Deutsche Boulder Meisterschaft 2026: Deutschlands Spitze trifft sich in Pfungstadt

Pfungstadt wird Ende März wieder zum Hotspot der deutschen Boulderszene: Am 27. und 28. März 2026 steigt im Studio Bloc die Deutsche Meisterschaft im Bouldern.

Mit der Deutschen Meisterschaft im Bouldern kommt einer der wichtigsten nationalen Wettkämpfe der Saison zurück an einen der bekanntesten Schauplätze der Szene. Für die Athletinnen und Athleten ist das Event nicht nur Titelkampf, sondern auch eine erste echte Standortbestimmung für das Wettkampfjahr 2026.

Auch dass die DM erneut im Studio Bloc ausgetragen wird, passt: Die Halle gilt seit Jahren als feste Größe im deutschen und internationalen Wettkampfkalender. Auch diesmal dürfte Pfungstadt wieder zur Bühne für Spitzensport-Highlights des Jahres werden.

Frauen: Gelingt Lucia Dörffel die Titelverteidigung?

Lucia Dörffel an der Wettkampfwand der Deutschen Meisterschaft

Im Frauenfeld richtet sich der Blick zunächst auf Lucia Dörffel (DAV Chemnitz). Die amtierende Deutsche Meisterin geht nach ihrem starken Auftritt im Vorjahr erneut als Favoritin an den Start. In Pfungstadt könnte sie ihre Stellung als derzeit wohl stärkste deutsche Boulderin weiter festigen.

Ein Selbstläufer wird die Titelverteidigung allerdings nicht. Afra Hönig (DAV Landshut) reist mit klaren Ambitionen an. Die erfahrene Athletin setzte im vergangenen Jahr beim internationalen Europacup im Rahmen des Münchner Boulder Monats ein starkes Ausrufezeichen und gewann dort vor hochklassiger Konkurrenz – Dörffel wurde damals Dritte. Für Spannung an der Spitze ist also gesorgt.

Dahinter lauert ein weiteres starkes Feld an international erfahrenen Athletinnen: Hannah Meul (DAV Rheinland-Köln), Florence Grünewald (DAV Kaiserslautern) und Anna Lechner (DAV München-Oberland) bringen alles mit, um im Kampf ums Podium mitzumischen.

Auch der Nachwuchs drängt nach vorne. Besonders im Blick stehen Paula Mayer-Vorfelder und Alisa Strigo (beide DAV München-Oberland) sowie Hannah Hattenbach (DAV Koblenz). Sie gehören zu den jungen Namen, die dem Wettbewerb zusätzliche Dynamik verleihen könnten.

Männer: Offenes Rennen mit vielen Titelkandidaten

Elias Arriagada Krüger an der Wettkampfwand der Deutschen Meisterschaft

Auch bei den Männern geht der amtierende Champion erneut an den Start: Elias Arriagada Krüger (DAV AlpinClub Berlin) will in Pfungstadt seinen Titel verteidigen. Die Aufgabe könnte jedoch kaum anspruchsvoller sein, denn das Feld ist breit besetzt und in der Spitze eng zusammengerückt.

Mit Lasse von Freier (DAV AlpinClub Hannover) und Philipp Martin (DAV Allgäu-Kempten) stehen zwei frühere Deutsche Meister im Starterfeld, die genau wissen, wie man bei einer DM abliefert. Entsprechend offen scheint das Rennen um Gold.

Besonders spannend dürfte der Auftritt von Lucas Trandafir (DAV Regensburg) werden. Der erst 18-Jährige zählt längst zur regelmäßigen Besetzung im Weltcup und hat sich auch national kontinuierlich nach vorne gearbeitet: 2024 wurde er bei der DM in Pfungstadt Dritter, 2025 dann Zweiter. Der nächste Schritt wäre nun logisch: ganz oben aufs Podium.

Mit Thorben Perry Bloem (DAV Braunschweig) gehört ein weiterer Athlet zum erweiterten Favoritenkreis. Der 21-Jährige hat sich in den vergangenen Jahren nicht nur im Speedklettern einen Namen gemacht, sondern sich auch im Bouldern als feste Größe etabliert. Platz fünf beim letztjährigen Europacup und konstante Leistungen bei nationalen Meisterschaften sprechen für ihn.

Dazu kommt eine Reihe vielversprechender Nachwuchsathleten, darunter Emil Zimmermann (DAV Freiburg-Breisgau), Timo Ossig (DAV Allgäu-Kempten), Linus Raatz (DAV AlpinClub Berlin), Jonas Körner (DAV Braunschweig), Oscar Pongratz (DAV Braunschweig) und Finn Altemöller (DAV Rheinland-Köln).

Gerade diese Dichte macht das Männerfeld so interessant: Viele Athleten bewegen sich auf ähnlichem Niveau – Überraschungen sind in Pfungstadt deshalb fast schon eingeplant.

Zeitplan der Deutschen Boulder Meisterschaft 2026 (vorläufig) 

Freitag, 27. März

Eintritt für Zuschauer frei

  • ab 11:00 Uhr  Qualifikation Damen   → Livestream
  • ab 17:00 Uhr  Qualifikation Herren   → Livestream

Samstag, 28. März

Kein freier Eintritt – Hier geht’s zum Ticketkauf)

  • ab 10:00 Uhr Halbfinale Damen → Livestream
  • ab 14:00 Uhr Halbfinale Herren → Livestream
  • ab 19:00 Uhr Finale Damen und Herren → Livestream bei der Sportschau
  • im Anschluss: Siegerehrung

Livestream und TV-Übertragung

Wer nicht vor Ort in Pfungstadt dabei sein kann, bekommt die Titelkämpfe trotzdem umfassend zu sehen: Qualifikation, Halbfinale und Finale werden im Livestream übertragen. Das Finale ist außerdem im Hessischen Rundfunk zu sehen.

Durch die Übertragung führen erneut Julia Zschiesche und Sebastian Mußemann, die bereits in den vergangenen Jahren die Deutsche Meisterschaft begleitet haben.

Herren Qualifikation Replay

Damen Qualifikation Replay

  • Credits Text Julian Rohn, kleterszene.com
  • Credits Fotos Marco Kost
  • Beitragsdatum 25. März 2026