Der IFSC Boulder Weltcup gastiert in Tokio

Am 2. und 3. Juni findet der fünfte Boulder Weltcup der Saison 2018 in Tokio (JPN) statt. 159 AthletInnen (90 Herren, 69 Damen) aus aller Welt nehmen am Wettkampf teil, darunter vier KVÖ-Athletinnen. Im bisherigen Saisonverlauf hat das KVÖ-Damenteam starke Leistungen gezeigt, an die das Aufgebot in Tokio anknüpfen will. Das deutsche Team reist mit zehn Athleten an, darunter mit Christoph Schweiger (DAV Ringsee) auch ein Weltcup-Neuling.

In der japanischen Hauptstadt finden 2020 die olympischen Spiele statt und zum ersten Mal wird auch Sportklettern zum Programm gehören. Tokio ist die perfekte Stadt für das olympische Debüt des Sportkletterns: Die Weltstadt gehört zu den am dichtesten besiedelten Städten der Welt und mehrere hundert Kletterhallen auf engstem Raum lassen an der japanischen Kletterbegeisterung keine Zweifel aufkommen. Das schlägt sich auch in den Ergebnislisten der Weltcups nieder, wo die japanischen AthletInnen meist weit vorne zu finden sind. Bei ihrem Heimspiel haben sie 38 AthletInnen am Start, das ist ein Viertel aller Starter.

 

Deutsche Nachwuchstalente versuchen sich in Tokio

Das zehnköpfige deutsche Team vereint für den fünften Boulderweltcup der Saison sowohl erfahrene Weltcup-Kletterer, als auch junge Nachwuchstalente, die bisher noch wenig oder gar keine Erfahrungen auf der großen Weltcup-Bühne sammeln konnten. Alma Bestvater (DAV Weimar), Romy Fuchs (DAV München-Oberland), Lilli Kiesgen (DAV Darmstadt-Starkenburg), Johanna Holfeld (DAV Sächsischer Bergsteigerbund), Alexander Averdunk (DAV München-Oberland), Simon Unger (DAV Augsburg), Kim Marschner (DAV Schwäbisch-Gmünd) und Philipp Martin (DAV Allgäu-Kempten) haben in dieser Saison alle schon mindestens einen Boulderweltcup bestritten. Ruben Firnenburg (DAV Rheinland-Köln) hat in der Vergangenheit schon an Weltcups teilgenommen, für dieses Jahr ist der Wettkampf am kommenden Wochenende aber sein erstes Gastspiel in der Saison. Und zum allerersten Mal darf auch Christoph Schweiger (DAV Ringsee) in Tokio Weltcup-Luft schnuppern. Der 16-Jährige hat schon auf europäischen Jugendcups gute Ergebnisse erzielen können und wird sich jetzt mit den „Großen“ in Japan behaupten müssen.

Kein Neuland ist Tokio für Alma Bestvater: Die Athletin hat mit weiteren Mitgliedern und Trainern des DAV-Kaders die Hauptstadt im Rahmen eines Trainingscamps Anfang des Jahres besucht und mit der japanischen Mannschaft trainiert. Kann sie ihre Erfahrungen aus Japan nutzen und sich bei diesem Wettbewerb ins Finale bouldern?

Nicht mit dabei ist diesmal Jan Hojer (DAV Frankfurt/Main). Er setzt den fünften Stop der Wettkampfserie aus und wird beim sechsten Boulderweltcup in Vail (USA) wieder dabei sein.

 

Tai’an-Finalistin Johanna Färber führt Angebot an

Johanna Färber (ÖAV Graz) feierte in Tai’an (CHN) vor zwei Wochen ihren ersten Finaleinzug und belegte den starken 5. Rang. Mit ihr reisen Julia Pinggera (ÖAV Innsbruck), Franziska Sterrer (NFÖ Vöcklabruck) und Berit Schwaiger (ÖAV Innsbruck) nach Tokio. Alle drei haben in dieser Saison schon mindestens ein Weltcup Halbfinale erreicht. Anna Stöhr fehlt nach wie vor verletzungsbedingt. Die KVÖ-Leistungsträger Jakob Schubert und Jessica Pilz befinden sich in der Vorbereitung auf die Lead-Saison. Im Hinblick auf die WM-Vorbereitungen lässt Katharina Saurwein die strapaziösen Asien-Bewerbe heuer aus, sie wird in knapp 10 Tagen beim Weltcup in Vail (USA) zum KVÖ-Aufgebot stoßen. Bei den Herren hat abgesehen von Jakob Schubert niemand die internen Qualifikationskriterien erfüllt.

 

Zu Gast bei der führenden Bouldernation

Das mit Abstand größte Starterfeld stellt in Tokio die Gastgebernation Japan. 38 Athleten sind für das Wochenende gemeldet – darunter große Namen wie Akiyo Noguchi, Miho Nonaka, Tomoa Narasaki und Kokoro Fujii. Es werden aber sicher auch wieder einige Überraschungstalente dabei sein, denn der japanische Boulderkader hat sich in den letzten Jahren enorm gesteigert. Im internationalen Teamranking ist Japan auch dieses Jahr wieder die stärkste Nation. Mit deutlichem Abstand führen Nonaka und Noguchi das Boulderweltcup-Ranking der Damen an und haben beide sehr gute Chancen auf den Gesamtsieg am Ende der Saison. Auch bei den Herren kommen drei der Top Fünf im Boulderweltcup-Ranking aus dem japanischen Team. Das deutsche Team liegt im Teamranking übrigens auf Platz sieben – mit etwas Glück ist am Ende aber vielleicht noch eine Top-Fünf-Platzierung drin!

 

IFSC Boulder Weltcup Programm (Ortszeit; GMT +9)

Samstag, 2. Juni 2018

  • 10.00 – 13 Uhr: Qualifikation Damen
  • 15.00 – 19 Uhr: Qualifikation Herren

Sonntag, 3. Juni 2018:

  • 9.00 – 11.15 Uhr: Halbfinale
  • 14.15 – 17.30 Uhr: Finale

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