World Climbing Series Weltcup-Saison 2026 startet
27. April 2026 in News
- Wettkampf
Boulder-Events finden 2026 neben Keqiao in Bern (Schweiz), Alcobendas (Spanien), Prag (Tschechien) und in Innsbruck (Österreich) statt. Am Ende der Saison geht es dann zunächst nach Nagaoya (Japan), letzte Station ist schließlich Salt Lake City (USA) im Oktober. Die weltbesten Leadkletterer treffen sich nach Wujiang in Prag, Innsbruck, Chamonix (Frankreich), Koper (Slowenien), Nagaoya und final im Oktober nach 2025 erneut in Südamerika: dieses Mal in Santiago de Chile.
Ein so hohes Preisgeld wie nie zuvor
Die nächste Weltmeisterschaft geht erst wieder 2027 über die Bühne - und auch die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles spielt in diesem Jahr noch keine Rolle. Das bedeutet, dass sich die Athletinnen und Athleten ganz auf die Weltcups konzentrieren können. Und das ist in diesem Jahr umso interessanter, weil ein so hohes Preisgeld wie nie zuvor ausgelobt wurde:
World Climbing hat erst vor einigen Tagen bestätigt, dass die Saison 2026 mit einem Netto-Preisgeld von insgesamt 850 000 Euro für die insgesamt 13 Veranstaltungen der World Climbing Series das höchste Preisgeld in der Geschichte des Sports bieten wird. Der Bruttogesamtbetrag wird voraussichtlich eine Million Euro übersteigen, was World Climbing in einem Statement als „bedeutenden Meilenstein für die Organisation“ bezeichnet. Tatsächlich stellt die Erhöhung mehr als eine Verdoppelung des im Jahr 2024 ausgelobten Preisgeldes in Höhe von 374 400 Euro dar.
Eine enorm hohe Leistungsdichte
Zu den Topfavoriten zählen in diesem Jahr bei den Frauen ganz sicher sowohl beim Bouldern als beim Lead die „Queen“, die Slowenin Janja Garnbret. Auch Brooke Raboutou (USA) meldet sich nach einer Auszeit in der vergangenen Saison, als sie nur an wenigen Wettkämpfen teilnahm, zurück. Daneben ist die Britin Erin McNeice wieder am Start. Vergessen sollte man beim Bouldern aber beispielsweise auch nicht die Französin Oriane Bertone, Mao Nakamura, Melody Sekikawa und Miho Nonaka (alle Japan). Aus deutscher Sicht haben Anna Maria Apel und Lucia Dörffel wohl die größte Chance, vorne mitzumischen. Beim Lead zählen in diesem Jahr Laura Rogora (Italien), Chaeyun Seo (Korea) und Annie Sanders (USA) zu den großen Favoritinnen.
Spannend wird es auch bei den Herren, die Leistungsdichte dort ist enorm hoch, Favoriten gibt es viele: Beim Bouldern gehören aber sicher Sorato Anraku (Japan), Mejdi Schalck (Frankreich), Doyun Lee (Korea), Sohta Amagasa und Tomoa Narasaki (beide Japan) zu den Topfavoriten. Beim Lead der Japaner Satone Yoshida, der Spanier Alberto Ginés Lopéz, Doyun Lee, Sorato Anraku und der Engländer Toby Roberts. Vom Climbing Team Germany ist Yannick Flohé großer Favorit.
Speed 4-Format beim Weltcup in Krakau
Die Speed-Saison startet ebenfalls in Wujiang im Mai. Weitere Stationen sind dann Alcobendas, Krakau (Polen), Chamonix, Guiyang und Chongqing (beide China) und Santiago de Chile. In Krakau wird übrigens das erste Mal bei einem Weltcup das neue Speed 4-Format zu sehen sein, dabei sind vier Athleten beziehungsweise Athletinnen gleichzeitig am Start. Premiere feierte es bereits bei der WM 2025. Man kann gespannt sein, wie es dieses Jahr für Leander Carmanns vom Climbing Team Germany läuft. 2025 hatte er eine furiose Saison: er holte sich Silber bei der WM und Bronze beim Weltcup in Guiyang.
Last but not least noch ein Blick auf die Paraclimber und die Jugend. In dieser Saison finden vier Para-Weltcups statt. Los geht es In Salt Lake City, danach folgen Innsbruck und Laval (Frankreich) und letzte Station wird Ende Oktober Gunsan (Korea) sein. Für die Jugend ist das Saison-Highlight die WM im Juli, bereits zum dritten Mal findet sie im traditionsreichen Arco am Gardasee statt.