

Wie der Ausflug war und wer/was Barbara  ist, erfahrt ihr in den nächsten Tage…

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