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Rakchham Climbing Festival Wo der Himalaya auf die Boulder-Community trifft

14. April 2026  in News

Rakchham Climbing Festival: Wo der Himalaya auf die Boulder-Community trifft
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  • Bouldern

Es gibt diese Orte, die man nicht einfach nur besucht – man erlebt sie. Rakchham ist genau so ein Ort. Hoch oben im indischen Himalaya, eingebettet in die dramatische Kulisse des Kinnaur-Kailash-Massiv, liegt ein Bouldergebiet, das aktuell noch als Geheimtipp gehandelt wird.

Granitblöcke, soweit das Auge reicht. Linien, die scheinbar kein Ende nehmen. Und eine Landschaft, die selbst erfahrene Alpinisten kurz innehalten lässt. Rakchham ist kein durchgeplantes Bouldergebiet mit unzähligen Topos an jeder Ecke – es ist wild, ursprünglich und genau deshalb so reizvoll.

Ein Festival, das verbindet

Im Oktober 2025 wurde aus diesem abgelegenen Spot plötzlich ein internationaler Treffpunkt: Das erste Rakchham Climbing Festival brachte über 50 Kletter*innen aus 15 Nationen zusammen. Was nach einem kleinen Event klingt, fühlte sich für die Teilnehmenden eher wie ein großes Familientreffen an – nur eben auf 3.000 Metern Höhe.

Im Fokus stand dabei nicht die Performance am Fels, sondern vor allem das, was die Szene im Kern zusammenhält:

Leidenschaft, Freiheit und dieses schwer greifbare Gefühl von Gemeinschaft, das man sonst nur auf langen Trips oder an richtig guten Tagen draußen kennt.
Mit dabei: Barefoot Charles, der einmal mehr bewies, dass man auch ohne Schuhe ziemlich schwer klettern kann. Seine Sessions an den Blöcken sorgten nicht nur für offene Münder, sondern machten auch klar: Rakchham hat immer noch Potenzial für echte High-End-Projekte. Gerüchten zufolge wird er schon bald zurückkehren, um genau diese Linien fertigzustellen.

Mehr als nur Bouldern

Das Festivalprogramm ging weit über klassisches „Crashpad ausrollen und los geht’s“ hinaus. Workshops, Talks und jede Menge Austausch sorgten dafür, dass auch zwischen den Sessions am Fels keine Langeweile aufkam. Dazu kamen Highlines, die sich spektakulär durch die Berglandschaft spannten, und – nicht zu unterschätzen – richtig gutes Essen, das nach langen Tagen draußen doppelt so gut schmeckt.

Organisiert wurde das Ganze von Rakchham Mountaineering & Adventure Club rund um Johnny Negi, die mit viel Herzblut ein Event auf die Beine gestellt haben, das nicht nur die lokale Szene stärkt, sondern Rakchham endgültig auf die internationale Boulder-Landkarte katapultieren dürfte.

Ein Spot mit Zukunft

Was bleibt, ist der Eindruck eines Gebiets, das gerade erst entdeckt wird – und genau jetzt den perfekten Moment erwischt hat. Noch ursprünglich, noch wenig erschlossen, aber mit einer Energie, die man selten erlebt.

Rakchham ist kein Ort für schnelle Ticklists. Es ist ein Ort für Entdecker*innen. Für alle, die bereit sind, sich auf etwas Neues einzulassen. Und vielleicht genau deshalb einer der spannendsten Spots, die man aktuell auf dem Schirm haben kann.

Der Vibe von Rakchham

Dass sich das schon erwähnte "besondere" Gefühl nur schwer in Worte fassen lässt, zeigt der Film von Abhishek Tiwari, der das Festival begleitet hat.

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kletterszene.com
Foto
Ray Demski, Bernd Zangerl