Paraclimberin Solenne Piret bouldert 7B in Bleau, Elias Iagnemma 8C und es gibt erneut Probleme in Cresciano


Drew Ruana wiederholt Jumping my way up Jumpman (8B+) in Boulder Canyon

Drew Ruana zieht mal wieder so ganz beiläufig einen 8B+ Boulder weg. Er habe sich, so sagt er selbst, nach der Schule davon geschlichen, um eine kurze Session einzulegen. Er ahnte wohl selber nicht, dass diese so erfolgreich sein würde. Ein Jahr hat er sich an dem Projekt Jumpman 8B+ schon die Zähne ausgebissen und das Hauptproblem des Blocks seien die schlechten Tritte, denn man mag es kaum glauben, auf nassem, schmiereigen Granit und münzgroßen Leisten steht es sich nicht so toll. Aber all das hat Drew an dem Tag nicht hindern können und zehn Minuten nach Start seiner Session springt der Gute sich ans Ziel von Jumpman 8B+

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Video-Link: https://youtu.be/GVT5L5aE-TQ

Solenne Piret klettert Onde du Choc (7B) in Bleau

Die Paraclimberin Solenne Piret konnte kürzlich den Bleau Klassiker Onde du Choc (7B) zu wiederholen. Die Französin wurde ohne rechten Unterarm geboren und begann als Kind mit dem Klettern. Nach einer zehnjährigen Pause fing sie 2017 wieder an und bewies mit den Paraclimbing-Weltmeistertiteln 2018 & 2019 gleich, das sie das klettern nicht verlernt hatte. Letztes Jahr legte Solenne Piret mit einer Begehung von La Faim du Tigre (7B) in Fontainebleau einen nach.

Im Gegensatz zu Onde du La Faim du Tigre, der durch die Steilheit eher die Körperspannung und Treffsicherheit bei den Griffen auf den Prüfstand stellt, ist Onde du Choc (7B) doch mehr ein klassischer Fontainebleau Boulder. Denn die Kante mit den für den Schwierigkeitsgrad typischen kleinen, runden Leisten und noch fieseren Slopern verlangt einiges an Fingerstrom von seinen WiederholenInnen ab.

Solenne Begehung zeigt einmal mehr, wie wichtig Hingabe und Entschlossenheit sind, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

„Rock climbing gives me a lot on a daily basis and I think the most important thing is the acceptance of my body. In climbing we cannot cheat, we cannot hide. There is no judgment, the holds and the rock do not judge“ explained Piret, adding „Climbing has also taught me the importance of believing in your dreams, of not giving up at the first difficulties you encounter.“

so Solenne Piret zu unseren italienischen Kollegen
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Video-Link: https://youtu.be/b91dgFcblnw?t=21

Elias Iagnemma: Ein Mann mit ordentlich Druck unter den Fingerkuppen

elias iagnemma

Dieser starke Italiener war bisher noch nicht auf unserem Radar erschienen, was uns sehr überrascht hat, doch es ist an der Zeit ihn euch vorzustellen. Der 25-jährige aus L’Aquila, der Hauptstadt der Abruzzen, 118 Kilometer nördlich von Rom, hat allein im letzten Herbst und Winter so viele harte Boulder weg gezogen, das wir euch das unmöglich vorenthalten können.

Im September letzten Jahres kletterte er Polso Meccanico (8B\ +), im November waren anscheinend die Low Gravity Days in Brione.

Denn dort hat Elias sich erst Vecchio Leone (8B) abgeholt, um dann am nächsten Tag zu zeigen wo der Hammer hängt und General Disarray (8B), Amber (8B) (im dritten Go) und Nike (8B) zu klettern.

Dann hat er sich mal ein paar Tage Pause gegönnt bevor er mit Casavino (8B+) weiter machte und sich zum krönenden Abschluss The Kingdom (8C) abholte. Sieben harte Boulder in gerade mal acht Tagen. In dem Mann steckt offensichtlich einiges an gebündelter Power, so viel steht fest.

Aber damit nicht genug. Ende November sicherte er sich noch die dritte Begehung von Tomba (8B+) im Val Bavone, die zuerst von Jimmy Webb und als zweites von Jonas Winter begangen wurde. Anfang Dezember rundete er das Jahr in Varazze noch mit Alphacentaury (8B) ab. Wir sind gespannt, was wir in 2021 von diesem Energiebündel noch zu hören bekommen.

Das Video überzeugt nicht mit seiner Qualität, ist aber mit 8B+ Bouldern gespickt und lohnt sich bei YouTube anzuschauen

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Video-Link: https://youtu.be/7BkMWq2Qm9A

Florian Riegler begeht Skinwalker (8a/+) Trad in Bozen

Es war Florians Bruder Martin, der die unscheinbare und von unten kaum sichtbare Wand entdeckte. Wenig später gingen die Rieglerbrothers gemeinsam hin und schauten sich die Wand näher an. Florian konnte es kaum glauben, was für eine beeindruckende Linie er direkt vor der Haustür hatte. Dass er diesen Riss unbedingt klettern muss, war da sofort klar.

So kam es, das er immer öfter an der Wand war und ein paar Klettertage für’s Ausbouldern der Züge und das richtige Legen der Cams investierte.

Da Florian an manchen Stellen mit seinen Fingern keine wirklich gute Griffe in der Hand hatte, war auch das Platzieren der kleinen Cams teilweise scary und auch nicht ganz so einfach.

Am 9. Januar war Florian Riegler erneut in seinem Projekt und dieses Mal hatte er Michele Caminati, der fast alle schweren Trad Routen Englands geklettert ist, wohl kaum einen besseren Seilpartner* für so eine Erstbegehungen im Gepäck. Es war verdammt kalt, die Sonne verschwand immer wieder hinter den Wolken und es wurde immer ungemütlicher.

Florian wollte es ein letztes Mal für diesen Tag versuchen. Denn mit Luigi war auch ein Kameramann dabei und der sollte zumindest ein paar gute Aufnahmen an diesem Tag bekommen. Und völlig unerwartet gelang ihm bei diesem Go die Erstbegehung von Skinwalker (8a/+).

I don’t know exactly. But it doesn’t matter, because as Michele says: „In this case, the route’s beauty is far more important than its difficulty.“ A Kingline, just a stone’s throw from hom

so Florian

*) Selbstverständlich gibt es noch Jacopo, aber der ist seit Wochen beim Freeriden.

Klatsch und Tratsch aus der Kletterszene

Ärger in Cresciano

Im einen der beliebtesten Bouldergebiete Europas, Cresciano im Tessin gab es wieder mal Ärger. Schon vor jähren stand das Gebiet wegen den Wildcamping Orgien im Steinbruch kurz vor der Schließung. Damals einigte sich die Boulderszene mit der Gemeinde auf ein Park- und Zufahrtsverbot. Dass, wie wir alle wissen, von den meisten nicht eingehalten wird. Nun kam mehr oder weniger das was absehbar war.

Laut Lacrux haben sich die Anwohner zwar weniger über das Parken sondern mehr über das Nichtbeachten der Corona-Auflagen beschwert, dennoch stand eine Gebietssperrung im Raum. Auch jetzt konnte man sich auf das Fahr- und Parkverbot einigen.

Bitte haltet euch daran und parkt im Dorf! Der Zustieg hält sich in Grenzen und ist nur halb so schlimm wie ihr glaubt.

Edelrid sucht dringend Mitarbeiter

Wie euch vielleicht schon aufgefallen ist, haben wir in den letzten Tagen vermehrt Stellenangebote aus dem Allgäu, besser gesagt aus Isny online gestellt. Denn trotz all den Umständen such Edelrid in allen Bereichen Mitarbeiter. Wenn euch euer Chef schon länger gegen den Strich geht oder / und ihr schon immer da Leben möchtet, wo andere Urlaub machen. Jetzt habt ihr die Chance!

  • Aushilfskraft/Jobber (Minimum 6 Wochen)
  • Key Account Manager D-A-CH (Vollzeit)
  • Industriemechaniker
  • Mitarbeiter für Datenpflege
  • Produkt Manager für die Arbeitssicherheit
  • Mitarbeiter Seilproduktion 
  • Mitarbeiter für EDELRID Academy  (in Voll- bzw. Teilzeit)
  • Mitarbeiter Buchhaltung (in Voll- oder Teilzeit)
  • alle weiteren Stellenausschreibungen findet ihr HIER

Livestream-Vortragsreihe: DAVbergschau

Die #DAVbergschau findet im Winter 2020/2021 ein bis zwei Mal pro Monat statt und ist im Netz frei verfügbar.

  • Mittwoch, 27. Januar Rock’n’Road mit Ines Papert und Caro North

Ihr Vortrag gehörte zu den spannendsten in Staffel 1 der #DAVbergschau – nun ist sie zurück: Ines Papert

Gemeinsam mit Profi-Kletterin Caro North war sie in diesem Sommer mit Bike und Kletterausrüstung in der Schweiz unterwegs.

Von ihren Abenteuern berichten die beiden Frauen in der nächsten #DAVbergschau! Über den Livechat könnt ihr natürlich wieder Fragen an die beiden Alpinistinnen stellen.

Nächsten Termine:

  • 17. Februar: Thomas Huber
  • 11. März: Fotograf Bernd Ritschel und DAV-Nachhaltigkeitsexpertin Julia Kaess: Alpengletscher – eine Hommage
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Video-Link: https://vimeo.com/502091075
  • Credits Text Kletterszene.com
  • Credits Fotos Arthur Delicque, Elias Iagnemma, Michael Maili | bigwallproductions.at., Ks.co Archiv, Edelrid, DAV
  • Beitragsdatum 24. Januar 2021