Der 3. Thansauer Bouldercup war ein voller Erfolg [Ergebnisse, Bericht]

Am 29.9. wurde zum 3. mal der Thansauer Bouldercup im Privaten Garten der Schiffer Brüder durchgeführt. in Zusammenarbeit mit dem Alpenverein Rosenheim, der Kletterhalle Rosenheim, Montagne Sport und  einigen freiwilligen Helfern organesierten sie eine Wettkampfwand der Extraklasse. Aufgrund der widrigen Wetterprognose wurden noch Kurzerhand ca. 200m2 Garten überdacht und gaben den 70 Startern schon Mal einen Vorgeschmack auf die entstehende Boulderhalle in Stephanskirchen.

Gestartet wurde in 4 Klassen: Kids bis Jahrgang 2000, Jugend weiblich bis Jahrgang 1996 und Damen und Herren. In der offenen Qualifikation, bestehend aus 20 Bouldern hatten die Athleten 4 Stunden Zeit Punkte zu sammeln. Danach bestritten die besten 8 Kids ihren Finalboulder. Obwohl der Rosenheimer Kader mit Bayernweit erfolgreichen Athleten wie Pia Haas und Andreas Obertshauser am Start war mussten sie sich knapp der Salzburgerin Christina Wittauer geschlagen geben.

Die übrigen Startklassen durften sich in einem Pilotprojekt von Florian Schiffer versuchen. Der neue Halbfinale Modus bestand aus zwei Boulder die im „Jam Modus“ geklettert wurden. Hierbei war es für die Zuschauer besonders spannend, da die besten 8 der Qualifikationsrunde gleichzeitig in einem Boulder starten duften dadurch spielt nicht nur die Form der Athleten eine Rolle sondern auch Taktik war gefragt. Die 6 besten aus Boulder 1 durften dann in Boulder 2 starten, wo dann die 4 Finalteilnehmer ermittelt wurden.

Die 2. Neuheit waren die freihängenden Würfel an denen die Topathleten der Region sich sichtlich schwerer zurechtfanden, als die Routenschrauber gedacht hätten.

Nach ein wenig Verzögerung konnten dann um 19 Uhr bei 250 Zuschauern das Finale beginnen. Der Finalboulder der weiblichen Jugend und der Damen lag im unteren 9ten Schwierigkeitsgrad. Die Routenschrauber hatten aber aufgrund des starken Starterfelds bedenken, ob das Finale zu leicht geschraubt war, also wurden kurzerhand noch ein paar Griffe entfernt. Bei der weiblichen Jugend konnte Bettina Aschauer ihre Topform zeigen. Sie kletterte als einzige das Finale Top und verwies so die 2 Jahre ältere Pema Sherpa aus Mühlau und Theresa Seiwald aus Salzburg auf Platz 2 und 3.

Bei den Damen standen Laura Sedlbauer, Veronika Krieger, Lisa Reitmaier und Kristin Lasser im Finale. Nachdem aber keine der Damen die Bestmarke der Jugend knacken konnte und alle am gleichen Griff abschmierten zählte das Ergebnis des Halbfinales und wieder konnte eine Österreicherin den 1. Platz abstauben. Kristin Lasser aus Saalfelden gewann vor Veronika Krieger und Lisa Reitmaier.

Die männliche Jugend war ebenfalls sehr stark besetzt und so musste der Finalboulder im oberen 9ten Schwierigkeitsgrad liegen. Hier musste sich der amtierende Bayerische Meister Maxi Karrer knapp seinem Kletterkollegen Zeno Hamberger geschlagen geben der den anspruchsvollen Finalboulder richtig gelesen hat und mit dem Publikum im Rücken durchstieg. Dritter wurde der Purfinger Patrick Höfling.

Beim Finale der Herren war die Stimmung dann am Höhepunkt. Fast alle lokalen Klettergrößen waren am Start und einige mussten schon im Halbfinale die Segel streichen. Übrig blieben noch Steffen Hilger aus München, Andi Kronthaler aus Erl, Kletterhallenbesitzer Bruno Vacka und Roland Hemetzberger aus Oberaudorf. Der Finalboulder ging über die Freihängenden Volumen in einen sehr athletischen Abschnitt und dann noch in eine Knallharte Ausstiegspassage. Den Schwierigkeitsgrad hätten alle 4 Finalisten im Kreuz gehabt, wenn da nicht die Vorbelastung, die hängenden Würfel und das extrem schwer zu lesende Finale gewesen wäre. So konnten die beiden erfahrensten Wettkampfkletterer Bruno Vacka und Andi Kronthaler als einzige den Ruhepunkt nach 2/3 der Route erreichen, wobei nur Andi den versteckten Knieklemmer fand und sich unter tosendem Beifall ein „Wegbier“ bringen lies. Dieser Ruhepunkt ermöglichte es ihm dann auch von der Stelle weiter zu klettern und die Tagesbestmarke bei den Herren zu setzen, wobei er zum schrecken der Routenbauer versuchte eine Abkürzung zu klettern.

Gerade die 3 Siege unserer Österreichischer Nachbarn zeigt dass die Rosenheimer Kletterszene sich weit über die Landkreisgrenzen hinausbewegt und der Thansauer Bouldercup auch wenn erst zum 3. Mal durchgeführt ein echtes Highlight für den Rosenheimer Kletterer ist.

Beim Anschliessenden Highjump Contest gewann Julian Meyer aus Traunstein mit einer Weite von 2,4m von Start zu Zielgriff. Die Trophäe, ein Kasten Bier läutete dann Endgültig die Party ein. Nach 3 Wochen harter Arbeit und einem verwüsteten Garten ziehen die Veranstalter eine positive Bilanz. „Der Erfolg liegt eigentlich darin, dass wir mit viel Engagement und wenig Mitteln eine Veranstaltung geschaffen haben die dem Sport und der Szene ein Gesicht gibt! Danke an alle Beteiligten und Unterstützer die dies Möglich gemacht haben“.

Untersützt wurde der  3. Thansauer Bouldercup von folgenden Firmen:

Bergzeit.de, Red Chili, Kletterhalle Rosenheim, Voltomic, kletterszene.com, Sport Brosig, Maloja, Montagne Sport,

Text: BlocBeats, kletterszene.com Foto: BlocBeats

 

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