Ainhize Belar

Siurana: Ainhize Belar klettert Estado Crítico (9a)

Die baskische Kletterin Ainhize Belar hatte die Estado Crítico (9a) bereits im vergangenen Herbst während des Siurana Climbing Festivals erstmals probiert, scheiterte damals jedoch wiederholt an der anspruchsvollen Ausstiegsplatte. Bei ihrem jüngsten Aufenthalt in Siurana gelang ihr nun der Durchstieg überraschend schnell.

Damals bin ich an der letzten Platte mehrmals gestürzt, aber heute war es endlich so weit. Ich habe einen ersten Versuch unternommen, um mir die Züge wieder ins Gedächtnis zu rufen, und konnte die Route direkt im nächsten Versuch klettern. Es scheint, als würde sich das Training der letzten Monate auszahlen,

kommentierte Belar.

Estado Crítico wurde in den 1990er-Jahren von Stefan Glowacz entdeckt, jedoch aufgrund des für die damalige Zeit außergewöhnlich hohen Schwierigkeitsgrades zunächst nicht vollendet. Einige Jahre später griff Dani Andrada die Linie wieder auf, erschloss sie vollständig und richtete sie bis zum Umlenker ein. Die Erstbegehung gelang schließlich 2004 Ramon Julián, der die Route mit 8c+/9a bewertete. Nachdem ein Griff ausgebrochen war, setzte sich die Bewertung 9a durch. Spätestens seit Alex Megos’ Onsight-Begehung im Jahr 2013 ist die Route einem breiten Publikum in der Kletterszene bekannt.

Im Mai 2023 trat Belar mit der Begehung von Begi Puntuan (9a) in Etxauri dem begehrten 9a-Club bei. Seither fühlt sie sich zunehmend wohler in diesem Schwierigkeitsbereich und sammelt mit Routen wie Ainhize Celedón, Harroputza oder Iñi Ameriketan weitere Erfolge im elften Grad. Ihre Begehung von Estado Crítico (9a) ist die zweite weibliche Wiederholung der Route nach Alizée Dufraisse im April 2017.

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Video-Link: https://youtu.be/n2VzKwpL27I?si=Ic3jX3Z6lwtXBP5_
  • Credits Text kletterszene.com
  • Credits Fotos Ks.com Archiv
  • Beitragsdatum 18. März 2026