Laura Rogora klettert als erste Italienerin 9a, Magnus Mitdboe und Daniel Woods 9a+ in Spanien

Was war das für ein spannendes Finale der HardMoves in der Wuppertaler Schwimmoper! Da entscheidet sich doch tatsächlich am letzten Boulder, am letzten Zug im letzten Versuch das Event und die Eidgenossen aus Winterthur können das Ding für sich entscheiden. Dazu schreiben wir aber sicher noch ein paar Zeilen mehr.

Heute geht’s erstmal um die Shortnews. Nachdem wir beiden die letzten Tage irgendwie zu nix gekommen sind, wird’s mal wieder Zeit dafür.

Erste Italienerin, die 9a klettert

Laura Rogora in Grande Gesti (c) Lorenzo RussoDie 14-jährige Laura Rogora konnte am 28. Februar 2016 als erste Italienerin eine 9a klettern. Sie wiederholte Gianluca Denieles Grandi Gesti (9a) in der Grotta dell’Arenauta in der Nähe von Sperlonga. Das pittoreske Städtchen liegt zwischen Rom und Neapel. Grandi Gesti ist eine Kombination aus den drei Routen Super Daytona (8a+), Piccoli Gesti (8b+) und Invidia (8b). Laura hat etwa 20 Versuche bei dieser ziemlich steilen Kletterei durch das Höhlendach gebraucht, aber die Höhle ist ihr bestens vertraut, so konnte sie dort auch mit 13 Jahren ihre erste 8c (Ciccio Formaggio) klettern, später dann Il Corvo (8c) in Ferentillo. Interessanterweise hat sie den Grad 8b+ und 8c+ in ihrer Tickliste ausgelassen, vielleicht mag sie einfach keine Zwischengrade und wir können noch ein bisserl auf ihre erste 9b warten (hier noch ein Interview mit ihr)…

Jede Menge Wiederholungen in Spanien

Daniel Woods, der sich ja oft durch schwere Boulderbegehungen hervortut, konnte mal wieder seine Laktattoleranz senken und ein paar Ausdauerknaller in Margelef und Oliana wiederholen. So konnte er kürzlich seine vierte 9a+ klettern. Zu Papichulo (9a+) meint er: 50 Meter, wenige Rastpunkte, perfekter Fels und eine gruslige Ausstiegsplatte, da ist alles drin. Hm, na gut… Hört sich für meine Begriffe eher semi an, aber dann gab’s von ihm ja noch die Wiederholung von Víctimas Pérez (9a) in Margalef einen Tag zuvor. Und wer hätte es gedacht… auch eine Ausdauerroute.

magnus-midtboe-analogicaUnd ebenfalls seine vierte 9a+ konnte sich Magnus Midtboe abholen. Der junge Norweger kletterte in Santa Linya durch die Höhle die Route Seleccio Anal (9a+). Einen kleinen Videoausschnitt seht ihr, wenn ihr auf das Bild klickt. Und da sieht man auch, warum das eine 9a+ ist. Obwohl der Erstbegeher Ramon Julian Puigblanque zu seiner Kreation, die aus „Seleccion natural“ und „Analogica“ besteht, einst meinte: „eine leichte 9a+.“ Wir finden es schaut schon ziemlich zaaach aus.

Und bereits im Januar konnte Jakob Schubert mit La Planta de Shiva seine zweite 9b (nach Fight or Flight) klettern. Damals meinte er dazu:

„Nach dem größten Kampf meines Lebens konnte ich endlich den Umlenker dieser Wahnsinns-Linie in Villanueva del Rosario klippen. Ich bin super glücklich und stolz, dass ich diese eine Route geklettert habe, meine schwerste bisher…“

Jetzt gibt es dazu ein feines, sehenswertes Video von Elias…

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