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Aktuelle Tipps und Infos für den Bergsport

08. Juni 2020  in News

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Seit einer knappen Woche dürfen Berghütten in Bayern wieder Übernachtungsgäste empfangen. Ebenfalls seit einer Woche laufen die Pfingstferien. Und seit ein paar Wochen sind die Menschen wieder in nahezu normalem Umfang in den Bergen unterwegs. Alle Beteiligten haben inzwischen ihre Erfahrungen mit Bergsport unter Corona-Bedingungen gemacht. Der DAV hat sie gesammelt und gibt Tipps und Infos für gelungene Touren.

Bergsport: Planung und Rücksicht sind wichtiger denn je!

Die Erfahrung der letzten Wochen hat gezeigt: Bei gutem Wetter sind die bayerischen Alpen gebietsweise sehr voll. Staus bei der An- und Abreise, überfüllte Parkplätze, kein Platz auf Hütten und übervolle Wege sind die Folge. Diese Empfehlungen können helfen, den Andrang in den Bergen zu reduzieren:

Detaillierte Empfehlungen des DAV zum Bergsport unter Coronabedingungen gibt es hier. In diesem Artikel sind auch spezielle Tipps für einzelne Sportarten aufgelistet, unter anderem Klettersteiggehen und Mountainbiken. Zudem gibt es eigene Artikel zum Klettern in Coronazeiten und zum Wandern in Coronazeiten.

Hütten: Einkehr und Übernachtungen eingeschränkt

Viele Hütten haben die Sommersaison bereits eingeläutet und für den Tagesbetrieb geöffnet. Anders sieht es bei den Übernachtungen aus: Vor allem in Bayern sind die gesetzlichen Hürden für viele Hüttenwirtsleute und Sektionen zu hoch. Aktuell geht der DAV davon aus, dass in diesem Jahr nur ein Bruchteil der Hütten in Bayern für den Übernachtungsbetrieb öffnet. Eine Liste mit Hüttenöffnungszeiten gibt es hier. Sicherheitshalber sollten Besucherinnen und Besucher allerdings vor dem Aufstieg oder einer Reservierung mit der Hütte Kontakt aufnehmen. Was Gäste sonst noch wissen müssen, hat der Deutsche Alpenverein zusammengefasst:

Biwakschachteln sind kein Ersatz für geschlossene Hütten

Biwakschachteln sind für Notfälle gedacht. Touren sollten immer so geplant werden, dass eine Übernachtung in Biwakschachteln nicht nötig ist.

Winterräume geschlossen

Winterräume stehen derzeit nicht für Übernachtungen zur Verfügung: Alle Schlafplätze müssen reserviert werden, die gesetzlichen Vorschriften bei Lagern und Zimmern gelten auch für Winterräume. Da man diese allerdings nicht reservieren kann, ist eine Übernachtung dort derzeit nicht möglich.

Regelungen zum Übernachten im Freien

In den Bayerischen Alpen ist es nicht erlaubt, geplant im Freien zu übernachten. Beim näheren Hinschauen ist es allerdings etwas komplizierter, denn man muss zwischen campen und biwakieren unterscheiden. Die ausführlichen Regeln für die bayerischen Alpen und die angrenzenden Regionen gibt es hier. Alle Regeln laufen auf ein ähnliches Grundprinzip hinaus: Übernachten im Freien ist in einer alpinistisch bedingten Zwangslage erlaubt und wird deshalb oft als "Notbiwak" bezeichnet. Ansonsten ist es nur in Ausnahmefällen gestattet, die von Region zu Region unterschiedlich geregelt sind. Auch die Corona-bedingt eingeschränkten Übernachtungskapazitäten auf Alpenvereinshütten berechtigen nicht dazu, rund um die Hütten zu biwakieren, zu zelten oder zu campen.

Gebiets- oder Alpenüberquerung bedingt möglich

Touren von Hütte zu Hütte sind beliebt, das gilt insbesondere bei Alpenüberquerungen. Die Schwierigkeiten in Coronazeiten sind allerdings offensichtlich:

Auf den Hütten gibt es nur wenige freie Plätze und eingeschränkte Reservierungsmöglichkeiten. Gebietsdurchquerungen muss man deshalb aber nicht von vorneherein ausschließen. Diese Maßnahmen helfen ein Stück weiter:

Naturschutz: Keine Ausnahme wegen Corona!

"Wir verstehen, dass Wanderer in dieser Zeit anderen Wanderern aus dem Weg gehen wollen. Das darf aber nicht dazu führen, dass Pfade künstlich verbreitert oder Abkürzungen zur Standardmaßnahme beim Ausweichen vor Gegenverkehr werden", so Manfred Sailer, Vizepräsident des DAV. Gleiches gelte für Pausen: "Bergwiesen sind keine großflächigen Picknick-Areale, sondern sensible Natur."

Der Vizepräsident appelliert daher an alle, die in den Bergen unterwegs sind: "Um diesen einzigartigen Naturraum zu bewahren, müssen wir ihn auch während der Coronazeit schützen!" Diese sechs Regeln helfen dabei:

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