Ice Climbing Trip nach British Columbia/Alberta [Urlaubsbericht]

Nicht dass wir jetzt Mitleid ernten möchten, aber da wir unsere Freizeit vorm PC verbringen, bleibt uns kaum noch Zeit, um für mehrere Wochen in den Urlaub zu fahren. Erst recht nicht um nach Canada zufliegen und dort Eisklettern. Unter uns gesagt, GOTT SEI DANK!!! – Denn Eisklettern, mag zwar nett sein, aber Nein Danke, dass können andere machen. Wie zum Beispiel Toni Leitinger und sein Kumpel Hannes.  Die hatten im März etwas länger Zeit und machten sich mit ihren Eisgeräten auf den Weg, Richtung Englischer-Kolonie.

Aber lest selbst, was die beiden so erlebt habe…

Am 17. März hieß es für mich und Hannes packen und ab nach Vancouver. 55 kg Ausrüstung pro Person, auch nicht schlecht. Mit im Gepäck toni-leitinger-eisklettern-2natürlich unsere Eisgeräte und Steigeisen.

Angekommen in Vancouver gilt es ein Auto zu mieten und die Reise in die Rockies anzutreten. Mit unserem „Pathfinder“ (der Name ist Programm) ging es nun über die weiten Straßen des Highway One Richtung Westen nach Lake Louise.

Nach ein paar Stopps und ersten Eindrücken der Kaffeekultur der Canadier (what the fuck?! das darf sich Kaffee nennen?) stoppten wir für ein paar Stunden Schlaf in Revelstoke. Revelstoke? da war doch was? Aja ein Skigebiet bekannt für super Powder. Kurzer Hand beschlossen wir einen Tag ins Revelstoke Mountain Resort skifahren zu gehn. Powder? naja war vielleicht einmal! Alles zerfahren da hat’s wohl schon lang keinen Neuschnee mehr gegeben. Also ab nach Lake Louise wo der erste Wasserfall auf uns wartete.
Lake Louise Falls: Ein schöner Wasserfall am Ende des Lake Louise mit super Blick auf das Chateau und ins Gebirge.

toni-leitinger-eisklettern-3Wasserfall abgehakt und weiter geht die Reise. Diesmal in den Canyon Marble Creek. Eine 60 Meter Säule in einem genialen Canyon, super Szenerie.
Es heißt für uns Meter spulen und den Tag perfekt auszunutzen. Tag vorbei, ab nach Banff.

Hier haben wir erstmals die Gelegenheit ein paar Eiskletterer zu treffen die uns Tipps geben wo es momentan die besten Verhältnisse gibt. Führerliteratur fürs reine Eis gibts nämlich nirgends mehr zu kaufen. SOLD OUT hören wir in jeder Buchhandlung und jedem Bergsportgeschäft.

Der nächste Tag bringt uns den „Professor Fall“ ein super Wasserfall in einem genialen Gebiet. Zählt unserer Meinung nach zu einem absoluten Muss in den Canadian Rockies. Superschöne Tour.
Ins Auge sticht uns aber immer wieder die geniale Trophy Wall ein Paar hundert Höhenmeter über uns. Schnell war klar morgen heißt es früh aufstehen. Recht hatten wir.

Knappe vier Stunden Zustieg hinauf zur Trophy/Terminator Wall. Doch was sehen wir eine zweite Seilschaft steigt gerade vor uns in „Sea of Vapors“ ein. Na super. Schnell über einen kurze Eisstufe hinauf zum Einstieg. Sprödes Eis erwartet uns, die Nächte sind doch noch super Kalt in den Rockies. Macht uns nichts, die Hohlhauen unserer Hu.gos beissen perfekt.

Am Nächsten Tag beschließen wir uns auf die Icefield Parkway Road zu begeben und uns hier neue Ziele zu suchen. toni-leitinger-eisklettern-4Weeping Wall kling doch super oder? Zwei Stunden Autofahrt von Banff Richtung Columbia Icefield in unser Quartier die Rampart Creek Lodge.

Zeitig in der Früh gehts ab zur Weeping Wall diesmal – 5 min Zustieg!!! perfekt. Die südlich ausgerichtete Wand zeigt sich in perfektem Zustand.
Hier verbringen wir einen weiteren super Eisklettertag mit perfektem Wetter und Eisverhältnissen.

Morgen bricht für uns der letzte Eisklettertag an bevor es zurück nach Vancouver geht. Hannes und Ich sind uns einig das noch ein Highlight zu diesem genialen Trip gehört und finden mit „Polar Circus“ den perfekten Wasserfall. Dieser 700 Meter Wasserfall gehört zu den bekanntesten und schönsten Eistouren dieser Welt. Dem können auch Hannes und ich nichts entgegensetzen als wir am Abend doch ein wenig erschöpft unser verdientes Bier am Pannenstreifen vor dem Wasserfall trinken.

Text: Toni Leitinger, kletterszene.com Fotos: Toni Leitinger &  Hannes

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