Max Räuber klettert Half-Life (8C), Matt Fulz und Michael Piccolruaz bouldern 8B+

Max Räuber klettert Half-Life (8C)

Von den beiden fränkischen Boulder Gordon (8B+) und Half-Life (8C) hatte Max Räuber schon in seinem ersten Frankenjahr gehört. Als er dann mit Riot Act (8B+) und Geisel Gottes (8B) seine ersten beiden schwereren Frankenboulder geklettert hatte, kam ihm im jugendlichen Leichtsinn die Idee sich vielleicht einmal an Gordon zu versuchen.

Max Raeuber klettert Half Life (8C)

Als ich Alex mal nach einer Wegbeschreibung zu Gordon (8B+) fragte, fing der nur an breit zu grinsen. Erklärte mir aber dann auch wo der Boulder sei. Als ich wegen dem Grinsen nachfragte meinte er nur, er hätte den Boulder auch einmal probiert und nicht hinbekommen. Auch andere erzählten mir von Geschichten wie die großen und noch lebenden Franken-Legenden sich vergeblich an diesem Boulder versuchten.

so Max ganz im Vertrauen

Davon war Max so eingeschüchtert, dass er den Boulder für lange Zeit bei Seite legte und doch nicht probierte. Eines Tage meldete sich dann überraschend Alex Megos und überredete ihn die Linie doch mal zu probieren. Damals hatte sich gerade Moritz Perwitzschky die erste Wiederholung von Gordon (8B+) geholt und siehe da, die Einzelzüge gingen direkt in der ersten Session. Somit war die Motivation bei Max hoch.

An dieser Stelle sollte ich aber auch erwähnen, dass Moritz mir sein Durchstiegs-Video zuspielte und ich so meine Beta erheblich verbessern konnte. Unter anderem machte Moritz mich auf einen Knieklemmer aufmerksam und auch sonst hatte ich mir eher kontraproduktive Lösung ausgebouldert.

meinte Max

Drei Sessions später konnte Max Räuber dann Gordon (8B+) klettern und der Block war trotz der Ausstehenden 8C für ihn erst einmal abgehakt. Denn die zwei doch sehr einschüchternden Argumente:

A) Alex Megos und die Anzahl der Versuche in Half Life und

B) Max fand, dass Gordon (8B+) schon recht schwer ist,

um die 8C-Version nicht zu versuchen, verblassten mit der Zeit und Half Life (8C) ließ ihn einfach nicht in Ruhe.

Doch wie das so mit dem Bouldern ist, der Fels ist geduldig und von Session zu Session gingen die Züge immer besser. Diese steile Kompressionskletterei ist absolut Max‘ Style und trug dazu bei, dass in der neunten Session die dritte Begehung des Felix Knaub Boulder eigentlich schon in der Tasche war. Wenn Max nicht wieder in alte Muster gefallen wäre…

Das selbe passierte ihm dann in der zehnten Session gleich noch einmal und das obwohl seine Freundin ihn ordentlich anfeuerte.

So hieß es für Tag elf zurück an die Startgriffe. Max hatte sich mittlerweile an die gepumpten Unterarme >> die unausweichlich am Ende des Boulders Hallo sagten << gewöhnt und konnte endlich seinen zweiten 8C-Boulder in die Tickliste schreiben.

Danke Auch an Benny und Tom die sich mein aufgedrehtes Gebabbel am Telefon anhören durften wenn ich mal wieder nervös war weil der letzte Go so vielversprechend war. Und an Tom natürlich auch für die Bilder.

wollte Max noch erwähnt haben.

Ks.com: Die Liste der Boulder bei denen Max am letzten Zug abgetropft ist… würde die Kapazität von Kletterszene sprengen. Da er aber auch alle irgendwann mal geklettert ist, muss man nicht noch groß Salz in diese Wunde streuen

Michael Piccolruaz klettert Nihilist Sit (8B+)

Was macht man nur als Profi-Kletterer, wenn man mehrere Wochen lang nicht mehr die Wohnung verlassen soll? Richtig, mal gescheit am Beastmaker ziehen was das Zeug hält. Das muss sich auch Michael Piccolruaz gedacht haben, als der Lockdown in seinem Hauptwohnsitz Innsbruck verkündet wurde. Kein Wunder also, dass Michael kurz nach der Aufhebung der Ausgangsbeschränkung gleich wieder an den Fels fuhr, um zu testen was denn so ein stumpfes Griffbrett-Training an Leistenstrom aufbaut. Und so ging es direkt an Nihilist, allerdings nicht für den 8A/+ Steh-Start sondern für den von Flo Schmalzl erstbegangenen Sitz-Start. Der verwandelt das Teil dann in ein Kraftausdauer-Test-Piece vom feinsten. Am Start geht es mit zwei schweren Zügen bei denen man mal ordentlich auf Leisten eindreschen muss, gleich richtig zur Sache. Im Anschluss kommt dann eine Feet-First Sektion mit samt Knieklemmer welcher dann in den Steh-Start linkt. Hier angekommen kommt es dann darauf an, ob man noch genug Körner zum verschießen hat. Denn auch hier muss man sich noch ordentlich festhalten können und Spannung beweisen. Als Michael dann endlich nach insgesamt vier harten Bouldertagen auf dem Block stand, war er überglücklich und Nihilist Sit (8B+) auf seiner Tickliste.

Matt Fulz wiederholt Midnight Express (8B+) und Everything Gneiss (8B+/C)

matt fultz bouldering everything gneiss (8B+/C)

Vier Jahre ist es her, dass Daniel Woods den Boulder Everything Gneiss (8B+/ C) erstbegehen konnte. Damals bewertete Daniel den Boulder mit soft 8B+. Doch obwohl der Boulder in Colorado steht und es somit genug Anwärter auf eine Wiederholung vorhanden waren blieb die Linie lange Zeit ohne Wiederholung. Bis vor Kurzem das Powerhouse Matt Fulz sich der Sache mal annahm. Allerdings musste Matt schnell feststellen, dass hier doch etwas mehr Arbeit in diesen Boulder investiert werden musste. Nach ein paar Sessions dachte Matt schon er müsste aufgrund von Knie-Problemen den Boulder aufgeben.

Kurz vor dem Aufgeben fand er allerdings noch eine alternative Lösung, welche das Knie entlastete und die Schwierigkeit nicht veränderte. Es scheint als ob Mr. Woods sich hier wohl mal wieder seines eigenen Stroms nicht bewusst war und der Boulder wohl doch nicht soft 8B+, sondern eher in die Richtung 8C tendiert. Da sich Mr. Fulz hier nicht so ganz sicher war und weil Grade ja auch recht subjektiv sind, entschied er sich dann für den Vorschlag 8B+/C.


Da Fulzi allgemein momentan recht gut im Saft steht nutzte dieser den Durchstiegs-Flow gleich aus und holte sich wenige Tage später auch noch eine Begehung von Midnight Express (8B+). Der Boulder ist einer der 8B+ Klassiker des Gebiets und zeichnet sich durch einen brutalen Untergriff-Zug mit Knieklemmer aus. Nur dass Matt besagten Knieklemmer einfach mal weg lies. Die Box um diesen zu legen war ihm wohl etwas zu eng. Ein weiterer Beweis, dass fehlende Beweglichkeit meist durch reine Gewalt ausgeglichen werden kann.

Messner, Habeler und Lama flattern als Schmetterlinge in den Alpen

Reinhold Messner kletterszene news

Der Schmetterlingsexperte Peter Huemer hat bei genetischen Analysen drei neue Arten von Nelken-Palpenfaltern entdeckt, die in den europäischen Alpen vorkommen. Er hat sie nach den Bergsteigern Reinhold Messner, Peter Habeler und David Lama benannt. So flattern nun „Caryocolum messneri“, „Caryocolum habeleri“ und „Caryocolum lamai“ in den Alpen, wie er im Fachjournal Alpine Entomology berichtet. …weiterlesen

Mit Briefmarke Athleten unterstützen

Sportbriefmarke Plus „Fit für den Sport“

Ob die Olympischen Spiele in Tokio nun 2021 stattfinden oder nicht, ist noch unklar. Sicher ist allerdings, dass Sportklettern Teil des olympischen Programms ist. Das Bundesministerium der Finanzen widmet deshalb die diesjährige Sportbriefmarke Plus „Fit für den Sport“ den drei neuen olympischen Sportarten Klettern, Skateboarden und Karate. Auf den Briefmarken sind stilisierte Motive der Sportarten abgebildet. Die Zusatzerlöse gehen an die Stiftung Deutsche Sporthilfe, die wiederum Kletterinnen und Kletterer fördert.

Save Bouldering

Draußen ist keine Boulderhalle

Mit der Sonne und den Lockerungen zieht es mehr Menschen in die Kletter- und Bouldergbiete denn je. Leider vergessen manche, dass sie nicht Zuhause sind und lassen gerne jede Form von Anstand und Respekt zur Natur in ihren vier Wänden zurück. Damit die Gebiete nicht wie schon in manchen Orten gesperrt werden, bitten wir Euch die einfachen Regeln zu befolgen.

PARKEN

Informiert Euch vorher, wo Ihr parken dürft. Parkt nicht wild, versperrt keine Straßen oder Wege. Wenn ein Parkplatz voll ist, nehmt einen anderen.

BÜRSTEN

Putzt den Fels von Chalkspuren und Tickmarks wieder sauber. Nehmt nur Bürsten mit Naturborsten, keine Kunststoff- und niemals Metallbürsten.

FEUER

Kein offenes Feuer im Wald machen, Waldbrände haben schon so manches Gebiet auf Jahre hinaus zerstört. Vorsicht auch mit Glas und Sonnenschein.

SCHEISSEN

Wer muss, der muss. Geht abseits in eine ruhige Ecke, hebt ein ausreichend großes Loch aus, trefft es und deckt alles wieder hinreichend mit Erde zu.

ZIGARETTEN

Wer rauchen will, soll auch seine Zigarettenstummel wieder mitnehmen. Nehmt einen kleinen Ascher mit und seid vorsichtig mit Glut und Asche.

MUSIK

Belasst Eure Musik in Euren Kopfhörern. Keine Ghettoblaster am Fels, den anderen Boulderern und den angestammten Waldbewohnern zuliebe.

WEGE

Benutzt angelegte Wege und Pfade und zertrampelt nicht die Vegetation. Keine Abkürzungen, auch wenn sie noch so verlockend sind.

CHALK

Passt Eure Chalknutzung den örtlichen Gegebenheiten an, haltet Euch an Verbote und putzt den Fels nach Eurem Go. Im Zweifel nehmt Liquid.

REGEN

Manche Felsarten werden nach Regen weich, Griffe und Tritte können ausbrechen. Informiert Euch und wartet bis es ausreichend trocken ist.

SCHUHE

Nehmt ein Handtuch/Fußabstreifer mit und reinigt Eure Schuhsohlen. Sand und Dreck an den Sohlen polieren die Tritte bis zur Unkenntlichkeit.

MÜLL

Einen Müllsack mitzunehmen ist keine große Anstrengung. Nehmt den eigenen Müll mit nach Hause und den von anderen am besten auch.

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