Margo Hayes klettert 9a+, Anna Stöhr 8c, Taylor McNeill und Ryohei Kameyama bouldern wieder 8C

Ups she did it again, Margo Hayes und Papichulo (9a+)

Da wurde es schon fast still um die junge Amerikanerin, welche das Niveau der Frauen, was Sportklettern angeht, auf ein neues Level gebracht hat. Nein, wir reden weder von Sasha DiGiulian noch von Angy Eiter. Es geht um Margo Heyes, denn sie konnte nun mit Papichulo (9a+) ihre dritte 9a+ klettern (La Rambla (9a+) & Biographie (9a+)) Allerdings wissen wir jetzt nicht so genau ob wir eher über die Begehung, die Route und ihren Schlüsselstellen, oder über die Liebesgeständnisse zweier Kletterer die an Margos Begehung beteiligt waren, schreiben sollen.

Wieso Liebesgeständnisse!? Naja, wenn man sowohl Margo als auch Alex Megos in den sozialen Netzwerken aufmerksam folgt, dann geht einem das Herz auf. Zuerst der Post von Alex in welchem er seinen Stolz für Margos Leistung plus die Begehung ausdrückt und sich im Anschluss dafür bedankt, was für ein toller Mensch Margo doch sei und wieviel fürs Leben er von ihr gelernt hat. Kurz darauf folgte dann der Post von Margo in welchem sie noch vor der Begehung davon schwärmt wie schön es wäre, wieder in Spanien zu sein, besonders wenn man einen so wunderbaren Menschen mit dabei haben darf. So sieht wohl wahre und frische Liebe aus, wenn die 9a+ Begehung nur noch zur Nebensache wird.

So ganz ohne auf die Routen einzugehen, können wir das Kapitel aber auch nicht abschließen. Die Route wurde, wie soll es auch anders sein, von Hausmeister Chris Sharma im Jahre 2008 Erstbegangen und gehört mit 45 Meter überhängendem Gelände zu den typisch spanischen Ausdauerhämmern. Der No Hand Rest, der nach ein paar Klettermetern die Möglichkeit gibt, das Laktat aus dem Unterarm zu schütteln, ist der letzte Punkt um sich auf die letzten anstehenden schweren Klettermeter vorzubereiten. Die eigentliche Crux ist ein Dead Point Schnapper kurz vor dem Umlenker und es wäre schon ärgerlich, wenn man nach 42 Metern noch einmal den Rückflug antreten müsste.

 

Anna Stöhr klettert 8c

Anna Stöhr ist nach ihrem Rücktritt immer öfters mit Seil und Gurt am Fels gesichtet worden. Vor ein paar Wochen schrieb sie dann auf Instagram, dass sie zum ersten Mal nicht an ihren Rücken dachte und endlich wieder unbeschwert und frei klettern konnten. Kürzlich konnte sie die Genesung mit einer Wiederholung von Riflessi (8c) in Monte Colt  feiern

 

Rauchi wiederholt Klem Loskot Boulder Nanuk (8B+)

In Berchtesgaden ist der Boulder (zumindest in der Kletterszene) eine Legende, außerhalb des gelobten Landes dürfte das Teil allerdings so gut wie keiner kennen. Der Boulder um den es geht, hört auf den Namen Nanuk (8B+) und wurde von der lebenden Kletterlegende Klem Loskot erstbegangen. Es ist aber eben nicht nur irgend ein 8B+ Boulder. Nee, die Erstbegehung ist so lange her, da war an 9A Boulder nach gar nicht zu denken, selbst 8C war noch weit weg!! Denn der Boulder war, um genau zu sein, der zweite 8B+ Boulder der Welt. Der Fakt, dass Berchtesgaden nur den zweiten 8B+ Boulder der Welt beherbergt und nicht den ersten dürfte so manchen Local wurmen. Aber, dass lassen sich die Berchtesgadener Kletterer natürlich nicht anmerken, stattdessen wird natürlich darüber philosophiert, wie schwer das Loskot Problem sein muss, da es bis jetzt ja nur eine Wiederholung gab. Zumindest bis vor kurzem noch, denn nun hat der Boulder eine zweite Wiederholung bekommen. Warum es das Powerhouse Christof Rauch ausgerechnet nach Berchtesgaden verschlagen hat wissen wir nicht. Aber, dass der Bub wenn er dann mal auftaucht eine Spur der Verwüstung hinterlässt und alles wegknipst was nicht bei drei auf den Bäumen ist war uns schon fast klar. Sobald der junge Rauchi ins Auto steigt zittern die ganzen Boulder im achten Fontainebleau Grad wahrscheinlich schon. Zumindest in Europa, denn sobald der Bub ins Flugzeug steigt scheint sich das Blatt ja dann zu wenden. Mal schauen wann er diesen Fluch loswerden kann. Momentan hat er ja anscheinend noch genug vor Ort zu tun, aber wie lange wird das noch so bleiben wenn er weiter so durch jedes Bouldergebiet holzt, das nicht länger als 8 Stunden Autofahrt entfernt ist. Jetzt freut der junge Österreicher sich jedenfalls erst einmal darüber, eine solch historische Linie geklettert zu haben.

 

Taylor McNeill im 8C Modus in den in Red Rocks.

In den Red Rocks geht die Saison langsam aber sicher dem Ende entgegen. Deshalb freut sich der junge Ami, Taylor McNeill umso mehr, dass er sich bevor es zu warm wird noch eine Wiederholung von Squoze (8C) abholen konnte. Der Boulder wurde von Mr. Sandbagging* höchst persönlich aka Jimmy Webb als 8B+ erstbegangen. Allerdings war sich ein gewisser Daniel Woods ziemlich sicher, dass Mr. Webb seine Kraft einmal mehr nicht so ganz einschätzen konnte, besonders da dieser Boulder auch noch zu 110% Jimmys Style entspricht. Und somit wertete Woods die Linie eben auf. Jimmy soll’s recht sein und McNeil meint dazu nur, dass er das Ganze eh nicht einschätzen könne, lehnt sich nach der Begehung zurück und nimmt den 8C Grad dankend an. So kann man es auch machen. Zu dem Boulder meint McNeil außerdem noch, es gäbe in dem Boulder einen so krassen Zug, dass ihm der Daumen vom Leisten pressen taub geworden ist. Wenn es Spaß macht, warum nicht!!

*) Tiefstapler

 

Ryohei Kameyama Délire Onirique (assis) (8C)

In den letzten Shortnews schrieben wir schon über den jungen Japaner Ryohei Kameyama, dass er gerade Fontainebleau und seine 8C Boulder unsicher macht. Wir hatten die Shortnews mit der Anmerkung, dass der Bub ja noch ne Woche Zeit hat und da bestimmt noch der ein oder andere schwere Boulder fallen würde, abgeschlossen. Zum Glück hat uns Ryohei nicht enttäuscht und legte mit einer Begehung von Délire Onirique (assis) (8C) nach.

Wir sind minimal verwirrt wie Ryohei sich auf einen solchen Fontainebleau Trip vorbereitet hat, denn das Training des japanischen Power Houses scheint recht simpel zu sein: Campus-Board und davon, ganz viel. Uns fällt da noch jemand ein, der diese Holzleisten ziemlich gern hat und in Fontainebleau recht fit ist: Jan Hojer! Somit fragen wir uns schon ob dieses ganze „Fontainebleau da lernst du stehen, da ist es technisch anspruchsvoll“ in Wahrheit nur eine Ausrede für einen zu kleinen Biceps ist.

 

Jacopo Larcher befreit sein Trad – Projekt

2006 war Jacopo Larcher das erste Mal im Klettergarten von Caderese und sah beim Zustieg die noch jungfräuliche imposante Kante. Da Jacopo gerade von einem seiner ersten Trad-Erfahrungen zurück kam und angefixt war, stand für ihn recht schnell fest, dass da keine Bohrhaken als Sicherungspunkte gesetzt werden. Der Respekt vor dem Trad-Klettern waren trotz Motivation noch etwas zu groß und die Züge der Route zu schwer, um die Linie im Schnelldurchgang abzuhaken. Es vergingen ganze drei Jahre, die Jacopo mit Erfahrungsammeln in allen Bereichen des Vertikalensports verbrachte, bis er wieder ernsthafter sein Projekt versuchte. Seine Hartnäckigkeit sollte sich auszahlen. Denn nach 49 Tagen ausbouldern gelangen ihm dann auch noch die letzten beiden fehlenden Züge und es war nur noch eine Frage der Zeit, bis der Durchstieg gefeiert werden konnte. Dass es schon der 50. Tag werden sollte, das hätten wohl keiner gedacht. Einen Bewertungsvorschlag hat Jacopo noch nicht rausgehauen, manch ein Kollege schrieb aber schon von einem Grad 8c+, wenn nicht sogar 9a. Die Zeit wird’s uns schon zeigen und eine beachtenswerte Leistung ist es so oder so!

Jacopo meint dazu nur …

Now the big question is the grade. Everybody is asking me about it and it seems to be the most important thing about the climb, but for me it is not. I’ve never invested so much time in a route before and I believe it’s the hardest I’ve done so far, but I don’t want to reduce it to a number. It wouldn’t make any sense to me. It seems like nowadays grades are the most important things in climbing and everything else gets forgotten…but at the end of the day, what we will remember is the experience, not a number…“

 

 

Deutscher Alpenverein und Kletterszene.com arbeiten auch 2019 zusammen

Nach dem erfolgreichen Premierenjahr 2018 setzen das online-Magazin kletterszene.com und der Deutsche Alpenverein ihre Kooperation auch 2019 fort: kletterszene.com berichtet zeitnah von den sechs Deutschen Jugendcups und den zehn European Youth Cups (bei Finalteilnahme eines Athleten / einer Athletin des DAV) der Saison 2019, während der DAV sowohl Bildmaterial als auch Ansprechpersonen vor Ort stellt.

„Wir sind sehr froh, einen Partner zu haben, der besonders viele sportkletterinteressierte User erreicht – und ihnen die Nachwuchswettkämpfe näher bringen kann“, so Thomas Bucher, Pressesprecher des DAV. Auch Gerhard Falk von kletterszene.com freut sich über die Fortführung der Kooperation:

„Gerade Jugendwettkämpfe werden medial immer noch zu wenig beachtet. Dabei zeigen hier bereits die nächsten Top-Kletterer, was sie können. Wir freuen uns, dass wir auch in diesem Jahr wieder nah dran sein können.“

Rebekka Stotz gibt ihren Rücktritt bekannt

Vergangenes Wochenende zog Rebekka Stotz beim Studio Bloc Masters zum letzten Mal das rote Wettkampfshirt der Nationalmannschaft an und sorgte mit dem 15. Schlussrang für das beste Schweizer Resultat. Nach 11 Jahren im SAC Swiss Climbing Team hat sich Rebekka dazu entschieden, künftig auf internationale Wettkämpfe zu verzichten. Der amtierenden Vize-Schweizermeisterin im Bouldern fiel die Entscheidung, sich vom internationalen Wettkampfsport zu verabschieden, nicht leicht. 2008 bestritt die heute 26-Jährige ihre erste Saison im Schweizer Team. Während ihrer Karriere belegte Stotz im Weltcup 14 Mal einen Platz in den Top 20. 2014 wurde sie an den Weltmeisterschaften im spanischen Gijon 13. im Lead und zog im selben Jahr beim Heim-Weltcup in Grindelwald ins Boulder-Finale ein.

Ihr Rücktritt aus der Nationalmannschaft bedeutet aber nicht, dass Rebekka Stotz dem Sportklettern vollständig den Rücken kehren wird. Denn dafür liebt sie diesen Sport viel zu sehr. Ihre Projekte konzentrieren sich künftig auf das Klettern draussen am Fels und auch an nationalen Wettkämpfen werden wir Rebekka sicher ab und zu als Teilnehmerin antreffen. Für ihre Zukunft wünschen wir der angehenden Sportphysiotherapeutin alles Gute!

 

RED CHILI Urban Test & Feel Tour

Die RED CHILI Urban Tour ist eine Test & Feel Tour durch die angesagtesten Kletterhallen Europas. Für dich die einmalige Gelegenheit, die neusten RED CHILI-Modelle direkt und vor Ort zu testen. Egal ob du erstmals ins Klettern reinschnuppern möchtest und dir noch die richtigen Schuhe fehlen oder du schon an den härtesten Moves projektierst – bei jedem Event steht dir unser Expertenteam mit Rat und Tat zur Seite.Bei jedem dieser Events verlosen wir unter allen teilnehmenden Testern ein Paar brandneue RED CHILI-Kletterschuhe.

Tourdaten 2019 

  • Nordwandhalle | Dienstag, 26. März 16 Uhr
  • Boulder Base Bremen | Mittwoch, 27. März 16 Uhr
  • Escaladrome Blockwerk Hannover | Donnerstag, 28. März 16 Uhr
  • Kletterarena | Montag, 1. April 16 Uhr
  • Roccadion | Dienstag, 2. April 16 Uhr
  • B12 Boulderzentrum DAV Tübingen | Mittwoch, 3. April 16 Uhr
  • The Rock Kletterhalle – The Rock Boulderhalle | Donnerstag, 4. April 16 Uhr
  • BoulderKitchen Freiburg | Freitag, 5. April 16 Uhr
  • LöBlöc Grenzach Weyhlen | Samstag, 6. April 16 Uhr
  • Boulderhalle Boulderhaus Heidelberg | Sonntag, 7. April 16 Uhr
  • Boulderhalle Boulderhaus Darmstadt | Montag, 8. April 16 Uhr
  • Eifelbloc Trier | Dienstag, 9. April 16 Uhr
  • Boulderwelt Frankfurt | Mittwoch, 10. April 16 Uhr
  • Sächsischer Bergsteigerbund | Dienstag, 7. Mai 16 Uhr
  • Kletterturm Leipzig | Mittwoch, 8. Mai 16 Uhr
  • Kletterzentrum rocks | Donnerstag, 9. Mai 16 Uhr
  • Magic Mountain Kletterhalle | Mittwoch, 15. Mai 16 Uhr

 

Legendary day

Vor ein paar Tagen trafen sich die Kletterlegenden Yuji Hirayama, Gerhard Hörhager und Kilian Fischhuber in Japan und verbrachten ein paar gemeinsame Tage am Fels und Plastik.

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