[Kochel] Kletter- und Boulderführer

Inhalt und Aufmachung

Wer hätte das gedacht, in dem Kletterführer geht es um das Gebiet um Kochel. Und Kochel ist ja berühmt berüchtigt für seine knackigen Routen, die Autoren haben sich allerdings in dieser zweiten Auflage (2005) bemüht auch einige „Anfängerfelsen“ zu verwurschteln. Nichts desto trotz sollte man um ein bißchen Spaß zu haben schon einen 7er (UIAA) draufhaben, sonst wird es schnell langweilig.

Inhaltlich gibt es einen Routen- und einen Boulderteil, letzterer ist noch mit DWS Problemen (deep water soloing) angereichert. Die Topos sind handgezeichnet aber sehr verständlich und passen zu dem ruppig-lustigen Ton, den dieses Buch wirklich einzigartig macht.

Dazwischen gibt es noch Anekdoten zu den Kocheler G’schichten von Sepp Gschwendtner und Stefan Glowacz und die Tourenbeschreibung sind einfach zum wegschmeißen (im Sinne von Lachen). Hier einige Auszüge:

Was tue ich wenn … ich mit Kindern unterwegs bin: Ein Familienklettergebiet wird Kochel selbst bei bester Schönrednerei nie. […] An der Atlantiswand können sich die Eltern beispielweise aussuchen, ob ihr Nachwuchs abtürzen oder von einem Stück Route erschlagen werden soll.

Bruder Baum (7+/8-) Familientragödie: Bruder baum fällt dir in den Rücken, Schwester Absicherung leistet wenig Unterstützung. Sprich die Route ist absoluter Mist
Toilet (8-) Übler Reibungsschleicher für Altmühltalfans.
Gullyparade (8+/9-) Für den Liebhaber des flachen Humors wird es oben hinaus steiler.
Analtrakt (7-) Heißt so wegen dem nassem Einfingerloch unten. Nicht dass ich wüßte wie sich das anfühlt, aber so könnte man sich’s vorstellen.

Gebiet

Der Fels in Kochel ist Kalkstein, im Führer steht dazu treffenderweise folgendes:

[…] sagen wir es zusammenfassend so: Der Fels in Kochel ist interessant. Und in diesem interessanten Fels ist ziemlich viel anzufangen. Die oft ungünstig angeordneten Griffe und Tritte zwingen zu ungewöhnlichen Bewegungen. […] Die Unterschiedlichkeit des Gesteins ist nicht nur zwischen den Massiven deutlich zu spüren, sondern verwirrt viele in einer einzigen Tour. Eins bleibt jedenfalls: Mit purer Kraft allein kommt in Kochel niemand selbst die einfachsten Routen hinauf, ohne geht’s aber auch nicht.

Die Autoren

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Sektoren und Blöcke

Betongwand, Kienstein, Traumfängerwand, Untere Seewand, Keltenwand, Frosch, Schmied-Wand, Erdbeerwand, Atlantiswand, Reservat, Versteckte Wände, Sonnenwand, Bimboland, Rocky-Wand, Afrika-Wand, Neuseelandwand, Barking Spiders Wand, Panoramawand, Wand der Sandkastenspiele, WdS-Neandertaler-Massiv, Schlehdorfer Wand und ein Haufen Boulderbrocken.

    Text: Kletterszene
  • Beitragsdatum 1. Mai 2009