Daniel Jung wiederholt The Recovery Drink (8c/+), Chiara Hanke klettert (8c/+) in Franken und Julia Chanourdie punktet 9a

Chiara Hanke klettert Battle Cat (8c/+)

Als der von den Kletterern lang ersehnte Temperatursturz auch am Sonntag die Fränkische Schweiz erreichte, gab es kein halten mehr. Neben den vollen Biergärten entlang des fünf Seidlersteiges bevölkert durch Jung und Alt, zog es auch die sportliche Fraktion in die Wälder Frankens. Zu diesen gehörten unteranderem Julian Söhnlein, Chiara Hanke und Hans Radetzki, die sich am Hängender Stein nahe Velden mit Battle Cat (8c/+) einen Markus Bock fünf Sterne Klassiker als Projekt ausgesucht hatte.  Mit ihrer Länge von 35 Metern, fordert die Route neben einem gewissen klettertechnischen Grundwissen aus Kapitel 11, auch etwas Ausdauer von seinen potentiellen Wiederholern und -Innen. Nachdem Chiara die ersten neun Haken von Cringer (8b+) geklippt hatte, bog sie rechts in Sever the wicked Hand (8c+) ab, wo neben fünf weitere Haken auch noch die eigentliche Schlüsselstelle von Battle Cat (8c/+)  auf sie wartete.  Chiara benötigte gerade einmal sechs Versuche, um den Umlenker nach einer sturzfreien Begehung klippen zu können. Zum Abschluss noch ein kurzer Auszug aus Chiara’s  2018ner Tickliste …

  • Odd Fellows (8c)
  • Lost&Found (8b+)
  • Schnullerarlarm (8b)
  • Sms (10-)
  • Wallstreet (8c)

  • Cringer (8b+)
  • Trainspotting (8a+/8b)
  • Riesenslalom Direkt (8b)
  • Battel Cat (8c/+)

 

 

Ks.com: Langsam fragen wir uns, wer mehr 8c’s im Hause Hanke geklettert hat. 

 

Julia Chanourdie wiederholt La Cabane au Canada (9a)

Bei der amtierenden französische Meisterin Julia Chanourdie  lief die Weltcup Saison nicht ganz nach Fahrplan. Und da sie sich für noch kein Finale bei einem Weltcup qualifiziert hatte, gab es leider auch keinen Startplatz bei der anstehenden Weltmeisterschaft in Innsbruck. Um dies bittere Pille zu verarbeiten, gönnte sie sich ein paar Tage Urlaub.

„Ich werde in der Lage sein, mein wahres Leben als Kletterer zu genießen, einen“ richtigen „Urlaub zu verbringen und sich die Zeit zu nehmen, mich zu entspannen.  „

Nachdem sie vor zwei Wochen mit dem 14. Platz in Arco die letzte Chance auf Innsbruck auch nicht nutzen konnte, fuhr Julia nach Rawyl im Schweizer Wallis. Das auf 1800 Höhenmeter gelegen Klettergebiet bietet mit seinen bis zu 40 Meter langen Routen in den obersten Franzosengraden und dem feinen Schweizer Alpen Panorama, alles was ein Kletterherz begehrt. Nach ein paar Tagen Entspannung zeigte Julia Chanourdie, dass ihre Ergebnisse bei den Wettkämpfen nicht die aktuelle Leistung wieder spiegeln. Denn mit ihrer Begehung von La Cabane au Canada (9a) hat sie nicht nur die 9a wiederholt, die Adam Ondra 2013 Onsight klettern konnte, sondern auch ihre dritte Route in dem Grad geklettert.

 

Tom Livingstone, Ales Cesen und Luka Strazar gelingt die Erstbegehung des Latok I Nordgrat

Tom Livingstone gelang zusammen mit Ales Cesen und Luka Strazar in den letzten sieben Tagen die erfolgreiche Erstbegehung des Latok I über den Nordgrat. Das Team erreichte den Gipfel über den Westgipfel auf einer der weltweit begehrtesten Routen, die schon fast Kultstatus erreicht hatte, da zuvor schon über 30 Seilschaften der Weltbesten Alpinisten gescheitert waren.

Bis vor kurzem hatten nur wenige Seilschaften den höchsten Punkt des ersten Besteigungsversuchs von 1978 durch Jim Donini, Michael Kennedy und George und Jeff Lowe erreicht. Das Team konnte auf dem 2500m langen Nordgrat, dem sogenannten‚ Walkerpfeiler des pakistanischen Karakorums‘, bis auf eine Höhe von ca. 7000 Metern klettern. Schlechtes Wetter und Krankheit zwang die Extrembergsteiger, die zu den Spitzenalpinisten ihrer Zeit gehörten, nach ca. 100 Seillängen zum umkehren. Im ‚Alpinist‘ Magazin bezeichnete Jeff Low damals den Nordgrat als eine „unvollendete Aufgabe der letzten Generation“.

Die Liste der Namen der darauffolgenden Erstbesteigungsversuche liest sich wie das ‚Who’s Who‘ des internationalen Spitzenalpinismus. Trotzdem gelang es Alexander Gukov und seinem Team erst letztes Jahr, in die Nähe des höchsten Punkts von 1978 zu kommen. Dieses Jahr startete Gukov dann zusammen mit dem Russen Sergei Glazunov einen neuen Versuch. Die beiden kamen kurz vor Tom, Ales und Luka im Base Camp an. Tragischerweise verunglückte Glazunov bei einem Rückzugsversuch wegen schlechten Wetters tödlich in der Wand. Gukov wurde erst nach sechs Tagen ohne Nahrung und Wasser von einem Helikopter der pakistanischen Armee vom Berg gerettet.

Der Gipfel des Latok I wurde zuvor nur ein einziges Mal 1979 von einem japanischen Bergsteigerteam von der Südseite aus bestiegen.

 

Rockland News Flash

Bevor wir mit der waghalsigen Begehung von Daniel Jung und den anschließenden Gossip die Shortnews beenden, möchten wir noch schnell die aktuellsten High End Begehungen aus den Rocklands zusammen schreiben. Denn auch wenn unser „Starreporter“ vor Ort, sich gerade die Haut mit 8A sammeln ruiniert, heißt es ja nicht, dass andere nichts hochkommen!

  • So konnte Tom Lindinger am vorletzten Tag seines Rocklands Urlaub noch den Boulder The Vice (8B) klettern
  • Monkey Wedding (8C) steht nun auch bei Toshi Takeuchi in der Tickliste
  • Alexander Wurm klettert Mooiste Meisie (8B)
  • Moritz Perwitschky hat sich auf die Guest List (8B) geschrieben
  • Shaw Raboutou ringt Sky (8B) nieder
  • Nalle Hukkataival sichert sich die Erstbegehung von Getting By (8B+)
  • und Daniel Wood klettert Mirta (8B+) im zweiten Go

 

Daniel Jung wiederholt The Recovery Drink (8c/+)

Bis heute gibt es nur zwei Kandidaten für den härtesten Riss der Welt. Zuerst gibt es Meltdown (8c/+), erstbegangen von Beth Rodden im Jahr 2008 in Yosemite. Und da ist „The Recovery Drink“ in Norwegen, der von Nico Favresse das erste Mal geklettert wurde. Bei letzteren lies sich der Erstbegeher zu keinem Bewertungsvorschlag hinreißen. Für alle, die es nicht wissen bzw. sich nicht denken können, möchten wir kurz erwähnen, dass die einzigen Bohrhaken in beiden Routen die Umlenker sind. Somit reden wir hier von feinstem Tradklettern.

Trotz der Angriffe durch namhaften Kandidaten wie den Wideboyz Pete Whittaker und Tom Randall, bekanntlich beide Experten auf dem Gebiet des Risskletterns, konnte keiner den norwegischen Riss eine weitere Begehung abringen. Da musste dann schon ein Junge aus der Kletterhochburg Siegen kommen, um The Recovery Drink“ zu zeigen wo der Bartel den Most holt.

Mit der Begehung schließt sich auch ein kleiner Kreis. Denn Daniel Jung war bereits Anfang 2013 dabei, als der Belgier Nico Favresse die Linie entdeckte, bevor er sie 2015 dann erstbegehen konnte. Sechs Jahre später und am letzten Tag seines Norwegen Trips, konnte Daniel alle Züge aneinander reihen und somit die erste Wiederholung von The Recovery Drink (8c/+) auf sein Konto verbuchen.
Da Nico vor seiner Erstbegehung aus Sicherheitsgründen vorab ein paar Placements in dem Riss unterbrachte, gab es neben der ersten Wiederholung auch noch die erste „richtige“ Tradrotpunktbegehung zu vergeben. Die sicherte sich Daniel mit seiner Begehung auch gleich. Mit dieser Leistung stärkt Daniel Jung seinen Ruf als extrem vielseitiger Kletterer, der in der Lage ist nicht nur schwere Boulder und Sportklettterrouten zu wiederholen, sondern auch beim Tradklettern am Limit klettern kann.

Zur Bewertung (8c+) noch eine kurze Erklärung: Wie schon erwähnt, gibt es von Erstbegeher Nico Favresse nur die Aussage, dass es der härteste Riss war, den er je geklettert sei. Auch härter als Cobra Crack (8c) von Sonnie Trotter. In Anbetracht der Aussage und dessen, dass die Wideboyz auch wenig Auftrag hatten, ist die Route sicherlich nicht all zu weit von dem + im Grad 8c entfernt. Deshalb auch unsere (8c/+) Überschrift

 

 

 

 

Tom Randall und seine Klettergeschichte in Millstone

Man kann mit Sicherheit sagen, dass Tom Randall ein eigenes Kapitel im Peak District Klettergeschichts- buch hat. Abgesehen davon, dass Millstone Quarry sein Lieblingsfelsen ist, hat Tom Routen wie Master Edge (E9) im Kostümen geklettert aber auch Solo Begehungen und natürlich eine der furchterregendsten Vorstiege, die er je gemacht hat. Im Video erfahrt ihr mehr über Toms Klettergeschichte in Millstone.

Ks.com Die spinnen die Britten!

 

Climb. Come together. Celebrate.  – Kletter WM Innsbruck

Bei freiem Eintritt am Innsbrucker Marktplatz

Bei der IFSC Kletter-WM 2018 vom 6. bis 16. September in Innsbruck wird nicht nur an den Wänden einiges geboten! Los geht es mit einem Kracher: Am 6. September eröffnet Fritz Kalkbrenner am Innsbrucker Marktplatz die Kletter-WM. Der Ostberliner Sänger, Produzent und Komponist übertrifft sich in seinen Songs mit meisterhaften Arrangements und wuchtig-analogen Soundgebilden, in denen sich Konzertbesucher gerne verlieren. Kletterer und Fans aus aller Welt werden mit Kalkbrenner das WM-Motto „Climb. Come Together. Celebrate“ zelebrieren. Der Marktplatz in Innsbruck wird in ein „Climbers Paradise Village“ verwandelt. Im Climbers Paradise Village finden WM-Siegerehrungen und Hobby-Bewerbe statt, außerdem werden in Multimediavorträgen sowie Filmvorführungen und Kletter-Shows alle Facetten des Klettersports präsentiert. Was mit Fritz Kalkbrenner beginnt, geht über die gesamte Dauer der WM weiter:

  • Black Diamond Movie Night am Dienstag 11.9. ab 21 Uhr mit Barbara Zangerl und Jacopo Larcher
  • ALP-Con Cinema Tour  am Mittwoch 12.9. ab 20 Uhr bringt Alp-Con die besten Filme aus Bike, Mountain & Snow
  • Heischneida am Freitag 14.9. ab 20 Uhr Die Musik ist energiegeladen, die Texte ehrlich und aus dem Leben gegriffen.

 

Für Sara, Joshua, Marlen, Claire, Maya und Liz und alle Kinder dieser Welt

Wie Bewegung und Sport in der Natur im Kampf gegen Krebs wirken
Am 20. August erscheint unser Buch zum Thema Outdoor against Cancer. Eine unterhaltsame, wissenschaftlich fundierte Anleitung für mehr Draußen-Zeit und Bewegung im Leben der Menschen. Die Krebserkrankung von OaC-Gründerin Petra Thaller veranlasste sie einen Ratgeber zu schreiben, der das Leben verändert. Das Buch belegt durch wissenschaftlich fundierte Erklärungen, warum Bewegung in der Natur als Prävention, Therapiebegleitung und Restitution im Rahmen von Krebserkrankungen so wichtig sind.  Es liefert praktische Anleitungen für mehr Alltagsbewegung, Trainingspläne für Sportmuffel, Anleitungen zum Umdenken, einen ausführlicher Serviceteil mit Fragen und Antworten rund um das Thema Krebs, Sport und Ernährung und natürlich auch Persönliches und Zeilen zum Schmunzeln. Denn auch Lachen ist gesund.

  • 256 Seiten, Geb. Buch mit Schutzumschlag
  • 20,00 [D] / € 20,60 [A] / CHF 27,90(UVP)
  • ISBN 978-3-424-63166-1
  • Kailash Verlag

 

Free Solo

Vom preisgekrönten Dokumentarfilmer E. Chai Vasarhelyi und dem weltberühmten Fotografen und Bergsteiger Jimmy Chin kommt mit FREE SOLO, ein atemberaubendes intimes und unerschrockenes Porträt des freien Solisten Alex Honnold, wie er sich auf seinen Lebenstraum vorbereitet: Die Besteigung des wohl berühmtesten Felsbrocken der Welt…. der 1000 Meter hohe El Capitan im Yosemite Nationalpark…. ohne Seil.

Kommentare

Kommentieren

Hinterlasse eine Antwort

Anti-Spam. Bitte rechne das Ergebnis aus. * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.