Pro Climbing League

Neues Wettkampf-Format für die weltbesten Boulder*innen: Pro Climbing League

Mit der Pro Climbing League haben zwei Kletterer aus dem Vereinigten Königreich ein neues Wettkampf-Format für die weltweite Boulder-Elite ins Leben gerufen. Im Februar 2026 startet das Event zum ersten Mal in London – auch die beiden letzten Olympiasieger*innen Janja Garnbret und Toby Roberts treten an.

Neu: Athlet*innen treten gleichzeitig an

Der größte Unterschied der Pro Climbing League zum bekannten Format aus dem Boulder-Weltcup: Die Athlet*innen treten nicht nacheinander in den Bouldern gegeneinander an, sondern gleichzeitig – in identischen Boulderproblemen, die nebeneinander in der Wand hängen. Laut den Veranstaltern Danaan Markey und Charlie Boscoe soll es damit für Zuschauer*innen leichter sein, den Wettkampf mitzuverfolgen.

Indem die Athlet*innen nebeneinander in identischen Bouldern gegeneinander antreten, ist das neue Format schneller und besser nachzuvollziehen für das Publikum.

Danaan Markey & Charlie Boscoe, Gründer der Pro Climbing League

K.O.-System mit drei Runden

Janja Garnbret of Slovenia performs during the training in Trenta, Slovenia - Samo Vidic/Red Bull Content Pool

Bei der Pro Climbing League starten jeweils acht Frauen und Männer in drei Runden (Qualifikation, Halbfinale, Finale). Dabei greift ein K.O.-System, in dem pro Duell jeweils eine*r der beiden Starter*innen ausscheidet. Es gilt der jeweilige Highpoint im Boulder – toppen beide Athlet*innen, gilt der schnellere Top.

Für die jeweiligen Boulder gilt (anders als im Weltcup) eine Zeitbeschränkung von vier Minuten +. Das bedeutet, dass die Athlet*innen ihren letzten Versuch zu Ende bouldern dürfen, solange sie vor Ablauf der vier Minuten den Boulder gestartet haben.

Von den insgesamt 16 Starterplätzen der Herren und Damen sind derzeit bereits 14 vergeben – unter anderem an Janja Garnbret und Toby Roberts. Ein letzter Platz bei den Frauen und ein letzter Platz bei den Männern wird im Januar im Rahmen eines Qualifikationsevents in London vergeben.

Warum noch ein Wettkampffomat?

Die Pro Climbing League (PCL) ist ein Schritt in eine neue Richtung des Wettkampfboulderns – auch wenn das Duell-Format zumindest vom Lead-Wettkampf des Arco Rock Master bereits vielen bekannt sein dürfte. Die Gründer des neuen Formats wollen mit der PCL dafür sorgen, „dass Kletterwettkämpfe leicht zu verfolgen und mehr als nur ein Spektakel sind.“ Indem Athlet*innen zeitgleich gegeneinander antreten, soll eine bessere Vergleichbarkeit und höhere Spannung gewährleistet werden – sowie mehr Druck für die Starterinnen und Starter.

Start im Februar 2026

Der Startschuss für die Pro Climbing League fällt am 28. Februar 2026 in London. Red Bull TV organisiert die Übertragung des Events, das künftig – soviel verraten die Gründer bereits – als Wander-Format auch in anderen internationalen Großstädten stattfinden soll.

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Video-Link: https://youtu.be/epqNItR2dS4?si=CV4bdXPeJQuaDDYn

  • Credits Text Julia Gürster f.. kletterszene.com
  • Credits Fotos Pro Climbing League, Red Bull / Content Pool
  • Beitragsdatum 15. Dezember 2025