Die Crème de la Crème startet in Seoul
Schon in einigen Tagen geht’s los, dann fällt der Startschuss für die Weltmeisterschaften: Vom 21. bis 28. September werden in Seoul die weltbesten Kletterinnen und Kletterer in den Disziplinen Bouldern, Lead, Speed und Paraclimbing um eine der begehrten Medaillen kämpfen. 2025 ist sind die Weltmeisterschaften, die alle zwei Jahre stattfinden, das Highlight einer intensiven Wettkampfsaison.

Das Mega-Event wird mit Spannung erwartet, die Crème de la Crème wird starten. Für die verschiedenen Disziplinen gibt es einige Namen, die man auf dem Schirm haben sollte. Bei den Damen ist es sowohl beim Bouldern als auch beim Lead die Queen Janja Garnbret, dieals Topfavoritin gehandelt wird. Nach längerer Auszeit räumte sie in dieser Saison bei ihren wenigen Weltcup-Starts so richtig ab und holte sich jedes Mal Gold. Konkurrenz bekommt sie beim Bouldern unter anderem von der Französin Oriane Bertone, Gesamtweltcup-Siegerin beim Bouldern der Saison 2025. Aber auch Annie Sanders, die junge Überfliegerin aus den USA, Mao Nakamura (Japan) und ihre Teamkolleginnen Melody Sekikawa, Anon Matsufuji, Altmeisterin Miho Nonaka und die Senkrechtstarterin Erin McNeice (Großbritannien) sind nicht zu unterschätzen.
Beim Lead zählt Erin McNeice zu dem Kreis der Top-Favoritinnen, sie holte sich in dieser Saison den Gesamtweltcupsieg. Auch Chaehyun Seo (Südkorea), die eine super gute Saison hatte, und vom heimischen Publikum sicherlich enorm gepusht wird, und Laura Rogora (Italien), gehören zu diesem Kreis dazu.

Bei den Herren zählen beim Lead neben Alberto Ginés López (Spanien), dem Gesamtweltcup-Sieger 2025, der junge Japaner Sorato Anraku und sein Teamkollege Satone Yoshida zu den Topfavoriten. Toby Roberts (Großbritannien) feierte zuletzt ein kleines Comeback, beim letzten Weltcup Lead 2025 in Koper wurde er Dritter, auch er könnte ganz vorne mitmischen – genauso wie der Österreicher Jakob Schubert, der nach langer Verletzungspause wieder am Start ist. Beim Bouldern ist wie schon beim Lead Sorato Anraku (Gesamtweltcup-Sieger 2025) ein Kandidat, der sich Hoffnung auf eine Medaille machen kann. Zum Favoritenkreis gehören daneben der Franzose Medji Schalck, der Japaner Sohta Amagasa, sein Teamkollege, Altmeister Tomoa Narasaki, und der Südkoreaner Doyun Lee.
Bei dem momentan unglaublich dichten Starterfeld kann es aber auch sein, dass ein ganz anderer Athlet oben auf dem Treppchen steht. Denn wie heißt es so schön: „Es ist erst vorbei, wenns vorbei ist.“
Beim Speed ist bei den Herren Samuel Watson (USA), der beim Weltcup auf Bali im Mai mit 4,64 Sekunden einen neuen Weltrekord lief, einer der Top-Favorit. Daneben natürlich der Gesamtweltcupsieger Kiromal Katibin (Indonesien) – aber auch der Japaner Ryo Omasa und der Chinese Jianguo Long hatten eine bislang äußerst erfolgreiche Saison, auch sie sind Anwärter auf das Treppchen. Mit am Start ist der deutsche Athlet Leander Carmanns, der in dieser Saison nicht nur einige Male im Finale dabei war, sondern zuletzt in Wujiang (China) Bronze gewann. Bei den Damen zählen neben der Gesamtweltcupsiegerin Emma Hunt(USA) die Polin Aleksandra Miroslaw, die Chinesin Yafei Zhou und die Indonesierin Desak Made Rita Kusuma Dewi zu den Top-Favoritinnen.
Das Climbing Team Germany schickt ein sehr großes Team nach Seoul. Als Favoriten nennt DAV-Sportmanager Ingo Filzwieser neben Yannick Flohé (Lead) auch Lucia Dörffel (Bouldern), die junge Anna Maria Apel (Bouldern) und Leander Carmanns (Speed).
Zeitplan der IFSC WM-Finals:
- Paraclimbing: Mittwoch, 24. September und Donnerstag, 25. September
- Speed Damen: Mittwoch, 24. September
- Speed Herren: Donnerstag, 25. September
- Lead Damen / Herren: Freitag, 26. September
- Bouldern Damen: Samstag, 27.September
- Bouldern Herren: Sonntag, 28. September
Video-Link: https://youtu.be/IBXpjSAYIoE?si=1HcCc4iQXHwlq7ig