Alex Puccio rockt im Tessin, Babsi Zangerl und Jacopo Larcher zocken Elfer am Voralpsee und Toni Lamprecht hats noch immer drauf

Babsi Zangerl und Jacopo Larcher rocken am Voralpsee

Über die beiden, Babsi und Jacopo haben wir dank ihrer enormen Leistung so oft getippt, dass selbst Siri schon bei Tippen den Anfangsbuchstaben ihr Namen vorschlägt. An sich kann man auch nicht oft genug erwähnen was die beiden gemeinsam und einzeln schon geklettert sind. Und vor allem Babsi Zangerl in ihrer immer noch nicht allzu alten Kletterkarriere schon alles erreicht hat. Dafür reicht aber der Platz in unseren Shortnews leider nicht aus und wir werden die beiden ein anders Mal bei einem Interview näher vorstellen. Nun haben die beiden fast Zeitgleich wieder zugeschlagen. Babsi konnte nämlich nach einer längeren Verletzungspause mit Atlantic (8c) und  Route Missing Link (8c+) gleich zwei schwere Voralpsee Routen punkten. Jacopo Larcher zog mit einer der eher seltenen Begehungen von Speed Integrale (9a+) nach.

Alex Puccios Herritage (8B+)

Alex Puccio ist weiterhin erfolgreich im Tessin unterwegs. Trotz der erhöhten Temperaturen blieb Alex bei Herritage (8B+) am Ball und wollte schier nicht aufgeben. Kein Wunder bei dieser Linie (siehe Bild). Und wie so oft, zahlte sich auch hier, ihre Hartnäckigkeit mal wieder aus. Denn nach Wochen der Hitze kühlten die Temperaturen wieder ab und ermöglichten Alex den lange ersehnten Durchstieg. Den Leidensweg konnte man die letzten Wochen über social Media verfolgen und so blieb es spannend ob es wohl doch noch klappt. Nun hat zwar der Valle Bavona Soap Spannungsbogen sein Ende erreicht, aber wir fragen uns da schon warum es so lange gedauert hat. Schließlich gab es ja schon vorher einige 8B Vorschläge für diesen  Boulder und Alex hat in der Vergangenheit des Öfteren schon bewiesen, dass sie mit diesem Grad eher kurzen Prozess macht. An Puccios zu kleinem Schulterumfang kann es ja wohl kaum gelegen haben? Nun verriet uns Alex, dass es nicht an der Größe der Schultern sondern an der Körpergröße im Allgemeinen. Denn Alex ist mit ihren 1,57 cm schon deutlich kürzer wie zum Beispiel das Powerhouse Daniel Wood. Und auch dieser hatte mit seinen 1,70 schon kein leichtes Spielt bei diesem Boulder. So ist Alex der Meinung, der Boulder wäre mit ihrer Größe deutlich schwerer und bleibt somit beim Grad des Erstbegehers.  Heriitage (8B+) ist so die fünfte Line in Alexs Tickliste.

Ks.com: So ist das am Fels! Da gibt es keinen Routenbauer der noch einen Mimimi Tritt hin schraubt.

 

Daniel Woods und ein Wagen

Nicht nur Alex sondern auch Daniel Woods trotzte den Temperaturen im Tessin und knüppelte fröhlich weiter bis die von der Hitze aufgeweichte Haut fast den Geist aufgab. Das Objekt der Begierde stellte mehr oder weniger Off the Wagon (8B+) da bzw. eigentlich ja der neue Lowstart. Auch hier wurde der Biss mit einem Durchstieg belohnt, auch wenn Daniel sich da nicht so ganz sicher ist. Denn laut Daniel ist Off the Wagon ja nur die halbe Linie und somit wird der Project Mode noch weiter auf die Spitze getrieben. Also befeuert Daniel nun erst einmal den (8C) Lowstart und uns bleibt nichts weiter übrig als viel Glück zu wünschen. Bei dem aktuellen, hauptsächlich durch Regen geprägten Wetterbericht, kann Daniel Glück sehr gut gebrauchen.

 

Piotr Scharb klettert Fight or Flight (9b)

Nach dem Wintertraining ist vor dem Projekt, so ist es auch bei Piotr Scharb. Denn nach zahlreichen Einheiten am Campusbord und kleinsten Plastikleisten im muffigen Trainingsraum, ging es für ihn Mitte Mai an die frische und warme Luft Spaniens. Kaum angekommen ging es für ihn auch schon in sein altes Projekt, der Sharma Route Fight or Flight (9b) mit dem Ausbouldern und Ausdauer aufbauen los. Recht schnell wurde ihm klar, dass sich die Wintermonate im Keller gelohnt haben. Denn knapp drei Wochen später, konnte Piotr auch schon den Umlenker von seiner ersten 9b klippen.

 

Toni Lamprecht hats noch immer drauf

Toni Lamprecht hat schon seit längerem den Legenden Status erreicht. Doch wer nun denkt, dass der gute Mann die Füße hochlegt und sich auf seinen Lorbeeren ausruht, der irrt sich aber gewaltig. Denn auch wenn Toni nun mit seinen 48 schon langsam aber sicher auf die 50 zugeht, ist er trotzdem noch am Ball und immer auf der Suche nach neuen Projekten in seinem Heim Gebiet. Mit seinem aktuellen Stoamatz/K.I. Projekt hat er da auch einen Kandidaten für a* Langzeit Projekt gefunden.

Durchaus praktisch, wenn man neben dem Hauptprojekt auch noch eine Erstbegehung im Grad 8B raushauen kann. Tyler Durden (8B) ist quasi das Ende des K.I. Projekts und wurde einem schon bestehenden 8A+ Line (die von Link ins Projekt reinläuft) verbunden. Für den Gesamten Stoamatz/K.I. Boulder schätzt Toni den Grad auf ca. 8C. Und weil die Form gerade so gut war, legte Toni auch gleich mit Jessica Jones eine weitere Erdbegehung* nach, welche er bereits seit zwei Jahren immer mal wieder probierte. Jessica Jones (8B) zeichnet sich dabei durch drei sau harte Züge aus und da wir wissen wie gut der Toni anpressen kann. Gehen wir davon aus, dass Otto-Normal-Boulderer wahrscheinlich selbst bei dem Versuch sich in die Wand zu stellen, schwindlig werden würde. Hut ab vor dieser Leistung im Allgemeinen und erst recht in dem stattlichen Alter.

*) ist Dialekt und bedeutet in Hochdeutsch ein
*) ist selbstverständlich ein Tippfehler!  Wer aber Kochel und seine Boulder kennt, versteht warum es doch keiner ist

 

Pol Roca wiederholt Super Blood Wolf Moon (8C)

Chris Sharma hat sich vor einiger Zeit mit Pol Roca eine Art Lehrling unter seine Fittiche genommen. Das Ganze scheint auch so langsam Früchte zu tragen, so konnte Pol schon in der Vergangenheit den ein oder anderen schweren Boulder weg knipsen. Nicht selten war eine Linie vom Großmeister Sharma mit dabei. Macht ja auch Sinn, wenn der Lehrmeister einem gleich auch noch die Beta erklären kann. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Pol einmal mehr sein Augenmerk auf eine Sharma Linie gerichtet hatte. Der Boulder um den es geht, hört auf den Namen Super Blood Wolf Moon (8C) und ist eine 30 Zug lange Traverse, welche Sharma als 8C trav. erstbegangen hat. Nach längerer Projektiererei konnte nun auch der Schüler alle Züge aneinander hängen. Und so kann sich Pol nun über die zweite Begehung dieser 8C Ausdauer Traverse freuen.

 

Prinzip Hoffnung (8b+) unter erfolgreichen Dauerbeschuss

Zu Routen müssen wir wirklich nicht mehr groß was schreiben, zu den letzten beiden Wiederholerinen des Beat Kammerlander Trad Klassikers aber schon. Denn Nadin Wallner und Madeleine Cope sind hier zu Lande weniger bekannt und wenn dann wie bei Nadin eher mit anderen Halsbrecherischen Sportarten.

Erst vor vier Jahren begann die zweifache Freeride World Tour Gewinnerin mit dem Klettern. Dank der Trainingsgruppe Babsi Zangerl, Jacobo Larcher, Michi Wohlleben und Co kletterte sie im Mai 2018 mit Grenzgänger (8a) bereits ihren ersten „leichten“ Zehner. Und legte einen Monat später mit der Begehung von Euphorie (8b/+), ebenfalls am Voralpsee, nach. Der Wechsel vom Sportklettern zum Tradklettern fiel Nadine offenbar nicht wirklich schwer. Denn gerade einmal 1 Jahr nach ihrer ersten 8b Route, klippte sie auch den Umlenker von Prinzip Hoffnung (8b+)Was soll man zu dieser noch so jungen Kletterkarriere noch sagen? Chapeau, Frau Wallner und wir freuen uns auf die nächsten Shortnews mit Ihnen.

Kurz darauf stieg auch die junge Engländerin Madeleine Cope in der Bürser Platte ein, um die kleinsten käuflich zu erwerbenden mobilen Sicherungsmittel im Bergsport, da zu platzieren, wo man am liebsten mit der Hand greifen möchte.  Aber so ist das beim Trad und genau dieser Kompromiss ist der Grund, warum es beim Trad Klettern sehr wenig Komfortzone gibt. Erst recht in diesem Schwierigkeitsgrad. Da aber den Engländern das Keile legen mit der Muttermilch weitergeben wurde, war dies keine große Herausforderung für Madeleine und sie ist nun die 3. Frau im Prinzip Hoffnung Club.

 

 

 

Nur der Berg ist mein Boss: Das Leben des Südtiroler Extremkletterers und Bergführers

Ob als Bergführer in Dolomiten und Alpen für den deutschen Bundespräsidenten und viele andere Gäste oder bei seiner Alleinbesteigung des Fitz Roy in Patagonien, ob beim Klettern am Shivling, dem El Capitan, dem Ulamertorsuaq oder auf neuen Wegen in seinen „Hausbergen“, den Drei Zinnen – der auf einem kargen Bergbauernhof aufgewachsene „Zinnenmann“ Christoph Hainz ist sich selbst und seiner Leidenschaft treu geblieben. Er liebt seine Unabhängigkeit und die Lust am Bergerlebnis und ist heute einer der vielseitigsten und unkonventionellsten Allround-Alpinisten seiner Generation:

Im Gespräch mit Alpinjournalist Jochen Hemmleb erzählt Christoph Hainz von der vergangenen Welt seiner Bergbauernkindheit, die ihn Selbstverantwortung und Naturnähe gelehrt hat. Er schildert Highlights und unvergessliche Begegnungen an den Bergen der Welt und vor seiner Haustüre, erinnert sich an Geschichten, die einen Staunen, Schaudern und Schmunzeln lassen. Und er versucht zu vermitteln, warum er sein heute so vielfältiges Leben einer reinen Karriere als Profibergsteiger vorgezogen hat.

 

Ein HIGHLIGHT wie kein anderes steht wieder bevor – 12. Rosenheimer Bouldercup

Rosenheimer BouldercupBereits zum 12. Mal veranstaltet die Kletter- und Boulderhalle Rosenheim am 28. April den schon fast legendären Bouldercup – ein Breitensportwettkampf für Groß und Klein. Der Rosenheimer Bouldercup hat sich in den letzten Jahren sowohl regional als auch überregional zu einem Topevent in der Kletterszene entwickelt. Den stetig steigenden Teilnehmerzahlen steht eine regelmäßige Erweiterung der Boulderhalle in Stephanskirchen am Ziegelberg gegenüber und spiegelt zugleich die Entwicklung dieser Spielart des Kletterns wider. An diesem Spaßwettkampf am 4.Mai 2019 kann jeder teilnehmen.

Vom ambitionierten Anfänger bis zum Profi, ist jeder Boulderbegeisterte aufgerufen, sich an den 35 Qualifikations-Boulderproblemen auszuprobieren, die quer durch alle Schwierigkeitsbereiche geschraubt sind. Während Vormittags die Kinder und Jugendlichen an den Start gehen, finden sich am Nachmittag die Erwachsenen ein, wobei sich die besten sechs jeder Startklasse dann noch einmal im anschließenden Finale messen dürfen.

Zum Abschluss findet dann abends wieder eine Party im Boulder- und Biergartenbereich statt. Bei Lagerfeuer und Barbetrieb bleiben hier keine Wünsche offen.

Harten Facts

*) Wenn die Rosenheimer, Party schreiben, meinen sie auch Party!!!

 

Waldbrand bei Neuensorg / Frankenjura

Gestern mussten die Einheiten der Feuerwehren Velden, Hersbrucht, Königstein, Auerbach, Pegnitz, Enzendorf, Hartenstein, Grünreuth und das THW des Nürnberger Landes zu einem Waldbrand bei Neusorg ausrücken. Dadurch konnten an Felsen wie der Stadeltenne oder Zimmerbergwände nicht beklettert werden, da der gesamte Wald gesperrt wurde. Ursache war der Brand einer Baumaschine. Das Feuer hatte sich bei eintreffen der Feuerwehr schon auf …weiterlesen

Ks.com: Auch wenn es jetzt geregnet hat, der Sommer kommt bestimmt und mit ihm die auch Waldbrandgefahr!

 

 

 

 

Kommentare

Kommentieren

Hinterlasse eine Antwort

Anti-Spam. Bitte rechne das Ergebnis aus. * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.