Janja Garnbret und Domen Škofic klettern auf den höchsten Schornstein Europas

Die beiden slowenischen Kletterer Janja Garnbret und Domen Škofic kletterten auf dem höchsten Schornstein Europas, den Trbovlje Power Station und die längsten künstliche Mehrseillängenroute der Welt.

Janja Garnbret ist aktuell die erfolgreichste Kletterin im IFSC Weltcupzirkus. 2019 gewann sie drei der vier Disziplinen bei der Weltmeisterschaft und ist eine der Top Favoritinnen bei den anstehenden olympischen Spielen in Tokio. Domen Škofic machte sich einen Namen als er 2016 den IFSC Lead Gesamtweltcup gewann.

Der Turm ( Trbovlje Power Station) an dem die beiden geklettert sind stieß in früheren Zeiten noch Rauch aus, wird aber schon seit 2014 nicht mehr genutzt. Für die beiden Routenschrauber Katja Vidmar und Simon Margon war dies eine genauso große Herausforderung wie für die beiden Erstbegehen.

Insgesamt mussten Janja und Domen 13 Seillängen zwischen 7b und 8b+ klettern. Die schwierigste davon war kurz vor dem Ende und hatte mit 257 Metern ordentlich Luft unter dem Hintern. Bei ihrem zweiten Versuch gelang es den beiden die 13 Seillängen in einer Zeit von 7h und 32min Rotpunkt zu klettern.

Ich hatte Angst zu stürzten. Bei einer vertikalen Wand kann das im Vergleich zu einer überhängenden Wand wirklich unangenehm werden. Man kann sich schnell gar der Wand oder einen Griff anstoßen bevor das Seil dich stoppt. Deshalb musste ich ein paar Probestürze machen, bis ich endlich ruhiger wurde und die Angst vertreiben konnte.

sagte Janja

Škofic’s Erfahrung war kaum größer, bisher hat er gerade eine Mehrseillängen Route absolviert.

„Der Schornstein ist komplett was anders, was ich bisher geklettert bin. Es ist ein gigantisches künstliches Objekt, das ich als mystisch empfand. Anfänglich hatte ich starke Angst, habe mich dann aber schnell mit dem Schornstein angefreundet, da die Route sehr schön und anspruchsvoll war. Als ich mich auf das Klettern zu konzentrierte, verfolgen alle anderen Gedanken und ich konnte es einfach genießen.

so Domen zu der Pr Abteilung seines Sponsors

  • Credits Text Niklas Gerer/ Quatro Media, Kletterszene.com
  • Credits Fotos Red Bull Contentpool
  • Beitragsdatum 27. Januar 2021