Isabelle Faus bouldert 8B+, Matt Fultz und Sean Bailey 8C/+ & Solveig Korherr war mit Low Gravity Deal im Frankenjura

Isabelle Faus klettert „The Emasculator“ 8B+

Isabelle Faus hat mal wieder zugeschlagen und einmal mehr ihren Fußabdruck in Colorado hinterlassen. Denn während der Rocky Mountain Nationalpark wegen Waldbränden geschlossen ist, blieb ihr außery beten, dass sich die Brände nicht weiter ausbreiten nur noch eins übrig: In der „Camp Dickcave“ ein neues Testpiece erstbegehen.
Und so machte sich Isabelle an die Arbeit und boulderte die Verlängerung zu Circle Jerk (8B) aus. Nach etwas Beta-Bastelei fand Faus dann eine gute Lösung, um die 12 Züge noch an Circle Jerk zu hängen. Insgesamt klettert man also einen 8A-Boulder bis zu einer Rastposition, um dann eben noch die 8B raus zu klettern. Insgesamt schlägt Isabelle für The Emasculator den Grad 8B+ vor, meint aber, dass der Boulder mit seinen ca. 40 Zügen recht schwer zu bewerten sei. Da heißt es wohl nur abwarten was die Wiederholer zu The Emasculator (8B+) sagen, auch wenn uns 8A into 8B recht solide für 8B+ vorkommt.

Matt Fultz wiederholt Deathstar (8C)

Matt Fultz Bouldern Friction Lab Chalk

Ordentlich und gesund zu essen bringt wohl doch etwas, denn Matt Fulz scheint seitdem seine Freundin/Ernährungsberaterin ihm mit seiner Diät hilft, einen ordentlichen Run zu haben. Denn die 8C-Boulder scheinen nur so zu purzeln. Seine neueste Errungenschaft ist die erste Wiederholung von Daniel Woods Death Star 8C. Der Boulder besteht quasi aus einem 8B+ Stehstart welcher die Belastung der linken Schulter an ihr Limit bringt. Dieser Stehstart wurde auch schon von Drew Ruana wiederholt, welcher sich allerdings damals den Sit leider nicht abholen konnte (was für den Burschen schon recht ungewöhnlich ist).

Und auch Matt scheint Death Star nicht leicht gefallen zu sein, so brauchte er mehrere Sessions, um die Linie klettern zu können. Ein Grund für die Hartnäckigkeit des Boulders könnten auch der krasse mehrtägige Muskelkater in der besagten linken Schulter nach jeder Session sein. Aus Angst um eben diese Schulter und weil es schon ein verdammt cooler Boulder ist, freut sich Mr. Fulz auch besonders darüber den Boulder endlich geklettert zu sein.  

Zum krönenden Abschluss fand Matt noch eine Ausstiegsvariante zu Fadeaway (8B+), den er vor ein paar Jahren selbst erstbegangen hatte. Die neue Variante steigt über den Boulder Lumberjack (7B) aus und sollte einen Ticken leichter sein als Fadeaway (8B+). Sein Vorschlag ist also 8B.

Sean Bailey bouldert 8C+

Grand Illusion (8C+) in Little Cottonwood Canyon, war ein Generationen übergreifendes Projekt, welches schon seit etlichen Jahren existierte. John Cronin konnte bereits in den späten 90ern den Stehstart aka Euro Roof erstbegehen. Es dauerte dann weiter 10 Jahre bis Justin Keener einen tieferen Start klettern konnte, welcher ca. bei 8A+ eincheckte. Weitere 5 Jahre zogen ins Land und mittlerweile hatte sich der Local Anthony Kepa an die Arbeit gemacht den Sitz-Start zu beschießen. Doch leider kam ihm ein gelangweilter Chris Sharma (welcher gerade zufällig wegen einer Messe vor Ort war) zuvor und schnappte sich die Erstbegehung von Euro Roof Sit (8B). Wieder ein paar Jahre vergingen bis sich letztes Jahr dann Nathaniel Coleman den tiefst möglichen Start ganz hinten aus der Höhle sichern konnte und somit The Grand Illusion (8C+) erstbeging. Bis dieser Boulder entstanden ist, ging also eine Menge Zeit ins Land. Die Wiederholung der Linie ging dann allerdings schneller als erwartet, denn nun konnte sich Sean Bailey die erste Wiederholung des 22 Züge langen Ausdauerbretts abholen und so seine bereits zweite 8C+ dieses Jahr klettern.

Solveig Korherr mit „Low Gravity Deal“ im Frankenjura

Solveig Korherr in king of Bongo 8c Foto- Niklas Dormanns

Der Italienische Schuhhersteller Scarpa lud im Oktober seine Athleten für ein paar Klettertage in die fränkische Schweiz ein. Die Italiener wären kein guter Sponsoren wenn da nicht auch an der Gravitationswellenstellregler gedreht werden würde. Eine der Nutznießer dieses Deals war ganz klar Solveig Korherr. Denn mit Klondike Cat (8c) und Desaster (8b+), heimste sie gleich zwei nicht ganz leichte Routen ein. Bei so einem Run wird dann der Kurztrip auch mal verlängert und in den darauf folgenden 8 Tagen kamen dann noch Roof Warrior (8c) und Triebwerke (8b) im Onsight dazu.

Seb Bouin punktet Hugh (9a)

Seb Bouin klettern news Video

Unter den etwa sechzig Routen im neunten Franzosengrad, die Seb Bouin schon geklettert ist, fehlte ihm noch die für einen Franzosen wohl wichtigste Route. Denn Hugh (9a) ist die erste französische 9a und wir wissen ja wie stolz die Franzosen auf ihr Historie sind. Da machen sie auch zwischen Tour de France, den French Open oder Hugh (9a) keinen großen Unterschied. Die 1993 von Fred Rouhling erstbegangenen Route war wegen ihrer Abgeschiedenheit umstritten. Und auch wenn der Grad 9a bestätigt wurde, mit fünf Wiederholungen in dreißig Jahren, hatten die Kritiker zumindest mit der Abgeschiedenheit recht und unter uns, Les Eaux Claires in der Charente liegt echt am A…. nderen Ende der Welt.

Nachdem Seb den 8A-Einstiegsboulder geklettert und auch die anschließende Dachpassage im Grad 7C hinter sich gebracht hatte, ging es dann in eher leichterem Gelände Richtung Umlenker. Eigentlich stand bei diesem Ausflug auch noch Arkadia (9b) auf seiner To-Do-Liste. Da hatte aber das Wetter etwas dagegen und so fuhr Seb mit „nur“ einer neuen 9a in der Ticklsite nach Hause.

News Kletterszene

Simon Gietl bei Ulligunde

Ulligundes neuste Podcastfolge ist mit dem Südtiroler Profi-Alpinisten Simon Gietl. Simon ist ein leidenschaftlicher Erstbegeher in Fels und Eis, bekannt für zahlreiche Solotouren und vor Allem für seine enorm positive Art.

Umso überraschender war die Wendung, die dieses Gespräch genommen hat – wir sprechen über seinen ersten, gleich sehr ernsten Bergunfall, ein Nahtoderlebnis im vergangenen Jahr während eines Lawinenabgangs beim Eisklettern und über den Verlust enger Freunde. Es ist eine traurige Folge, in der auch Tränen fließen. Aber auch das ist eine Seite des Alpinismus, die hin und wieder erzählt werden sollte.

Wie mit der anstehenden Olympia-Qualifikation umgehen?

Tokyo 2020 - logo - Olympia

Für die letzten 8 Olympia Tickets waren kontinentale Meisterschaften wie die anstehende EM in Moskau, die für Ende März geplant war und jetzt Ende November durchgeführt werde sollte. In Anbetracht der Tatsache, dass Reisebeschränkungen, sowie unterschiedliche Lockdowns wohl kaum faire (im Sinne der AthletennInnen) Wettkämpfe durchführen lassen. Zudem ist Moskau der Hotspot Russlands was neue Infektionen betrifft und das Ganze nicht besser macht. Aus diesem Grund und zum Schutz der AthletenInnen und Trainer hat neben Österreich auch schon Frankreich die Teilnahme an der EM abgesagt.

Ein Verschieben der EM in das nächste Jahr ist nicht so einfach, da hierfür das IOC sein Ok geben muss. Zudem ist es fraglich, ob die Bedingungen dann fairer wären. Eine weitere Option wäre, man verteilt die Olympia-Tickets auf die jeweils Bestplatzierten der WM in Hachioj 2019. Dann würden folgende Athleten nachziehen:

  • Europa: Ievgeniia Kazbekova (UKR) und Jernej Kruder (SLO)
  • Asien: Chaehyun Seo (KOR) und Jongwon Chon (KOR)
  • Afrika: Rachelle de Charmoy (RSA) und Calrin Curtis (RSA)
  • Ozeanien: Oceana MacKenzie (AUS) und Campbell Harrison (AUS)

Athleten wie z.B. Alma Bestvater oder Staša Gejo, die sich bei der EM noch Möglichkeiten ausgerechnet haben, aber um ihre Chance bringen. Die Kollegen von UK Climbing haben über die Situation eine sehr empfehlenswerten Artikel geschrieben und dabei alle Seiten beleuchtet. …weiterlesen

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