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Götterwandl Pepa Šindel klettert seine erste 9b: Clash of the Titans

03. Juni 2026  in News

Pepa Šindel klettert seine erste 9b: Clash of the Titans
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Ein extrem erfolgreicher Trip selbst für Profi-Verhältnisse: Am Götterwandl kletterte der 18-jährige Tscheche Pepa Šindel seine erste 9b und punktete weitere schwere Routen.

Pepa Šindel ist zwar erst 18 Jahre alt, aber hat bereits mehr schwere Linien auf seiner Tickliste als so mancher ambitionierter Kletterer in einer ganzen Karriere zusammenträgt. Bei einem Besuch am Götterwandl nahe Innsbruck sorgte der junge Tscheche nochmal für Zuwachs in seiner ohnehin schon beeindruckenden Sammlung. Šindel punktete dort nicht nur seine erste 9b, Clash of the Titans, sondern auch Juturna (9a) und Fonax (8c+). Außerdem gelang ihm ein Flash von Zeris (8c).

Das Götterwandl ist ein magischer Ort, an dem ich viel Zeit verbringe. Bisher habe ich dort nur zwei Routen geschafft – das wollte ich dieses Mal ändern.
Pepa Šindel bei 8a.nu

Clash of the Titans: aufgewertet von Jakob Schubert höchstpersönlich

Pepa Šindel hat zwar schon 15 9as und zwei 9a+ geklettert, aber eine Route im nächsthöheren Grad fehlte dem 18-Jährigen bisher noch. Nachdem er am Götterwandl zunächst Jaturna (9a) gemeistert hatte, nahm Šindel sich die Linie Clash of the Titans (9b) vor. Beide Linien teilen sich den Einstieg, danach zweigt die 9b-Variante nach links ab.

Clash of the Titans wurde 2017 von Alex Megos als 9a+ erstbegangen. 2023 wiederholte Jakob Schubert als Erster die Route und vergab ein Upgrade auf 9b. Der Österreicher begründete seine Entscheidung nach längerem Überlegen: "Ich habe schon einige 9a+ und auch 9bs geklettert, aber keine davon hat mich so viel Kraft gekostet wie diese Route." Dass Schubert eine Route auf- statt abwertet, ist verhältnismäßig selten.

Dritte Begehung für altes Megos-Projekt

Auch Pepa Šindel musste ordentlich in Clash of the Titans investieren – fünf Trips über zwei Saisons hinweg. Schwierigkeiten bereitete dem Tschechen nicht nur die etwa 8B/+ schwere Boulder-Crux, sondern vor allem der letzte harte Zug aus einem Untergriff. Mehr als 50 Mal sei er dort oben abgeflogen, schreibt Šindel auf Instagram.

Wohl auch ein Grund, warum der 18-Jährige mit Schuberts Bewertungsvorschlag von 9b mitgeht. "Es ist auf jeden Fall die schwerste Route, die ich jemals geklettert bin, und ein großer Unterschied zu den 9a+ und 9as, die ich gemacht habe", urteilt Šindel. Vor der Boulder-Crux von Clash of the Titans (9b) gilt es außerdem eine 8b/+ schwere Routensequenz zu klettern, auf die eine schlechte Ruheposition folgt.

Endlich den Umlenker geklippt, nachdem ich mehr als 50 Mal am letzten schweren Zug gefallen bin. Diesen Moment vergesse ich nie.
Pepa Šindel bei Instagram

Šindels Wiederholung von Clash of the Titans (9b) ist erst die dritte Begehung der Linie überhaupt – nach denen von Megos und Schubert. Auf dem Weg zum Durchstieg kämpfte der 18-Jährige außerdem mit einer langwierigen Fingerverletzung. Die ging sogar soweit, dass Šindel zweieinhalb Monate Kletterpause einlegen musste, um sich von mehreren Stressfrakturen am Finger zu erholen.

Pepa Šindel: Hammer-Tickliste am Götterwandl

Neben seinem Hauptprojekt konnte Pepa Šindel am Götterwandl weitere schwere Routen abhaken: Neben Jaturna (9a) gelangen dem Tschechen auch einige schnelle Begehungen im schweren achten Franzosengrad.

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Julia Gürster f. kletterszene
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