Juliane Wurm ist in der Weltspitze angekommen

18 Jahre sind vergangen, seitdem die jetzigen Kletterlegenden Lynn Hill (USA) und Francois Legrand (FRA) auf dem Boden der Österreichischen Bundeshauptstadt Wien im Weltcup an den Start gingen. Aber an diesem Wochenende wich die schwache Erinnerung an die damaligen Glanzzeiten der puren Begeisterung. Weit über tausend Zuschauer waren live dabei, als sich im Finale des dritten Boulder-Weltcups der Saison der Russe Rustam Gelmanov und die Aleksandra Balakireva (ebenfalls aus Russland) die Siege sicherten.

Juliane Wurm mit Siegschancen in das Finale
Aus deutscher Sicht war der Weltcup in Wien einer der erfolgreichsten seit Jahren. Die 18-jährige Juliane Wurm aus Dortmund, derzeit unstreitig die beste Kletterin Deutschlands, trumpfte in der Quali und im Halbfinale auf und lag nach dem Halbfinale hinter Lokalmatadorin und Top-Favoritin Anna Stöhr auf Rang zwei. Wurm und Stöhr war es als einzigen Starterinnen gelungen, alle vier Halbfinal-Boulder zu knacken. Mit Leichtgewicht Wurm und Kraftwunder Stöhr zogen Akiyo Noguchi (JAP), Aleksandra Balakireva (RUS), Jenny Lavarda (ITA) und die 33-jährige „Grand Dame“ Olga Bibik (RUS) in das Finale ein.

Undankbarer vierter Rang für Wurm
Im Finale, schon zu dem Zeitpunkt das beste Weltcup-Resultat ihrer jungen Karriere, ging Juliane Wurm dann etwas die Puste aus. Hinter Weltmeisterin Anna Stöhr belegte sie den undankbaren vierten Rang, ließ aber die starken Bibik und Lavarda hinter sich. Es siegte mit drei Top-Griffen in vier Versuchen die Russin Balakireva, die zuvor noch nie ein Weltcup-Finale erreicht hatte, vor der im Weltcup nun mit 280 Punkten vor Stöhr (230 Punkte) führenden Akiyo Noguchi (JAP).

Gutes Team-Resultat der DAV-Athleten
Beim Sieg des Russen Gelmanov, der die vier Finalboulder in nur fünf Versuchen bewältigte und somit souverän gewann, konnten die Athleten des Deutschen Alpenvereins leider nur zuschauen. Mit Stefan Danker, zuletzt Sieger beim DAV Bouldercup in Pforzheim, Markus Hoppe und Jonas Baumann waren drei Cracks des DAV in das Halbfinale der besten 20 eingezogen – bei 81 Startern ein Top-Ergebnis. Doch in der Vorschlussrunde wuchs leider keiner der drei über sich hinaus, am Ende standen Rang 10 (Baumann), 17 (Danker) und 18 (Hoppe) zu Buche.

Zweikampf um den Gesamtweltcup?
In der Gesamtwertung der Herren führt vor den abschließenden Weltcups in Vail am kommenden Wochenende und in Eindhoven (12./13. Juni) nun Rustam Gelmanov (196 Punkte) vor dem Österreicher Kilian Fischhuber (173 Punkte) und dem Franzosen Glairon Mondet (117 Punkte). Jonas Baumann (89 Punkte) liegt derzeit auf Rang 11.

Text: bergland.de

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