Mythos Streif – Die ultimative Mutprobe für jeden Ski-Rennläufer

Die Streif ist die ultimative Herausforderung für die Rennläufer im alpinen Ski-Weltcup. Was Wimbledon für den Tennissport, Monte Carlo für die Formel 1 und der Ironman Hawaii für den Triathlon ist, das ist die Abfahrt in Kitzbühel für den Skisport: Schauplatz sportlicher Spitzenleistung, Festival für zehntausende Fans, Bühne für die Prominenz und Zeugnis einer logistischen Meisterleistung.

 

 

Die Streif, ein vertikaler Eislaufplatz

Winter für Winter werden in Kitzbühel Legenden geboren. Die Streif – das ist das Highlight jeder Weltcupsaison und die ultimative Mutprobe für jeden Ski-Rennläufer zugleich. Selbst die Besten der Besten haben vor der Abfahrt in Kitzbühel mehr als nur Respekt. Das erklärt auch, warum ein Triumph auf der schwierigsten Abfahrt der Welt auf einer Stufe mit einem WM-Titel oder Olympiasieg steht. 50.000 begeisterte Zuschauer belegen den Stellenwert dieses einzigartigen Rennens. Fans, Sportler und VIPs sind vom Hahnekamm-Rennen gleichermaßen fasziniert. Doch was macht das Charisma der Streif eigentlich aus? In erster Linie die naturbelassene Strecke, ein vertikaler Eislaufplatz für Skifahrer, die mit Höchstgeschwindigkeiten von 140 km/h nahezu ungeschützt ins Tal rasen. 3,1 Kilometer beträgt die exakte Länge der Streck. Vom Start bis ins Ziel wird ein Höhenunterschied von 860 Meter überwunden – und das in knapp zwei Minuten.

 

Triumph und Tragödie liegen eng zusammen

Ein Sieg in Kitzbühel hebt den Sportler in den Olymp, doch die Streif hat auch schon so manchen gnadenlos ab geworfen. Große Siege und schmerzhafte Tragödien liegen hier eng zusammen. Der bisher letzte österreichische Sieger war Hannes Reichelt 2014. Fritz Strobl fuhr 1997 mit der schnellsten je gefahrenen Zeit zum Sieg – 1:51,58 Minuten. Der Streckenrekord des Kärntners hat bis heute Gültigkeit. Zum Vergleich: Beim ersten Rennen im Jahr 1906 betrug die Siegerzeit noch viereinhalb Minuten. Michael Walchhofer hält einen nicht minder spektakulären Rekord. Die 153 km/h des Salzburgers bei seiner Siegesfahrt 2006 sind bis heute die höchste je gemessene Geschwindigkeit auf der Streif. Stephan Eberharters Höllenritt zum Sieg im Jahr 2002 gilt als die beste und spektakulärste Fahrt aller Zeiten. Und da wären da noch Franz Klammer und Karl Schranz, die je viermal die Abfahrt in Kitzbühel gewinnen konnten. Nur einer war noch erfolgreicher: Der Schweizer Didier Cuche ist mit insgesamt fünf Triumphen der „Mister Streif“. Seinen letzten Sieg holte Cuche übrigens mit 37 Jahren, er ist damit auch der älteste Kitz-Sieger!

  • Bergwelten: Mythos Streif, am Mo., 21.01., ab 20:15 Uhr auf ServusTV

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