Diese Team Germany-Athlet*innen haben 2025 ihre internationale Karriere beendet
Das Wettkampfjahr 2025 ist vorbei – und damit für einige Athlet*innen des deutschen Nationalkaders auch die Zeit auf der Weltcup-Bühne. Mit Max Kleesattel, Alma Bestvater, Sandra Hopfensitz, Leonie Lochner und Christoph Hanke haben sich fünf bekannte Gesichter aus dem internationalen Wettkampfgeschehen zurückgezogen.
Nach der Wettkampf-Saison 2025 ist Schluss – das haben dieses Jahr gleich mehrere deutsche Profikletter*innen für sich selbst beschlossen. Max Kleesattel, Alma Bestvater, Sandra Hopfensitz, Leonie Lochner und Christoph Hanke haben jeweils ihr internationales Karriereende verkündet.
Insbesondere die älteren Athlet*innen wie Hanke oder Bestvater blicken dabei auf mehr als zehn Jahre im Weltcup zurück. Die Hintergründe der (nun) Ex-Mitglieder des deutschen Kaders sind genauso unterschiedlich wie ihre Gründe für den eigenen Karriereabschluss. Zeit für einen kurzen Überblick.
Alma Bestvater: die Comeback-Queen
Nach über zwölf Jahren im Weltcup hat sich mit Alma Bestvater eine echte Marke des Wettkampfkletterns verabschiedet. Die 29-Jährige aus Weimar gehörte viele Jahre lang auf internationaler Ebene zu den festen Größen im Halbfinale – 2017 erfüllte sich die Boulderspezialistin mit Finalteilnahmen in Tokyo und Vail einen Karrieretraum. Neben ihren Erfolgen im Wettkampf ist die zweifache Deutsche Meisterin auch für ihre Kämpfernatur bekannt: Ganze drei Mal schaffte sie es aus schweren Verletzungen zurück an die Spitze. Nach der WM in Seoul dieses Jahr zog die Wahl-Münchnerin bewusst und selbstbestimmt den Schlussstrich und freut sich jetzt auf mehr Zeit am Fels.
Max Kleesattel: das Powerhouse

Max Kleesattel tauchte 2013 erstmals bei den Deutschen Jugendcups auf – schon damals als einer der führenden Nachwuchsathleten seiner Heimat Baden-Württemberg. Nach frühen Medaillen bei der Jugend im Bouldern und Lead startete er ab 2014 mit regelmäßigen und stabilen Top 10-Ergebnissen bei den Erwachsenen. 2017 folgte der internationale Start beim Boulder-Weltcup in München und später in die ersten Europacups. In den Jahren darauf konzentrierte sich Max Kleesattel zunehmend auf seine beste Disziplin, das Bouldern, und stand ab 2022 mehrfach im Weltcup– oder WM-Halbfinale. Auch zuhause gewann er zweimal Bronze auf der DM Bouldern und stand mehrfach im Finale. 2025 nahm Kleesattel in Curitiba, Brasilien, zum letzten Mal an einem Weltcup teil und verabschiedet sich von der internationalen Bühne.
Leonie Lochner: die Boulder-Spezialistin
Trotz ihrer jungen 25 Jahre blickt Leonie Lochner bereits auf zehn Jahre auf internationaler Ebene zurück. 2012 erschien sie als Bayerische Vizemeisterin Bouldern erstmals auf der Bildfläche der Szene und zeigte ab 2013 in Deutschen Jugendcups, dass auch im Lead und Speed mit ihr zu rechnen ist. 2015 startete sie in Jugend-Europacups, 2016 bestritt sie ihren ersten Boulder-Weltcup – vor Heimpublikum in München. Im Laufe der Zeit spezialisierte sie sich immer mehr aufs Bouldern und holte zweimal den 6. Platz auf der DM. 2024 schließt sie mit ihrem letzten internationalen Wettkampf ihr Weltcup-Kapitel und gibt seitdem als Trainerin ihre Erfahrungen an den Nachwuchs weiter.
Christoph Hanke: der Lead-Veteran
Er war am längsten mit dabei: Christoph Hanke startete 14 Jahre lang in mehr als 100 internationalen Wettkämpfen und unzähligen nationalen Bewerben. Der 31-Jährige war während seiner Karriere als Sportsoldat aktiv und startete ursprünglich auch beim Bouldern, bevor er sich später als Lead-Spezialist etablierte – trotz gelegentlicher Auftritte bei Boulder- und Speed-Weltcups. Seine Karrierehighlights: der Deutsche Meistertitel 2020 sowie zwei Silbermedaillen 2017 und 2019 sowie Platz 6 im Weltcup Villars im Jahr 2017. Jetzt freut sich Hanke darauf, „sich neu zu erfinden und zu entdecken“.
Sandra Hopfensitz: der Youngstar

Mit gerade einmal 22 Jahren ist Sandra Hopfensitz die jüngste Kletterin, die 2025 den deutschen Kader verlässt. Von 2015 bis 2018 kämpfte sie als Starterin in der Jugend hart um Leistungen im Bouldern, Lead und Speed, bis sie vor allem im Speed und Lead zu den regelmäßigen Podiums-Kandidatinnen gehörte. Seit ihrem Sprung in die Erwachsenen-Wettkämpfe hat die Allrounderin gezeigt, dass sie national wie international auf Top-Niveau mitklettern kann: 2023 erreichte sie beim Boulder-Weltcup in Brixen den 10. Platz, 2024 sicherte sie sich den Vizetitel bei der Lead-DM. 2025 verabschiedet sich Sandra Hopfensitz trotz starker Form, um mit ihrem Studium der Geodatenwissenschaft neue Wege zu gehen.
Ein Leben nach dem Weltcup
Auch wenn die Athlet*innen ihre Zeit auf der internationalen Bühne ab und an vielleicht vermissen dürften, bringt es Christoph Hanke am treffendsten auf den Punkt:
Letztlich ist es nur ein Abschnitt im Leben (…). Klettern wird immer ein Teil von mir bleiben und weiterhin einen wichtigen Platz in meinem Leben einnehmen.
Für alle fünf Kletter*innen beginnt jetzt nach dem Abschied vom Weltcup eine neue Phase – privat wie beruflich. Wir wünschen ihnen dabei alles Gute!



