Jakob Schuber und Kim Jain gewinnen in Belgien [Ergebnisse, Videos, Bericht]

Nach den exotischen Weltcups in China ging es nun wieder für die internationale Kletterelite an eine altbekannte Destination: Die lange und steile Außenwand von Puurs (BEL) war Anfang Oktober Schauplatz des fünften Lead-Weltcups der Saison. Nach Belgien waren diesmal auch eine ganze Reihe zusätzlicher DAV-Starter angereist, von denen einige entweder ihr Weltcup-Debut bei den Herren gaben oder erst wenige Starts verbuchen konnten. Die Vorstellungen in den Qualifikationsrouten waren dabei durch die Bank gut – nur Christoph Hanke (München-Oberland) verpasste bei seinem Weltcup-Debut als 31. die Halbfinalrunde der besten 26. Der Rest der DAVler durfte im Halbfinale aber noch einmal an die Wand. Und hier lief es dann ausgerechnet für den derzeit stärksten deutschen Weltcup-Kletterer gar nicht so, wie geplant: Thomas Tauporn (Schwäbisch-Gmünd) fiel einer unglücklich angebrachten Griffmarkierung zum Opfer – nur Platz 19 für ihn. Damit war leider sein erklärtes Projekt „Finaleinzug“ in Puurs geplatzt. Dafür holten aber die anderen deutschen Starter die Kohlen aus dem Feuer: David Firnenburg (Alpinclub Hannover) wurde bei seinem zweiten Weltcupstart 22., Markus Jung (Siegerland) holte sich mit Platz 16 nach langer internationaler Wettkampf-Abstinenz sein bislang bestes Weltcup-Ergebnis. Alexander Megos (Erlangen) setzte sogar noch einen drauf und kletterte auf Platz 14 – damit auch für ihn das beste Weltcup-Ergebnis bislang. Zu den Finalrängen fehlten aber auch Megos immer noch 10 Züge. Das Teamresultat der Dutschen war aber nichtsdestotrotz mehr als ordentlich – gerade die Weltcup-Neulinge haben nun hoffentlich Zuversicht und Motivation für weitere Einsätze tanken können.
Die Konkurrenz bei den Herren ging dann einmal mehr in dieser Saison an den scheinbar unschlagbaren Jakob Schubert (AUT), der sich damit den fünften Sieg im fünften Weltcup sicherte! Bereits im Halbfinale hatte der Österreicher seine Ambitionen deutlich gemacht, als er gleich 10 Züge weiter als der Zweitplatzierte geklettert war. Sachi Anma (JAP) landete auf Rang zwei vor Ramon Julian Puigblanque (ESP). Bei den Damen gelang Jain Kim (KOR) wie dem Herrensieger Schubert ebenfalls ein Durchmarsch über alle Runden: Von Qualifikation bis Finale war sie jeweils die Beste. Hinter ihr landete Weltmeisterin Angela Eiter (AUT) auf Platz zwei vor Mina Markovic (SLO).

Thomas Tauporn hat schon zum nächsten Weltcup in Boulder (USA) Gelegenheit, wieder ganz nach vorne zu klettern. Beim ersten Leadweltcup in den USA seit Jahrzehnten, hat der Schwäbisch-Gmünder gute Karten, das Finale zu erreichen. Und wenn das Gesetz der Serie diesmal zutrifft, dann sollte nach Platz vier in Changzhi (CHN) nun bei einem weiteren Finaleinzug das Podium drin sein…

 

Ergebnis Damen:

1 Kim Jain 1988 KOR
2 Eiter Angela 1986 AUT
3 Markovic Mina 1987 SLO
4 Röck Magdalena 1994 AUT
5 Noguchi Akiyo 1989 JPN
6 DiGiulian Sasha 1992 USA
7 Ernst Johanna 1992 AUT
8 Bacher Barbara 1982 AUT

10 Posch Katharina 1994 AUT

12 Schranz Christine 1988 AUT

18 DUFRAISSE Alizée 1987 FRA
19 Durif Charlotte 1990 FRA
20 Stotz Rebekka 1992 SUI
21 Eyer Alexandra 1981 SUI
22 Choong Katherine 1992 SUI
25 Sigrist Manuela 1992 SUI
26 Stütz Christina 1991 AUT

28 Schmid Christina 1989 SUI

33 Gmiter Janina 1990 POL

Ergebnis Männer:

1 Schubert Jakob 1990 AUT
2 AMMA Sachi 1989 JPN
3 Julian Puigblanque Ramón 1981 ESP
4 Romain Manuel 1988 FRA
5 Midtboe Magnus 1988 NOR
6 McColl Sean 1987 CAN
7 Verhoeven Jorg 1985 NED
8 Supper Gauthier 1990 FRA
9 Rudigier Max 1993 AUT

13 Lechner Mario 1991 AUT
14 Megos Alexander 1993 GER

16 Jung Markus 1987 GER

19 Tauporn Thomas 1991 GER

22 Firnenburg David 1995 GER
23 Timmermans Loîc 1995 BEL

28 Schellingerh. Elko 1991 NED

31 Hanke Christoph 1994 GER
32 De Boeck Jérôme 1986 BEL
33 Krakenberger Franz 1993 SUI

45 Binter Tomas 1992 CZE

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Text: Matthias Keller DAV, kletterszene.com Quelle: IFSC Video: You Tube Foto: IFSC & Heiko Wilhelm

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