Frederike Fell und Yannick Flohé sind die Deutschen Meister im Speed 2018

In der Kletterhalle Bergstation in Hilden ging es am Samstag um Zehntelsekunden. Bei der Deutschen Meisterschaft im Speed wurden Frederike Fell und Yannick Flohé als Gewinner gekürt und dürfen sich nun Deutsche Meister im Speed 2018 nennen. Ein Anderer knackte dafür den Speed-Rekord.

Nur eine Woche nach der ersten Deutschen Meisterschaft Olympic Combined stehen jetzt auch die Deutschen Meister in der Einzeldisziplin Speed fest. 19 Herren und 14 Damen waren in der Bergstation Hilden zusammengekommen, um an der standardisierten Speedroute Gas zu geben. Die Erwartungen im Vorfeld waren hoch, denn in Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2020 haben die Athleten auch ihr Speedtraining intensiviert. Die letztjährigen Deutschen Meister Florence Grünewald und Fabian Bosler waren dieses Jahr nicht angetreten. So war der Weg frei für zwei neue Titelträger.

 

Frederike Fell: zwei Titel in zwei Wochen

Im Wettkampf der Damen konnten im Qualifikationsrennen zunächst drei Athletinnen Zeiten unter 12 Sekunden erreichen. Leonie Lochner war hier mit 11,42 Sekunden am schnellsten, Frederike Fell lag mit 11,47 Sekunden aber nur ganz knapp dahinter. Im Viertelfinale der besten Acht fiel Leonie Lochner dann etwas zurück, dafür holte Jiline Grote mit einer Zeit von 11,76 Sekunden auf. Fell erreichte aber auch hier mit 11,63 Sekunden die beste Zeit und kam als Führende eine Runde weiter. Im Halbfinale erreichte sie dann mit sensationellen 10,99 Sekunden ihre Bestzeit. In der letzten Runde schlug Frederike Fell schließlich Jiline Grote mit 11,43 gegen 11,61 Sekunden und sicherte sich damit die Goldmedaille. Hinter Jiline Grote auf Platz zwei reihte sich Leonie Lochner auf dem dritten Podiumsplatz ein.

Für Frederike Fell ist es schon der zweite Deutsche Meistertitel in dieser Saison. Erst letzte Woche hatte sich die 17-Jährige die Goldmedaille bei der Deutschen Meisterschaft Olympic Combined geholt – keine schlechte Bilanz für die junge Athletin!

 

Yannick Flohé zieht knapp an Jan Hojer vorbei

Der Wettkampf der Herren war ebenfalls spannend bis zum Schluss. Schon in der Qualifikation stachen drei Athleten mit Top-Zeiten heraus: Jan Hojer und Yannick Flohé erreichten als einzige Zeiten unter acht Sekunden – Hojer sogar recht deutlich mit 7,23 Sekunden. Damit knackte er auch seine alte Bestleistung, die er 2017 mit 7,28 Sekunden aufgestellt hatte – ein neuer deutscher Rekord! Averdunk blieb mit 8,11 Sekunden aber ebenfalls gut im Rennen. Im Achtelfinale kam Flohé aufgrund eines Fehlstarts seines Gegners per Wildcard eine Runde weiter. Auch im Viertelfinale setzte sich der Zweikampf zwischen Hojer und Flohé fort. In der nächsten Runde patzte Flohé jedoch und erreichte den Buzzer erst bei 9,70 Sekunden. Dennoch konnte er ins Finale vorrücken und hier ging es im Duell Hojer – Flohé um den Sieg. Diesmal war es aber an Hojer, der seinen Lauf verpatzte und Flohé mit einer Bestzeit von 7,62 Sekunden an Hojer vorbeizog.

Für den 18-Jährigen ist es ebenfalls der zweite Deutsche Meistertitel in dieser Saison: im Juni konnte er schon den Titel im Bouldern mit nach Hause nehmen. Auch im internationalen Leadweltcup erreichte Yannick Flohé dieses Jahr gute Ergebnisse und gewann Ende Juni außerdem einen Europäischen Jugendcup im Lead. Eine Medaille bei der Deutschen Meisterschaft im Lead im November könnte seine Erfolgsser

Ergebnisse der Deutschen Speed Meisterschaft 2018 in Hilden:


Damen:

1 FELL Frederike
2 GROTE Jiline
3 LOCHNER Leonie

4 WALTZ Helena
5 LORENZ Emma
6 KÜHNE Amelie
7 BÜSGEN Lea
8 ATKINS Käthe
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Herren:

1 FLOHÉ Yannick
2 HOJER Jan
3 AVERDUNK Alexander

4 ZAPF Niclas
5 BRANDENBURGER Jonas
6 HOLZINGER Marius
7 LUCKE Sebastian
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