Alexander Feichter bouldert 8C , Christof Rauch zockt 8Bs am Fließband und Angy Eiter rockt in Spanien

Alexander Feichter bouldert 8C

Martin Moser entdeckte vor mehr als 10 Jahren den Boulderblock. Er sah eine mögliche Linie. Der Felsblock bestand aus einer Kante mitten durch eine Platte, einem Riss rechts davon und einem Riss links davon. Trittmöglichkeiten sind nicht eingeschränkt und frei wählbar. Drei logische Möglichkeiten bot der Block: Den Riss rechts der Kante, Kante und rechter Riss oder nur die alleinige Kante. 2004 kletterte Martin Moser über einen Umlenker mit Seil im Nachstieg den Riss rechts der Kante in Kombination mit der Kante. Es war für diese Zeit eine unglaubliche Leistung und ist auch heute noch für die meisten unvorstellbar. Doch die reine Kante, die seit Beginn Alex Feichters Boulderzeit immer ein Rätsel darstellte, war noch zu bezwingen. Die Möglichkeit wurde lange angezweifelt und ohne Seil sowieso wegzudenken. Dieses Jahr fühlte sich Alex aber fit genug, die Kante zu versuchen und konnte sie nach etwas Trainingsaufwand und diversen Abflügen, bezwingen. The Mystical Patatohead’s Direct Edge (8C) ist laut Alex mit Abstand sein schwerster Boulder, den er bis jetzt geklettert ist.

Die Züge an der Kante sind unvorstellbar schwer und mit einem hohen Niveau noch kaum vorstellbar. Es ist nur mit einer gewissen Schnellkraft möglich, denn am Schluss hat man kaum noch Haftung am Fels und muss ziemlich ruckartig hoch zum Top, da der Zwischengriff kaum haltbar ist. Die Blockkraft, die Kante zu halten, ist kaum zu beschreiben und wahrscheinlich ohne den exakten Moment auch unvorstellbar. Demnach war für mich beim Erreichen des Top alles klar: Einmal und nie wieder!

Christof Rauch im 8B-Modus:

Christof Rauch klettert nicht wirklich unter dem Radar der Medienwelt. Warum wir bisher nicht soviel über ihn berichteten, liegt einfach an dem Schwierigkeitsgrad und an der allgemeinen Fittnes der Jugend. Klar, der Grad 8B hat schon noch so seine Tücken und ist bestimmt  auch noch schwer – aber halt nicht mehr „so schwer“ (oder sagen wir „so selten“) wie vor 15 Jahren, das hat natürlich was mit der Schwerkraft, der Klimaerwärmung, aber auch jetzt mit Nalle zu tun. Kürzlich hat Christof Rauch aber ’nen Run gehabt und drei Boulder in 14 Tagen im Grad 8B+ gemacht. Holla die Waldfee! Das kommt — gefühlt — nur vor, wenn Jimmy im Magic Wood ist. Und das war bis jetzt auch wirklich selten! Dark Matter Stand (8B+ FA), Tigris sit (8B+ FA) beide im Magic Wood sowie Insanity of Grandeur (8B+) – jupp, letzterer wurde auch schon paar Mal als 8C Linie in die Ticklisten eingetragen. Christof schreibt bei 8a.nu….

„Felt so unreal to stand on top of this huge boulder! A real kingline with full value climbing. Checked out the moves when i did „Delusion“ for the first time, then I had a few sessions last winter and now it took me 3 more sessions to put it down. Syked!!!“

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Video-Link: https://youtu.be/s6i3Q7F20w0

Angy Eiter rockt in Spanien

Plane ab und zu nichts und erlebe unbewusste Dinge bewusst!

Regelmäßig erfahre ich, wie wichtig der Ausgleich zwischen fixiertem und instinktivem Handeln ist. Einerseits brauche ich fixe Zeiten, an denen ich mit bestimmte Routen an meinem Limit gehe. Andererseits jedoch muss ich wieder abschalten und einfach das tun, wonach mir ist!

Genau dies hat sie in ihrem letzen Klettertrip in Südspanien erlebt. Aufgrund einer Verletzungen brauchte Angy eine Auszeit und kletterte lediglich nach Lust und Laune. Da Angys Freund Bernie dasselbe Abenteuer suchte, waren die beiden im Einklang.* Verschiedene Routen sammeln lautete die Devise und es tat den beiden auch richtig gut!

Am Ende habe nicht nur mentalen sondern auch angy-eiter-spanien-8b8c2körperlichen Aufschwung mitgenommen. Mein Körper erholte sich von der Sehnenscheidenentzündung am linken Ringfinger recht gut. Der Einriss am Sehnenansatz des linken Hämstrings plagt mich bei bestimmten Bewegungen zwar immer noch, aber beim Klettern finde ich stets einen Weg, wie ich die Schmerzen umgehen kann. Die Wahl der Tritte und Körperpositionierung bringen den gewünsten Effekt! Mit Feingefühl und Tüftelei habe ich es geschafft, Routen bis in den oberen 10. Schwierigkeitsgrad zu durchsteigen. Darunter taugt mir die Route „Tres satelites“ 1.Länge besonders vor allem wegen einer meiner Lösungsvariante. Bernie hat ein cooles Bild von dem Zug gemacht! Er hat aber nicht nur gute Bilder gemacht, sondern mit mehreren Routen im Grad 8a, sowie mit „Surprise, 8b“ und „Lagunes mentales, 8a/b“ ganz schön abgeräumt!

Klettern ist ein mit der Natur verbundenes bewegungsreiches Spiel, das ich noch viele Jahre auf hohem Niveau betreiben möchte. Mit einem gesunden Körpergefühl und den aufbauenden Therapien von ASP Red Bull sehe ich diesem Ziel zuversichtlich entgegen!

Folgende Routen kam in die Tickliste dazu:
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  • Horchata casera, (8a)
  • Noname, (8a)
  • Noname, (8a)
  • Ottinãr: Futuro incierto (8a)
  • El verdugo (8a) (2.go.)
  • Lume (8b+)
  • Into the wild (8a+) (2.go)

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  • Monkey Rock (7c+/8a) (OS),
  • Lagunas mentales (8a+/8b) (Fl.)
  • Momento payaso (8b+)
  • Tres surprise (8b+/8c)
  • Tres satelites R1 (8b+/8c)
  • Cásper (8b)
  • Mi pequeño tal Iván (8a/+)

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*) gute Voraussetzung für einen gemeinsamen Urlaub ;o)

Laura Rogora klettert 9a

Die 14 jährige Laura Rogoro erobert die italienische Kletterszene im Sturm. Dieser Film zeigt, was die derzeitige Titelverteidigerin der italienischen Vorstieg- und Bouldermeisterschaften, so treibt. Laura hat nicht nur viele Titel im italienischen Wettbewerbszirkus geholt, sondern ist auch die erste italienische Frau, die jemals eine 9a geklettert hat. Grandi Gesti (9a) ist ein massives 400m Dach in Sperlonga, Italien.

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Video-Link: https://youtu.be/_UvZWGdEgqU

klatsch-tratsch-stuff-hl2

Niedergang einer deutschen Marke

Die Werbung zeigt:

„Bärtige Männer sausen auf Husky-Schlitten durch den Schnee, paddeln im Nordmeer oder wandern über Eisschollen.“

Wie wenig die Werbebotschaft mit der Realität zu tun hat, ist an Herbsttagen in ganz Deutschland zu beobachten. Träger von Jack-Wolfskin-Jacken sind omnipräsent in Fußgängerzonen, auf Hundespazierwegen, selbst auf Pegida-Demonstrationen. Nicht jedoch auf Berggipfeln. Die Marke mit dem Wolfspfoten-Logo hat ein Imageproblem – und das wirkt sich zunehmend auf das Geschäft aus…weiterlesen

Gute Ausreden für schlechtes Klettern

Man kommt an der Schlüsselstelle nicht weiter, man stürzt, man muss eine Pause machen und ins Seil sitzen. Wie peinlich! Das kann ganz schön am Ego kratzen – selbst wenn man nicht leistungsorientiert klettert. Viele versuchen dann, sich selber und den Kumpeln einen plausiblen Grund aufzutischen, weshalb sie gerade heute keine Höhenflüge hinkriegen.

Der Routenbauer ist schuld, er hat die Schlüsselstelle einfach idiotisch geschraubt.

Ich glaube, ich bin im Übertraining.
Mein Tageshoroskop sagt, ich solle heute kein Risiko eingehen
Das Kindergeschrei da unten hat mich aus dem Konzept gebracht.

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Ergebnisse der IFSC Climbing (Lead) World Youth Championships

Wir gratulieren den frisch gepackenen Weltmeistern und Innen!!!
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Mädels
Jugend B:

1 SHIRAISHI Ashima USA
2 RABOUTOU Brooke USA
3 ROGORA Laura ITA

Jugend A:

1 GARNBRET Janja SLO
2 KRAMPL Mia SLO
3 LUKAN Vita SLO

Junioreninnen:

1 HAYES Margo USA
2 SCHUBERT Hannah AUT
3 TAJIMA Aika JPN

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Jungs
Jugend B

1 AVEZOU Sam FRA
2 KONISHI Katsura JPN
3 NISHIDA Hidemasa JPN

Jugend A

1 BENDAZZOLI Giorgio ITA
2 LIGHTNER Kai USA
3 NAKAGAMI Taito JPN

Junioren:

1 LORENZI Simon BEL
2 HADA Yuki JPN
3 VOGT Dimitri SUI

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https://youtu.be/wTHnAJHfJDE

    Text: Alexander Feichter, Kletterszene Quelle: Spiegel online Foto: Bernie Ruech
  • Beitragsdatum 10. November 2016