Peter Ressmann – Eine Widmung auf ServusTV

Peter Ressmann war ein erfahrener Alpinist und Bergführer. Bei einer Routineübung verunglückt er 2010 tödlich. Das filmische Portrait zum 10. Todestag zeigt, wie sich Ressmann einerseits vom steirischen Buben zum Bergsteiger entwickelte und andererseits zu einem gradlinigen, wahrhaftigen und geerdeten Menschen heranwuchs. Bergpartner wie Axel Naglich erinnern sich an diesen einzigartigen Bergsteiger, der nicht nur für die längste Schiabfahrt vom Mount St. Elias bekannt und geschätzt wurde. „Resl“ ist für alle, die ihn gekannt haben, eine stille Legende.

„Ich lebe von den Bergen, durch die Berge, mit den Bergen.“ – Peter Ressmann

Peter Ressmann war ein erfahrener Alpinist und Bergführer. Bei einer Routineübung verunglückt er 2010 tödlich.

Ressmann verband Beruf und Berufung, Lebensunterhalt und Leidenschaft und ging extrem in die Berge. Er befuhr den 7500 Meter hohen Muztagh Ata in China mit Ski. Zwei Mal versuchte er, gemeinsam mit seinem Landsmann Axel Naglich, die Caroline-Wand am neuseeländischen Mount Cook (3754 m) herunterzufahren. Bis heute ist dies niemandem gelungen. 2006 bestieg Ressmann den 8047 Meter hohen Broad Peak, um von knapp 7500 Meter Höhe mit Ski abzufahren. Verstörend und irritierend für alle, dass es nicht einmal ein großer Berg war, sondern ein 15 Meter hoher Kletterfelsen neben einem Wasserfall, der das Leben von Peter Ressmann viel zu früh beendete. Es war ein Routinemanöver bei einer Abseilübung mit Gästen, das Peter Ressmann schon hunderte Male durchgeführt hatte. Nur durch eine kleine Unachtsamkeit hing der Selbstsicherungskarabiner in der falschen Schlaufe der Schlinge. 

Auf den Spuren wahrer innerer Ruhe


Die Trauer und Bestürzung in der alpinen Gemeinschaft waren groß. Nur selten gibt es Menschen in dieser von großer Konkurrenz geprägten Szene, die von ihren Zeitgenossen ausnahmslos respektiert und oft sogar gemocht werden. Peter Ressmann war so jemand. Bereits in früher Jugend begann er in der steirischen Heimat, mit seinem Vater in die Berge zu steigen. Die filmische Widmung geht dabei den Fragen nach, woher Ressmanns tiefe Leidenschaft für die Berge kam und warum diese ihm Orientierung gab. Eine Geschichte, wie er es schaffte, durch das Bergsteigen das emotionale Chaos zu glätten, das ihn in seinen Jugendjahren zu überwältigen drohte. Beim Klettern, Bergsteigen und Steilwandskifahren fand Ressmann die innere Ruhe, die von all seinen Weggefährten als Wesensmerkmal genannt wird. So sagt etwa Axel Naglich: „Ich glaube, mit Peter kann man einfach nicht streiten. Also ich schaffe das einfach nicht, den bringt einfach nichts aus der Ruhe. Wenn es aber darauf ankommt, sagt er klar seine Meinung. Mit Peter habe ich aber auch eine große Gaudi – er ist einfach ein feiner Typ.“

Einer, der sich selbst fand und sein Leben veränderte

Peter Ressmann war ein erfahrener Alpinist und Bergführer. Bei einer Routineübung verunglückt er 2010 tödlich.

Sich selbst bezeichnete Ressmann als „stilles Alphatier mit guten Beta-Eigenschaften“. Obwohl ihm seine 20-jährige Tätigkeit als Berg- und Skiführer natürliche Autorität und stets eine leitende Rolle verlieh, hatte der Alpinist kein Problem damit, sich in ein Team einzufügen. Seine kompletten Fähigkeiten als Bergsteiger und Teamplayer waren schließlich auch ein Garant für den Erfolg am Mount St. Elias (5489 m). Ressmann und Naglich gelang die erste Skiabfahrt von dem gigantischen Eisriesen, und damit die vermutlich längste, sicher aber eine der wildesten und gefährlichsten Abfahrten weltweit. Diese Unternehmung, festgehalten im mehrfach preisgekrönten Film „Mount St. Elias“, war eine der bergsteigerischen Höhepunkte in Ressmanns Leben. 


Bergwelten erzählt die Geschichte von einem, der auszog, sein Leben zu verändern. Der sich selbst fand und andere mitriss. Und der zu guter Letzt ein tragisches Schicksal erleiden musste.

  • Sendetermin: Bergwelten: Peter Ressmann – Eine Widmung am 25.05 ab 21:15 Uhr

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