Return of the Sleepwalker – Zach Gallas zweite 9A innerhalb einer Woche
Nach seiner Begehung von Shaolin (9A) holt sich der 25-jährige Zach Galla mit Return of the Sleepwalker seine zweite 9A-Begehung.
Kaum im Club der 9A-Boulderer angekommen, schon steigt Zach Galla auf in den noch kleineren Kreis derer, die mehr als einen Boulder dieses Schwierigkeitsgrades knacken konnten. Mitglieder sind unter anderem Will Bosi und Aidan Roberts.
Bei seiner zweiten 9A-Begehung befand sich der 25-Jährige nicht nur physisch, sondern auch mental in Bestform.

Als ich Shaolin beendet hatte, fühlte es sich an, als wäre mir buchstäblich eine Last von den Schultern genommen worden. Mein Geist war endlich frei und all der Druck, den ich mir selbst auferlegt hatte, war verschwunden.
Nachdem er nun die vergangenen beiden Donnerstage mit dem Toppen von 9A-Problemen verbracht hat, wird es allerdings eng mit der lokalen Verfügbarkeit von Linien in dieser Preisklasse in der Region Red Rock (Nevada). Mit Shaolin (9A) und Return of the Sleepwalker (9A) hat er in Red Rock (Nevada) das bisherige Angebot an Bouldern auf absolutem Weltspitzenniveau abgegrast.

Zachs Begehung ist folglich die sechste und das Boulderproblem zusammen mit Shawn Raboutous Alphane das am häufigsten wiederholte im bisher höchsten, bestätigten Schwierigkeitsgrad dieser Disziplin.
Return of the Sleepwalker ist die Sitz-Start-Verlängerung der Jimmy Webb-Linie Sleepwalker (8C+) von 2019. Erstbegeher der längeren 9A-Variante war Daniel Woods, dem dieses Meisterstück im Jahr 2021 gelang und der damit den USA ihr erstes Boulderproblem dieser Schwierigkeit lieferte. Return of the Sleepwalker ist einer der meistwiederholten 9A-Boulder. Den Anfang machte Will Bosi 2024, der sie als „soft“ einstufte. Noah Wheeler folgte ebenfalls im Jahr 2024, Simon Lorenzi und Ryuichi Murai holten sich ihre Wiederholungen dieses Jahr und bestätigten die Bewertung des Erstbegehers.
Allerdings reflektiert Zach dazu ausführlich im Instagram-Post zu seiner Begehung. Die Boulder-Schwierigkeitsgrade am oberen Ende befänden sich derzeit in einer seltsamen Situation. Bis 8C+ gab es bisher für jeden Schwierigkeitsgrad zusätzlich verbreitet die Einstufung in „soft”, „solid” und „hart”. Für ihn fühle sich der Schwierigkeitsgrad 8C+ nicht sehr „tief“ an, da es anscheinend sehr wenige Routen am oberen Ende gebe. 8C+ „hart” und 9A „soft” unterscheiden sich nur minimal, und kleine Dinge wie Fingergröße oder Spannweite könnten das Klettergefühl stark beeinflussen.
Wenn ich „Return” und „Shaolin” mit den 8C+-Linien vergleiche, die ich geklettert bin, sind beide ein deutlicher Schritt nach oben, aber mit meiner derzeitigen Erfahrung auf diesem Niveau ist es schwer zu sagen, wo genau sie liegen. Es wird für mich interessant sein, zu sehen, wie sie sich im Vergleich zu den anderen vorgeschlagenen 9As schlagen, wenn ich die Gelegenheit habe, sie auszuprobieren.
Neben all den Zahlen betont Zach allerdings, dass die beiden Klettereien zwei der hochwertigsten und definitiv schwierigsten Boulder seien, die er bisher geklettert hat.
Video-Link: https://youtu.be/aIZGfb-i1N0?si=2iiZG6C2Mo11MkDG