KVÖ-Aufgebot vor Saisonauftakt beim IFSC Lead Worldcup

Am Freitag, den 6. Juli, fällt für Österreichs Kletterasse in Villars in der Schweiz der Startschuss zum sieben Stationen umfassenden Vorstieg-Weltcup 2018. Außerdem findet der vierte Speed Weltcup der Saison statt. Exakt 2 Monate vor Beginn der Kletter-Weltmeisterschaften in Innsbruck (06.-16. September 2018) werden die Karten im Vorstieg zum ersten Mal auf den Tisch gelegt. Insgesamt sind 300 AthletInnen (161 im Vorstieg, 139 im Speed) am Start. Für Spannung ist beim ersten internationalen Vergleich für Jakob Schubert, Jessica Pilz und ihren TeamkollegInnen jedenfalls gesorgt!

Im an den Genfer See grenzenden schweizerischen Kanton Waadt befindet sich der Kurort Villars. Auf 1300 Metern Höhe messen sich dort am kommenden Freitag und Samstag die besten Lead- und Speed-Kletterer der Welt. Besonders im Fokus stehen die Lead-Kletterer, weil sie in Villars ihren Weltcup-Auftakt 2018 feiern. Jakob Schubert, Jessica Pilz, Max Rudigier, Magdalena Röck und Hannah Schubert haben bei der KVÖ-Pressekonferenz zum Saisonauftakt über ihre Vorbereitung und ihre Ziele für die WM-Saison gesprochen.

Jakob Schubert bestreitet alle Vorstieg-Weltcups bis zur Heim-WM.

Jakob Schubert hatte den Saisonauftakt im Vorstieg letztes Jahr zu Gunsten einer besseren Vorbereitung auf die Boulder-EM ausfallen gelassen, dieses Mal bestreitet er alle Vorstieg-Bewerbe vor der Heim-WM im September: „Ich habe es immer so gehandhabt, vor einem Großereignis viele Weltcups zu bestreiten. Die Starter sind bei Weltcups und Weltmeisterschaften fast die gleichen und ich werde sehen, wo ich stehe. Danach habe ich noch einen Monat Zeit, an möglichen Schwächen zu arbeiten um perfekt auf die WM vorbereitet zu sein“, so Schubert bei der KVÖ-Pressekonferenz. Er erwartet, dass die Favoriten sich in Villars keine Blöße geben werden: „Letztes Jahr gab es viele Überraschungen in Villars, weil einige Boulderspezialisten vorne dabei waren. Es kommen sicher wieder viele Bouldergriffe zum Einsatz – trotzdem ist das Feld heuer stärker und ich erwarte mir, dass die bekannten Namen vorne dabei sein werden!“

Max Rudigier will an starke Saison 2017 anknüpfen

Schuberts Teamkollege Max Rudigier hat letztes Jahr mit zwei Finaleinzügen gezeigt, dass er mit der Weltspitze mithalten kann. In Arco gelang es ihm als drittem Österreicher auf ein Weltcup-Podest im Vorstieg zu klettern: „2017 war für mich eine Erfolgsgeschichte, aber es gab in der ersten Saisonhälfte 2017 auch viele Enttäuschungen. Ich bin gut vorbereitet und topmotiviert, das heuer besser hinzukriegen. Ich erwarte eine konstantere Saison, mein Ziel sind Podestplätze. Der Finaleinzug bei der Heim-WM wäre ein Traum“, gab sich der Salzburger zuversichtlich für die anstehenden Aufgaben. Ebenfalls am Start sind Georg Parma und Florian Klingler. Letzterer haterst vor Kurzem mit dem Vorstieg-Training begonnen und bestreitet seinen ersten Weltcup in dieser Disziplin.

KVÖ-Damen-Aufgebot vollzählig und zuversichtlich

Im Gegensatz zu letztem Jahr hielt sich der Verletzungsteufel bei den Vorstieg-Damen zurück. Das komplette Nationalteam ist in Villars am Start. Jessica Pilz hat in den letzten zwei Jahren nur ein Mal den Finaleinzug verpasst, wartet aber noch auf ihren ersten Weltcup-Sieg.

„Ich habe eine sehr gute Vorbereitung gehabt und hatte durch die Boulder Weltcups schon eine gute Maximalkraft, bevor die spezielle Vorbereitung losging. Das hilft im Lead, weil der Stil der Routen in diese Richtung geht. Von Topform würde ich im Moment noch nicht sprechen, aber das Highlight steht ja erst im September an, wenn die WM in Innsbruck stattfindet. Darauf liegt mein Fokus!“, so die aktuelle Staatsmeisterin.

Magdalena Röck, die 2016 und 2017 von Verletzungen geplagt war, hat heuer bei der ÖSTM vor knapp zwei Wochen gezeigt, dass sie wieder in Form ist: „Ich hatte wieder eine schwierige Vorbereitung, weil mich eine Sehnenscheidenentzündung in der rechten Hand plagte. Ich konnte nur im letzten Monat richtig trainieren und war überrascht, dass es bei der Staatsmeisterschaft schon so gut geklappt hat. Ich mache mir keinen Druck und lasse mich von den Weltcups überraschen“, erklärte die Tirolerin. Hannah Schubert, die letztes Jahr zwei Finalteilnahmen verbuchen konnte, blickte zufrieden auf die Vorbereitung zurück:

„Das Training war wirklich gut! Der Stil vom Training hat sich geändert. Ich finde, dass es in eine gute Richtung gegangen ist. Ich habe die Vorbereitung auf jeden Fall sehr genossen und habe das Gefühl, im Vergleich zu letztem Jahr nochmal zugelegt zu haben. Das Training hat mir viel Selbstvertrauen gegeben und ich hoffe, die Form bei den Weltcups zeigen zu können.“

Ebenfalls am Start sind Vizestaatsmeisterin Christine Schranz, die eine einjährige Verletzungspause hinter sich hat, sowie Julia Fiser und Katharina Posch.

Im Speed-Aufgebot sind Spezialisten und Kombinierer vertreten

Die Speed-SpezialistInnen Lukas Knapp, Matthias Erber, Nina Lach und Alexandra Elmer werden in Villars ebenfalls am Start sein. Mit Jessica Pilz und Jakob Schubert sind auch zwei KombiniererInnen im Speed gemeldet. Matthias Erber gelang es bei der ÖSTM, einen neuen Österreichischen Rekord aufzustellen, den Knapp auf dem Weg zu seinem Staatsmeistertitel egalisierte. Für die Spezialisten ist das Ziel, in die Runde der letzten 16 einzuziehen, Pilz und Schubert werden im Hinblick auf die Kombination bei der Heim-WM wichtige Wettkampferfahrung sammeln.

Roman Krajnik und Heiko Wilhelm sind mit der Vorbereitung zufrieden

KVÖ-Nationaltrainer Roman Krajnik sagte bei der Pressekonferenz: „Die Vorbereitungen waren intensiv, wie hatten viele Individual- und Team-Einheiten. Alle sind gesund, das macht mich sehr glücklich! Alle sind gut vorbereitet und wir haben alle hohe Erwartungen. Ich habe in den letzten zwei Wochen viele internationale AthletInnen im Kletterzentrum Innsbruck beobachten können und habe gesehen, dass wir bereit sind!“

KVÖ-Sportdirektor Heiko Wilhelm zog ebenfalls ein positives Fazit: „Die Vorbereitungszeit der Vorstieg-Spezialisten zieht sich jedes Jahr bis in den Juli hinein, dementsprechend heiß sind die AthletInnen. Die positive Atmosphäre im Training in den letzten Wochen ist ein guter Indikator für eine gelungene Vorbereitung. Das Ziel ist, dort anzuschließen, wo wir in der letzten Saison aufgehört haben. Der Weltcup-Auftakt ist besonders in einer WM-Saison immer eine spannende Angelegenheit!“

Zeitplan des IFSC Climbing Weltcup in Villars

Fr. 06.07.

  • 09:00 – 16:00 MEZ: Vorstieg Qualifikation Damen und Herren
  • 17:00 – 19:00 MEZ: Speed Qualifikation Damen und Herren
  • 21:00 – 22:00 MEZ: Speed Finale Damen und Herren (Live -Stream)

Sa. 07.07.

  • 10:00-12:30 MEZ: Vorstieg Halbfinale Damen und Herren (Live -Stream)
  • 20:00 MEZ: Vorstieg Finale Herren (Live -Stream)
  • 21:00 MEZ: Vorstieg Finale Damen ((Live -Stream)

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