Michi Wohlleben wiederholt Prinzip Hoffnung (8b+) Simon Unger und Lasse von Freier bouldern 8B+ und der 8C Sendingtrain hält in Fontainebleau

Michi Wohlleben wiederholt Prinzip Hoffnung (8b+)

Aufmerksame Kletterszene Leser wissen, dass man sich bei dieser in der Überschrift erwähnten Route, von dem vermeintlich leichten Grad 8b+, nicht einlullen lassen sollte. Denn in dieser Line stecken keine Bohrhaken und bei der Wandneigung und diesem Schwierigkeitsgrad bleiben nicht gerade so viele und vor allem große Möglichkeiten übrig um Friends und Keile zur Absicherung zu legen. Am besten seht ihr das im Video von Babsi Zangerls Wiederholung. Michi Wohlleben gehört zu den talentierteren Allroundern, die die Deutsche Bergsportszene zu bieten hat. Mit 17 Jahren bestieg er bereits die Eiger Nordwand, stieg ein paar Jahre später mit Fritz Miller noch einmal in die Nordwand ein und benötigte dabei nur noch 5 Stunden und 10 Minuten, was die drittschnellste Zeit einer Seilschaft war. Die beiden Routen Odd Fellows (8c) und New Orleans Heavy Weight Division (8c) stehen nicht einfach so in seiner Tickliste . Und auch beim Mix- und Eisklettern hat er schon in den Graden M13 bzw. WI6 seine Eisgeräte im Einsatz. Seine Begehung der Beat Kammerlander Route Prinzip Hoffnung (8b+) ist also „nur“ ein weiteres Highlight in seiner doch noch jungen Kletterkarriere.

Was uns auch in Vorfreude stimmt, ist die Tatsache dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis Freeride Weltmeisterin Nadin Wallner die Route abholen wird. Ja eh, man soll nicht den Tag vor dem Abend loben, aber sie ist bei ihrem letzten Go nur zwei Meter unterm Umlenker abgeflogen… da kommt bestimmt bald eine erfreulichere Meldung. Wir drücken zumindest die Daumen.

 

Simon Unger und Lasse von Freier klettern Off the Wagon (8B+)

Den Namen Simon Unger kennt man wohl eher vom Wettkampf Geschehen, diesem hat Simon jetzt zumindest kurzfristig den Rücken zugewandt und sich mehr aufs Felsklettern bzw. Bouldern zu konzentrieren. Dabei ist der Bub auch recht erfolgreich. So konnte sich Simon nicht nur vor einigen Wochen den Tessiner Klassiker Dagger (8B) sau schnell abholen, nein er setzte vor ein paar Tagen gleich noch eine Schippe drauf. Denn bei besagtem Wochenendausflug bei welchem Simon mal so eben Dagger abhakte wurden auch gleich mal die Züge von Off the Wagon (8B+) ausgecheckt. Und das lief ganz gut. So gut, dass sogar ein gewisser Herr Webb sehr beeindruckt von Simons Flash Versuch war. Jimmy Webb ging dabei sogar davon aus, dass Simon den Boulder schon einige Sessions probiert hatte, da das Powerhouse einfach zu solide in dem Boulder aussah. Man munkelt, dass Jimmy z.B. den zweiten Zug recht dynamisch ausführen musste während Herr Unger die Leiste einfach gemütlich statisch herblockierte. Nur der erste Zug machte ein wenig Probleme, denn die Leiste perfekt zu erwischen, dass wollte Simon ganz knapp nicht gelingen. Doch manchmal ist knapp daneben auch vorbei und so blieb Simon der Durchstieg für dieses Wochenende leider noch verwehrt. Aber das Tessin rennt nicht weg und so konnte sich auch Off the Wagon (8B+) nicht gegen Simons Wiederkehren und seinem ordentlichen Anpressdruck wehren und steht nun in Simons Tickliste.

Simon meint dazu nur:

YES!!! Always have been dreaming of this problem after watching Chris Sharma trying it in the Dosage movie!! So happy with the ascent of „Off the Wagon“. Special thanks to the best crew who cheered me up

Wie ihr vielleicht schon in unserem Artikel zum Deutschen Jugendcup gelesen habt, konntet auch der 16 Jährige Lasse von Freier kurz vor dem Startschuss der Plastiksaison den Boulder Off the Wagon (8B+) klettern.

 

Dani Arnold eröffnet neue Eiskletterroute in Schöllenen

Normalerweise zieht es Dani Arnold in der kalten Jahreszeit nach Patogonien oder Alaska. In diesem Winter ist er aber direkt vor seiner Haustüre fündig geworden und hat an den westlichen Schöllenwänden sein Projekt Uristier (6 Seillängen; WI 6+/M8) vollendet.

Schon 2018 war Dani gemeinsam mit Martin Echser an der Wand aktiv. Musste aber feststellen, dass der Granit nur wenig Öffnungen und Risse für die Eisgeräte bereit hielt und so stoppten sie nach einer Seillänge ihr Vorhaben an der mächtigen Felswand oberhalb der Passstraße. Nur mit Normalhaken, Cams und der geringen Eisauflage war es 2018 für die Linie nicht ideal – Anfang 2019 waren die Eisverhältnisse aber deutlich besser.

Im Januar 2019 – diesmal mit einer Bohrmaschine und Bohrhaken im Gepäck – kehrte Dani Arnold zurück, um die angefangene Linie fertig zu stellen. Diesmal war der Felsstreifen mit einer deutlich dickeren Eisauflage als im Vorjahr bedeckt. Dani gelang mit wechselnden Kletterpartnern innerhalb von vier Tagen der Durchstieg. Dani Arnold bewertet seinen „Uristier“ mit WI 6+/ M8, sagte aber gleich dazu:

„Nur wenige Millimeter Eis machen den Unterschied aus: einfach oder unmöglich. Die Route ist nur etwas für erfahrene Spezialisten mit viel Geduld für den richtigen Moment. Dann aber wird sie zu einem einmaligen Abenteuer.“

 

9a’s soweit das Auge reicht

Es versteht sich ja fast von selbst, dass auch diese – also in der letzten Woche ein paar Routen im elften Grad wiederholt wurden. Wenn wir jetzt alle Wiederholungen mit ein paar kleinen Details zur Linie und Kletterer erwähnen, würden das sogar den Rahmen das Internets sprengen.  So viele Seiten hat Google dann doch nicht am Start. Aus diesem Grund, schnelldurchlauf

  • Marco Zanone wiederholt im Tessin die Dave Graham Route Coup de Grace (9a)
  • La Rambla (9a+) bekam durch Gonzalo Larrocha eine weitere Wiederholung aufgebrummt.
  • Enrico Lovato klettert in Nago bei Arco mit Sid Lives (9a) seine erste Routen in diesem Grad
  • Jonathan Siegrist wiederholt die XL Ausdauer Route Life Of Villains (9a+) von Joe Kinder und würde persönlich den Grad 9a dafür vorschlagen.

 

8C Sendingtrain in Fontainebleau

Délire Onirique assis (8C) wurde vor nicht all zu langer Zeit von Charles Albert erstbegangen und hat nun eine Wiederholung von Nico Pelorson*bekommen. Somit hat Nico mittlerweile mit The Big Island schon zwei 8C Boulder auf seiner Liste und die Bedingungen in Fontainebleau sehen aktuell ganz gut aus, vielleicht kommt da ja noch mehr. Nun zum Boulder, da etwas Erklärungsbedarf besteht. Denn die 8C Variante ist ein Sitzstart zu einer bestehenden 8A+ und beinhaltet eine Art Figure of Four Move der besonderen Art. Zudem wurde der Boulder in typischer Charles Manier natürlich barfuß erstbegangen. Nico hat für die Wiederholung jedoch zumindest einen Kletterschuh benutzt.

Ryohei Kameyama machte erst vor kurzem Schlagzeilen als er den 9A Boulder No Kpote Only in Fontainebleau wiederholte. Nun folgt mit La Révolutionnaire (8C+) ebenfalls in Bleau und ebenfalls von Charles Albert erstbegangen, die nächste schwere Begehung. Entweder sind diese ganzen Charles Boulder mit einem oder zwei Kletterschuhen wohl doch leichter als Barfuß oder die Conditions stimmen mal wieder. Ryohei hat uns verraten, dass er noch knapp eine Woche Zeit hat und da fällt ihm bestimmt noch was ein, was er klettern könnte. Und wenn nicht glauben wir, dass man selbst in Japan mit einem 8C+ und ehemaligen 9A zufrieden heimkehren kann. Fit scheint der junge Japaner ja zu sein, denn schon bei seinem letzten Bleau Urlaub kehrte er mit einer gewaltigen Tickliste in sein Heimatland zurück.

*) Hier findet ihr das Video von Nicos Begehung in unserer Mediathek

 

 

 

Lulu Deubzer benötig eure Hilfe für ihre Masterarbeit

Liebe Kletterin, lieber Kletterer,
in meiner Masterarbeit will ich das Verhältnis, das wir Kletterer*innen zur Umwelt haben genauer betrachten. Indem du dir ca. 15 Minuten für die Beantwortung dieses Fragebogens nimmst, hilfst du mir entscheidend dabei, dieses Thema wissenschaftlich und wertfrei behandeln zu können. Hierfür ist es wichtig, das ganze Meinungsspektrum innerhalb der Klettergemeinschaft einzufangen, weshalb jede ausgefüllte Umfrage sehr wertvoll ist.

Die Erkenntnisse sollen einen Beitrag dazu leisten, unsere vielfältigen Bedürfnisse und Einstellungen als Kletterinnen und Kletterer besser zu verstehen.

Verpasst nicht den Studio Bloc Masters 2019 Livestream

Am kommenden Wochenende heißt es wieder Ready to rumble, wenn die Studio Bloc Masters 2019 wieder einmal Weltcup Luft in Pfungstadt versprühen. All diejenigen die die zweimonatige Anmeldefrist verpasst haben, sollten sich zwar in den Allerwertesten beissen, aber nicht gleich verzweifeln. Denn die Studio Bloc Crew stellt auch dieses Jahr wieder einen Livestream auf die Beine, den wir selbstverständlich übertragen werden. Und all diejenigen, die der Meinung sind wir übertreiben mit der Weltcup Luft, die sollten sich folgenden Auszug aus der Meldeliste ansehen.

Livestream: 24.3.2019 Halbfinale ab 11:30Uhr und Finale ab 16:00 Uhr

Folgende Stars stehen auf der Meldeliste:

Jessica Pilz, Jeremy Bonder, Stasa Gejo, Yannick Flohe, Molly Thompson-Smith, Rustam Gelmanov, Chloé Caulier, Jan Hojer, Mina Markovic, Sean McColl ,  Jana Garnbret, Jakob Schubert, Natalie Bärtschi, Domen Škofic, Hannah Schubert, Takayuki Nakajima, Nikki van Bergen, Chon Jongwon, Alma Bestvater, Nils Favre, Katja Kadic, Takayuki Nakajima, Natalie Bärtschi ….

 

Früher zu viel geklettert „Kampfzone“

Beat Kammerlander meint selbst; „Ich bin früher viel zu viel geklettert und habe die Landschaft um mich herum gar nicht so entdeckt! Mittlerweile ist das anders.“  Wie das nun ist, das erzähle er euch im folgenden Video „Straight Edge Climbing“.

 

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