Nachhaltigkeit war das Thema auf der diesjährigen Outdoor Messe 2019

Unter dem Motto „There’s a perfect outdoor for everyone” fand Europas größte Outdoor-Fachmesse zum ersten Mal in München statt. Ein neues, offenes Hallenkonzept sowie ein umfangreiches Rahmenprogramm für das Fachpublikum sollten die Messe zu einer Erlebnisplattform für ein modernes Outdoor-Verständnis machen. Mit dem Climbing Hub gab es durchaus auch gute Ansätze. Wenn auch der grauenvolle Marketingbegriff Urban Outdoor in keiner Pressemeldung fehlte, Beton und Stahl ersetzen nur schwerlich die familiäre Atmosphäre, die die Outdoor Messe immer ausgemacht hat. Daher fiel uns die Umstellung nicht leicht. Denn auch wenn jetzt Outdoor Urban wird, für uns ist es immer noch out of the door und das bedeute Natur, frische Luft, Ruhe, Entspannung, Grün.

 

Unvermutete Ursache für Umweltbelastung durch Plastik

Einwegplastik ist die offensichtlichste Ursache für die Verschmutzung der Weltmeere durch Plastikmüll. Jedoch sind wir uns über den größten Übeltäter vielleicht gar nicht bewusst: unsere Kleidung. Über 35% der prognostizierten 1,5 Millionen Tonnen Mikroplastik, das sich in den Weltmeeren befindet, stammt von Synthetikkleidung. Noch besorgniserregender ist, dass das Mikroplastik aus unserer Kleidung so winzig ist, dass es mit dem bloßen Auge nicht erkennbar ist und als solches von Meereslebewesen aufgenommen wird. Spuren von Mikrofasern sind bereits in unserer Nahrungskette erkennbar.

 

Nachhaltigkeit:

Aus diesem Grund ist Nachhaltigkeit längst zu einem absoluten Muss für die gesamte Outdoor-Industrie geworden. Branchengrößen wie adidas Outdoor, Icebreaker oder Vaude aber auch kleinere Firmen wie Picture Organic Clothing, Pyua oder der Newcomer Palgero beweisen, dass recycelte Polyesterfasern ebenso wie natürliche Stoffe – beispielsweise Fasern aus Holz oder Braunalgen – echte Alternativen zu konventionellen Kunstfasern darstellen. Die Firma Grüezi Bag aus dem bayerischen präsentierte zum Beispiel einen neuen Schlafsack, den Biopod DownWool Ice Compostable, der innerhalb von 200 Tagen kompostierbar ist. Auch adidas mit seiner x Parley Kollektion, bei der Up-gecyclte Plastikabfälle von Stränden und Küstenregionen die Grundlage der Produkte sind.

 

 

Biopod DownWool Ice CompostAble – von GrüeziBag

Der erste kompostierbare Schlafsack, benötigt statt 400 Jahre nur noch 200 Tage um sich biologisch abzubauen. Ein Schlafsack, der in nur 200 Tagen kompostierbar ist und somit der Nachwelt nur gute Erde hinterlässt. Auch hier setzt Grüezi bag auf Wolle und Daune als Isolationsmaterial, die als Rohstoffe per se biologisch abbaubar sind. Der Schlafsack ist für eine lange Lebensdauer konzipiert, da die Materialien extrem robust sind. Außerdem kann man den Biopod DownWool Ice Compost-Able bei den Grüezi Bag Service-Partnern reparieren und nachfüllen lassen.

 

 

Alge trifft auf Merino Wolle – Palegro

Im Jahr 2016 wurde die neue Marke “Palgero“ gegründet. Zielsetzung war es, ein ausgesprochen innovatives Produkt auf den Markt zu bringen. Mit dem Ergebnis  wurde nun ein weltweit einmaliges, innovatives Outdoorprodukt geschaffen, das zu ca. 75% in Österreich und Deutschland zu einem sehr attraktiven Preis produziert wird. Hautpflegend, wohltuend, Minderung von Hautschäden und vorzeitiger Hautalterung – nein, wir schreiben hier nicht über eine Hautcreme, sondern über ein T-Shirt!

Durch die natürliche Hautfeuchtigkeit werden die Vitalstoffe der Alge freigesetzt und es kommt zu einem aktiven Austausch zwischen Faser und Haut. Diese nimmt die wertvollen Inhaltsstoffe auf und verbreitet ihre Wirkung in einem spürbaren Wohlgefühl.

  • Materialzusammensetzung: 97% SeaCell 3% Elasthan, Gewicht 160 g/m2

 

Edelrid und NewSeed – Eine nachhaltige Partnerschaft

Am 05. Juni 2019 geben Edelrid und das Upcycling- Unternehmen NewSeed ihre Zusammenarbeit bekannt. Ziel der Kooperation ist die umfangreiche Weiterverwertung der in der Edelrid Seilproduktion anfallenden Seilreste. Pro Jahr finden so zwölf Tonnen Polyamidabfall, die ansonsten im Recycling landen, einen neuen, sinnvollen Verwendungszweck. Beide Marken tragen dadurch aktiv zum Umweltschutz bei und sorgen dafür, dass der Klettersport ein Stück nachhaltiger wird. Trotz modernster Fertigungsverfahren fallen bei der Produktion von Kletterseilen immer auch Seilreste an, die im weiteren Produktionsprozess nicht weiterverarbeitet werden können. „Durch die Partnerschaft mit NewSeed haben wir jetzt eine weitere Möglichkeit diesen Polyamidabfall einer neuen Nutzung zuzuführen. Pro Jahr finden so zwölf Tonnen Polyamidabfall einen neuen, sinnvollen Verwendungszweck“, so Marzell Biggel, Produktionsleiter bei Edelrid.

 

 

Nachhaltiges Keramik für den Campingbus von Magu

Das Thema „Nachhaltigkeit“ wird auch bei Magu, dass Tun und Handeln immer stärker prägen. Mit der Natur-Design Linie von magu leisten Sie sich ein modernes Lifesyleprodukt. „Natur-Design“ ist ein innovatives Material überwiegend aus Bambusfasern, Getreidestärke und Holzfaser hergestellt. Dauerhaft wasserresistent robust und geschmacksneutral durch eine Verstärkung und Beschichtung aus Kunstharz.

Bambus ist ein schnell nachwachsender Rohstoff.
Lassen Sie sich von diesem ästhetischen und schönen Material in 8 natürlichen Farben faszinieren. Präsentieren Sie zu Hause Ökologie in Ihrer schönsten Form. Die Zusammensetzung sind ca. 70% Bambusfasern und Maisstärke und ca. 30% sind Melaminharze. Diese Harze werden benötigt, um die Naturstoffe zu binden und nachhaltig lebensmittelecht,  mehrwegfähig und spülmaschinen geeignet zu machen. Dies ist die Grundvoraussetzung, die auch ökologisch verantwortungsvolle Haushalte an uns stellen. Auch die Spülmaschineneignung stellt durch den verringerten Wasserbedarf eine wichtige nachhaltige Anforderung des umweltbewussten Marktes für uns dar. ”Natur Design” ist nicht für die Herdplatte, den Backofen und die Mikrowelle geeignet. Ebenfalls sind sie nicht unzerbrechlich, weil magu selbstverständlich keine Weichmacher(100% BPA frei!) in unseren Produkten verwenden

 

 

adidas Terrex X Parley Kollektion

Acht Millionen Tonnen Plastik werden jedes Jahr im Meer entsorgt. Wir möchten verhindern, dass dieses Problem noch schlimmer wird. Viele der Kunststoffe, die wir nutzen, landen im Meer. Die größten Herausforderungen sind aber häufig auch die größten Chancen. Deshalb ist adidas eine Partnerschaft mit Parley for the Oceans eingegangen, einem Netzwerk von Aktivisten, Markenherstellern, NGOs und Umweltexperten, das es sich zum Ziel gesetzt hat, unser Bewusstsein für die Schönheit und Fragilität der Meere zu stärken. Performance, die auch einem Zweck dient. Wir arbeiten mit Parley zusammen an der Umwandlung von Plastikmüll in hochfunktionale Sportbekleidung durch das Recycling von Kunststoffen, die an Stränden und Küsten gesammelt werden, um daraus neue Produkte herzustellen. Dadurch verhindern wir, dass diese Kunststoffe ins Meer gelangen. Wir machen also aus dem Problem eine Lösung.

 

 

Aus Müll wird Style – Swimwear aus Recycling-Faser – PrAna

Neben tadellosem Sitz, bestem Halt und aufregenden Designs überzeugt prAna Swimwear nun auch mit 100 % nachhaltigen Styles. In der Frühjahr / Sommer 2020-Kollektion verzichten die Kalifornier vollständig auf den Einsatz von virginem Polyester oder Nylon (aus Erdöl hergestellt). Statt dessen verwendet prAna in allen Styles ECONYL®.

ECONYL® ist ein Recycling-Nylon dessen Rohstoffe – Nylonabfälle wie Fischernetze, Stoffreste, alte Teppichböden oder Industriekunststoffe – aus den Deponien und Ozeanen der ganzen Welt stammen. Die Funktion von ECONYL® gleicht jener von virginemn Nylon-Fasern, es kann jedoch immer wieder recycelt und geformt werden. Diese Fasern sind also nicht nur ein echtes und sinnvolles Recycling von Abfällen, nach Angaben des Herstellers Aquafil verringern sich bei der Faserherstellung gegenüber virginem Nylon die Auswirkungen auf den Treibhauseffekt um rund 80 Prozent. Die Entscheidung für prAna Swimwear ist ab 2020 nicht nur eine Frage des Styles und der gewünschten Performance. Sie ist auch ein Schritt gegen die Umweltverschmutzung und reduziert den persönlichen CO2-Fußabdruck.

 

 

Picture Organic Clothing Wetsuits – Weg von fossilen Brennstoffen – mit EicoPrene

Natürlich darf die umweltfreundliche Surfrange für verantwortungsbewusste Abenteurer nicht fehlen.  Dafür hat Picture Organic Clothing eine komplette Palette an Wetsuits, Boardshorts und Springsuits designt.

EicoPrene ist ein Schaumstoff, der sich durch die gleichen technischen Eigenschaften und das gleiche Profil wie herkömmliches Neopren auszeichnet. Der Ursprung des Materials ist jedoch ganz und gar nicht konventionell. Während Neopren auf Erdöl basiert, wird EicoPrene aus einer Mischung aus Kalkstein und recycelten Reifen hergestellt. Das Material ist nicht mit fossilem Brennstoff verbunden, Neopren hingegen schon. Die Wetsuits von Picture Organic Clothing bestehen aus einem EicoPrene-Schaumstoff. Die Innen- und Außenseite wird aus recyceltem Polyamid oder recyceltem Polyester hergestellt. Das Futter sorgt für Wärme und trocknet schnell, während das Außengewebe die Wasserdichte der Wetsuits garantiert. Trotz aller grünen Bemühungen sind die Wetsuits mit den neuesten Technologien und fortschrittlichsten Features ausgestattet, sodass bei der Funktion keine Kompromisse eingegangen werden müssen. Ziel von Picture Organic Clothing ist es, die „alternativen“ Materialien in Zukunft noch intensiver zu nutzen, um eine umweltfreundlichere Zukunft für den Sport zu generieren. Die neue Wetsuit-Herrenkollektion besteht aus drei Serien:  Dome, Equation und Fluid. Alle Modelle wurden aus 80% EicoPrene, 10% recyceltem Polyester und 10% Polyamid hergestellt.  Das Modell Dome ist der wärmste von den drei Wetsuits und spendet maximalen Schutz. Die neue Wetsuit- Damenkollektion besteht hingegen aus zwei exklusiven Serien: Equation und Fluid. Diese ähneln den Herrenmodellen und bestehen ebenfalls aus 80% EicoPrene, 10% recyceltem Polyester und 10% Polyamid. Auch die neuen sommerlichen Springsuits von Picture Organic Clothing sind mit EicoPrene ausgestattet. Durch eine wasserbasierte Aqua- aTM-Klebelaminierung sind sie so grün wie möglich produziert und sehen zudem ziemlich sexy aus.

 

 

Modische Klettershirts aus ungefärbter Biobaumwolle von Edelrid

Bei der Auswahl der Stoffe für die kommende Textkollektion setzt Edelrid auf nachhaltige Naturmaterialien, die fair produziert werden. Neu in der Kollektion für 2020 ist das Angama T-Shirt für Damen und Herren. Beide Shirts werden aus ungefärbter Biobaumwolle hergestellt. Die komplette Produktionskette wird dabei von Organic Cotton Colors überwacht. Endkonsumenten erhalten ein T-shirt, das unter Einhaltung höchster Qualitätsstandards hergestellt wurde und frei ist von Chemikalien und Farbstoffen. Damit ist es für Personen mit sensibler Haut vorzüglich geeignet. Und sollte das T-shirt einmal das zeitliche segnen, ist der Stoff zu 100 % biologisch abbaubar und wird schlussendlich wieder ein Teil unseres Planeten. Biobaumwolle muss nicht zwangsläufig weiß sein. Die Angama T-Sirts von Edelrid sind der Beweis, dass T-Shirts aus ungefärbter Biobaumwolle durchaus modisch sein können.

 

 

Icebreaker Nature Dye: Farbe im Sinne der Natur

Die Kollektion für 2020 demonstriert unseren Fortschritt durch drei natürliche Innovationen, die den Status Quo in Frage stellen. Im Rahmen eines progressiven Fertigungsansatzes verhindern die neuen Technologien der Marke Abfall, Umweltverschmutzung und unnötigen Schaden für den Planeten, während sie ein Höchstmaß an Komfort und Performance ermöglichen. Eine der Innovationen ist nature dye, eine Textilkollektion, die mit natürlichen Pigmenten von erneuerbaren Pflanzen gefärbt wird. nature dye ist ein Beitrag zum Schutz der Wasserressourcen der Welt, da zum Färben der Kleidungsstücke 80% weniger Wasser verwendet wird als bei herkömmlichen synthetischen Färbeverfahren. Man braucht nur ein Glas Wasser, um ein nature dye T-Shirt zu färben. Unter Einsatz eines innovativen energiesparenden Kaltfärbeverfahrens wird die Farbe im Stoff durch natürliche schadstofffreie Fixiermittel gebunden. Ebenso wie bei der Herstellung der Nicht-nature-dye-Kleidung von Icebreaker wird das Abwasser in einem Kreislaufsystem aufgefangen und recycelt.

 

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