Laura Rogora wiederholt die 9a-Platte „Niobe“ in Arco
Die 24-jährige Italienerin hat mit Niobe (9a) ihre bisher härteste Plattenbegehung erklettert. Damit hat sie 42 Routen über 9a auf ihrer Tickliste abgehakt. Ein Dutzend davon waren ihr alleine im vergangenen Jahr gelungen.
Meine 42. Route über 9a… aber meine allererste Platte über 7a
Mit ihrem Durchstieg schließt sich Laura Rogora dem Erstbegeher Adam Ondra und den Wiederholern Gianluca Vighetti und Ale Zeni als Vierte in Sachen „Revival des Plattenkletterns“ an.
Auch in dieser Spielart gibt es dank des tschechischen Multitalents nun im 9. Grad was für die Fels-Elite zu tun.
Gestern Morgen wusste ich ehrlich gesagt nicht, was mich bei einer Platte dieses Niveaus erwarten würde. Etwas zu versuchen, das sich von meinem üblichen Stil unterschied, war beängstigend und aufregend zugleich. Mich auf neuem Terrain auszuprobieren, meinen Füßen zu vertrauen, ruhig zu bleiben und beim vierten Versuch den Umlenker zu clippen, war eine riesige Befriedigung.
Neben ihrer 9a-Sammlung gelangen Laura Rogora im Jahr 2025 darüber hinaus sieben Routen im Schwierigkeitsgrad 8c und 8c+ onsight, womit sie mehr Begehungen im ersten Versuch und ohne jemanden darin klettern gesehen, oder sie ausgebouldert zu haben in diesen Schwierigkeitsgraden vorzuweisen hat als alle anderen Kletterinnen und Kletterer.
Auch auf der Wettkampfbühne lieferte sie im Vorjahr ab und gewann in der Disziplin Lead den European Cup in Campitello di Fassa und holte sich zweimal Silber sowie einmal Bronze bei World Cups.
Mehr über die Entdeckung und die weitere Geschichte der von Adam Ondra befreiten Platte sowie Hintergründe zur Namensgebung und mehr zum Plattenklettern findet ihr hier im Artikel zu Ale Zenis Begehung.
Video-Link: https://youtu.be/fnkPyHx92_E?si=2PT6XNFbE2s5ylss