Vom Augsburger Frühlingsbouldern zu Fight Gravity – wie aus einer Idee eine All-in-One-Plattform für Kletter-Events wurde

„Papier und Stift sind 2025 weder zeitgemäß noch nachhaltig – genau hier setzt Fight Gravity an.“

Alles beginnt in den Sport-Sheds in Augsburg. Bei einer abendlichen Schraubersession entwickelt Felix gemeinsam mit Stephan Grimm eine Idee, die die lokale Szene verändern soll. Ein Event, das es so in Augsburg noch nie gegeben hat: von der Community für die Community – ein Wettkampf, der die Augsburger Boulder- und Kletterszene zusammenbringt, gleichzeitig jede Menge Spaß macht und vor allem Boulder für ALLE bietet.

So entsteht das Augsburger Frühlingsbouldern. Sechs Wochen, drei Hallen – BlocHütte, DAV Kletterzentrum und Sport-Sheds – und als Höhepunkt ein Finale mit weiteren 30 Bouldern beim LEW Kletterhallenfestival. In jeder Halle gibt es 30 Boulder, die alle Teilnehmer:innen in ihrem eigenen Tempo klettern können. Zusätzlich sorgt ein Stadtteilranking für besonderen regionalen Charakter und sofort für Begeisterung in der Szene. 

Doch schon damals wird deutlich: Für solche Events fehlt eine digitale Lösung, die den organisatorischen Aufwand reduziert.

Und dann kam Corona …

Alles war vorbereitet: Sponsoren standen bereit, Laufkarten lagen in den Hallen, die Social-Media-Werbung lief auf Hochtouren. Doch dann fällt der geplante Starttermin exakt auf den Tag des ersten Lockdowns. Im Nachhinein fast ein Glück: Das Event konnte um ein Jahr verschoben werden, ohne mitten im Chaos zu enden.

Monatelang liegen die bereits ausgeliehenen Griffe von Kletterkultur ungenutzt in den Hallen. Zum Glück entstehen keine zusätzlichen Kosten – auch dank des Entgegenkommens der Partner bei Kletterkultur. Ein Detail erweist sich als besonders hilfreich: Auf sämtlichen Prints steht nur das Datum ohne Jahr. Das gesamte Werbematerial kann also durch einen “Fehler” ein Jahr später wiederverwendet werden.

Und als es schließlich nachgeholt wird, ist das Frühlingsbouldern ein voller Erfolg: Über 400 Teilnehmer:innenbegeisterte Hallen und überwältigendes Feedback aus der Community. Viele sagen: „Endlich mal etwas Neues in Augsburg!“ Für einen Moment ist der Stress rund um Pandemie und Organisation vergessen.

Das eigentliche Problem: die Online-Auswertung

Von außen wirkt alles perfekt organisiert – doch hinter den Kulissen ist das Augsburger Frühlingsbouldern ein Kraftakt. Sponsoren müssen koordiniert, Partnerhallen eingebunden und Preise organisiert werden. Die größte Belastung aber ist die Online-Auswertung.

Denn in vielen Hallen läuft es noch immer so wie damals:

  • Teilnehmer:innen kaufen Papier-Laufkarten und tragen dort ihre Boulder ein (oft landen diese Karten am Abend verstreut und inhaberlos auf den Bouldermatten)
  • Zum Ende des Wettkampfs sammeln Mitarbeiter:innen alle Karten ein und zählen Punkte mühsam von Hand – fehleranfällig und extrem zeitintensiv.
  • Die Ergebnisse erscheinen spät, oft nur per Aushang und vor allem erst nach dem Event.

Genau diese Situation verschärft sich im Finale beim LEW-Kletterhallenfestival, das mit doppelter Wertung und 2.000 Zusatzpunkten arbeitet. Papier und Stift reichen schlicht nicht mehr aus. Sie machen die Auswertung unnötig kompliziert und erzeugen gerade dann den größten Stress, wenn die Halle ohnehin am meisten belastet ist. Und gedruckte Laufkarten? Im Jahr 2025 weder zeitgemäß noch nachhaltig.

Vom Papierchaos zum ersten digitalen Tool

Die einzige Lösung: ein eigenes Tool. Gemeinsam mit Christoph Gerl, einem befreundeten Entwickler, entsteht in langen Abendstunden der erste digitale Prototyp – der Grundstein für eine All-in-One-Plattform für Kletter-Events.

Der Aufwand ist riesig, doch er zahlt sich aus. Beim Augsburger Frühlingsbouldern wird erstmals ein Online-Live-Ranking genutzt:

  • Teilnehmer:innen tragen ihre Begehungen direkt online ein – Schluss mit Laufkarten aus Papier und manuellem Zählen.
  • Das Ranking ist jederzeit einsehbar – für alle transparent und aktuell.
  • Sponsoren werden digital sichtbar, erzielen eine größere Reichweite und sind leichter als Partner zu gewinnen.

Im Nachhinein eine riesige Arbeitserleichterung, die uns viel Stress und Zeitaufwand ersparte.

Der Aha-Moment

Doch es zeigt sich: Keine Halle besitzt eine Lösung, die das alles leisten kann. Bestehende Tools sind zu generisch, zu unflexibel oder schlicht zu teuer. 

Im Austausch mit den Hallen wird klar, dass sie alle dasselbe Problem haben: Die Online-Auswertung – ausgerechnet in der stressigsten Phase des Events. Dazu kommen unübersichtliche Excel-Listen, manuelle Anmeldungen und fehlende Eventdaten, die später ausgewertet werden könnten.

Das, was ursprünglich als Lösung für einen einzigen Wettkampf entwickelt wurde, erweist sich plötzlich als Antwort auf ein Problem, das jede Halle kennt. Ein Tool, das nicht nur Auswertung und Anmeldung erleichtert, sondern auch das Eventerlebnis für Teilnehmer:innen, Hallen und Sponsoren verbessert.

Drei Jahre später: Die All-in-One-Plattform für Kletter-Events

Heute, sechs Jahre nach dem Augsburger Frühlingsbouldern, ist aus der ersten Idee eine erprobte Plattform geworden. Felix, inzwischen selbstständiger Softwareentwickler, ist nach wie vor eng mit der Szene verbunden – unterwegs in Hallen, am Fels und im dauernden Austausch mit Veranstaltern und Kletterhallen.

Die Frage, die ihn seitdem begleitet: Was hätte uns damals wirklich geholfen?

Die Antwort: Eine All-in-One-Plattform für Kletter-Events, die:

  • alle Wettkampf- und Rankingformen abbilden kann,
  • Zeit bei der Einrichtung spart und die Auswertung automatisiert
  • und das Eventerlebnis für alle Beteiligten verbessert.

Genau das ist aus der ursprünglichen Lösung entstanden.

Fight Gravity – von der Szene, für die Szene

Was mit dem Augsburger Frühlingsbouldern begann und sich zum Hobbyprojekt weiterentwickelte, ist heute Fight Gravity – die All-in-One-Plattform für Kletter-Events.

Eine Plattform, die Hallen und Veranstaltern alles bietet, was die Eventorganisation früher kompliziert und aufwändig gemacht hat:

  • Flexibel für alle Formate – offene Runden, Finals, Schrauberwettkämpfe oder ganze Festivals
  • Anpassbare Wertung, Branding & Sponsorenverwaltung – weil jedes Event anders ist
  • Einfache Teilnehmer- & Wettkampforganisation – ohne Excel-Chaos und Papierkarten

Und das Beste: Heute lässt sich eine komplette Veranstaltung in nur zehn Minuten aufsetzen. Was früher Tage dauerte und Hallenteams unter Druck setzte, läuft jetzt automatisch – von der Anmeldung über die Live-Wertung bis zur sauberen Auswertung nach dem Event.

Die Zukunft von Kletterevents

Begonnen hat alles mit dem Augsburger Frühlingsbouldern. Es hat gezeigt, wie viel Potenzial zur Community-Bildung in Kletterevents steckt – und wie viele Hürden es gibt, wenn man alles manuell macht. Oft ist der Aufwand der Organisation da einfach zu hoch.

Fight Gravity löst als All-in-One-Plattform für Kletter-Events genau dieses Problem und minimiert den Aufwand. Durch den Einsatz bei vielen Spaßwettkämpfen und großen Events in ganz Deutschland, ist die Plattform erprobt, von der Community validiert und wird kontinuierlich von Kletterern weiterentwickelt – direkt aus der Szene für die Szene.

Und die Reise ist noch lange nicht zu Ende. 

Eigentlich stehen wir erst am Startgriff dieser Route. Aber wir sind motiviert für die nächsten Züge – und gespannt, wohin uns die Zukunft führt. Allez!

Planst du ein Event in deiner Halle?

Dann erspare dir den Stress mit Papier-Laufkarten, manueller Auswertung und chaotischen Excel-Listen – und nutze Fight Gravitydie All-in-One-Plattform für Kletter-Events.

Wer mehr erfahren möchte oder den direkten Austausch sucht, kann sich jederzeit mit dem Team von Fight Gravity vernetzen – ob online oder ganz persönlich bei einer Bouldersession in der Halle oder am Fels.

  • Credits Text Felix Rampf, kletterszene.com
  • Credits Fotos Fight Gravity
  • Beitragsdatum 25. August 2025