Adam Ondra klettert Change (9b+) in Norwegen und es wurden wieder haufenweise 8B, 8C und 9a wiederholt [Shortnews]

Ja ja, großer Aufschrei um den „Kleinen“ aus der Tschechei! Da Adam aber selbst noch kein Wort zu dem Ganzen gesagt hat und nur unser Kollege aus Norwegen mit den Graden so um sich wirft, warten wir mal lieber ab, was der Chef persönlich zu seiner Erstbegehung sagt. Update: Inzwischen hat sich der große „Kleine“ bei planetmountain zu Wort gemeldet und meint selber es wäre 9b+. Hier das ganze Interview

Aus diesem Grund, fangen wir auch mit dem Iker Pou heute an. Denn der starke Baske bohrte vor Jahren eine 42 Meter lange Linie in Ilarduia ein, die bis dato einfach zu schwer für ihn war. Nun kniff er die Backen nochmal zusammen und prompt stand die Erstbegehung in seiner Tickliste. Wie wir schon immer sagen, man muss bei einer 9a schon auch mal wollen ;) . Iker hat auf jedenfall die Route Celedon 9a+ als erster in seiner Tickliste stehen und das nimmt ihm keiner mehr.

Könnt ihr euch noch an die von uns aufgestellte Sex-und-Sportler-Theorie erinnern. Zum einen vermuten wir, daß sie noch zutreffender ist als eh schon vermutet und zum anderen, hat Dave Graham die selbe Route geklettert wie Herr Woods, die die ganze Überlegung überhaupt erst ins Rollen gebracht hat. Ihr wißt, um welche Route es ging…

Moonshine, 9a

  • BJ Tildens Erstbegehung
  • Daniel Wood 1.Wiederholung
  • Dave Graham 2.Wiederholung

Und weil wir gerade bei Daniel Woods sind, erwähnen wir kurz die erste Wiederholung seines Boulders White Noise (8C) durch  Matty Hong.  Dieser Bub hat wohl auch mächtig Strom zwischen den Fingern. Denn ihm fiel der Boulder etwas leichter und sprach den Grad 8B+ für diese Linie aus.  Wir sprechen hiermit unser Beleid aus, aber die Leistung ist super!

Matty war aber nicht der einzige Matratzenträger, der in den letzten 10 Tagen ’ne schwere Begehung für sich verbuchen konnte. Denn da hätten wir zum einen den starken Österreicher Guntram,  den nicht weniger starken Andy Gullsten, sowie Nalle und Carlo Traversi. Die Jungs befinden sich gerade in Norwegen und zeigen dem (fast) heimischen Granit, was sie so in den Rocklands gelernt haben.

Andy konnte den Boulder Monumentti 8B+ erstbegehen und bekam dann auch gleich vom Nalle die Bestätigung, dass die Linie auch wirklich den Grad 8B+ verdient.  Aber auch Guntram „Gu“ Jörg konnte mit Arcanum (8B) Norwegen einen weiteren 8B Boulder schenken. Carlo Traversi konnte wärend dem Vastervik Boulderfestival, den von Stefan Rasmussen erstbegangenen Boulder The Hourglass SDS (8B). Von dieser Begehung gibt es auch ein Video, dass wir aber erst im Bericht von dem Festival zeigen werden.

Aber auch in England, genauer gesagt im Peak District, gibt es bekanntermassen schwere Linien. Eine davon hört auf den Namen Dandelion Mind (8B+) und wurde letztes Jahr von Dan Varian erstbegangen. Warum es geschlagene 12 Monate gedauert hat, bis der Boulder seine zweite Wiederholung bekommen hat, wissen wir auch nicht. Könnte aber an dem greisslig’n Knieklemmer liegen. David Jones war dann aber doch so schlau und hat mit einem Kneebar beschissen bzw. die Begehung angenehmer gemacht. Nun hat auch er den Boulder in seiner Tickliste stehen.

Auch wenn Adam Ondra noch nicht einmal die Begehung der Route auf 8a.nu gepostet hat, überschlagen sich die Meldungen um seine Erstbegehung. Das Video von seinem letzten Norwegen Aufenthalt im Juli wo er sein Projekt vorgestellt hatte, kennt ihr ja noch. Damals konnte er auch noch die erste Seillänge vom besagtem Projekt klettern. Da aber Adam, wie auch Chris und Dani, der Meinung ist, dass die Route erst da zu Ende ist, wo sie auch aufhört, stand die endgültige Erstbegehung noch aus. Deshalb hiess es wieder Sachen packen und ab in den hohen Norden. Tja, was sollen wir noch weiter sagen außer; „gesagt — getan!“ In jeglicher Hinsicht!

Wir könnten noch erwähnen, das der erste Teil (Seillänge) schon im Grad 9a+ liegt und mit 25 Meter gerade noch so im fränkischen  Endurance Profil liegen dürfte. Bei der kompletten Route sieht es da schon anders aus. Die ist insgesamt 55 Meter lang und bis auf ’ne semi-geile Rastposition, die aus nem Knieklemmer besteht, der wohl nicht all zu viel rausholt, wenn für die letzten 30 Meter im Grad 9a der Saft sowieso nicht mehr reicht.

Also fassen wir zusammen:

  • 20 Meter (9a+) + mieser Schüttler + 30 Meter (9a) =  Change  (9b+)  55 Meter

Evtl. sollte noch erwähnt werden, dass Adam x-male kurz vor’m Top abgetropft ist. Also wenn jetzt jemand da hinfährt und Elche, Trolle und Co  sehen möchte, sollte sich noch a wen’g Zeit lassen, die sind wahrscheinlich mit dem ganzen G’schrei irgendwo Richtung Nordkap verschwunden.

Text: kletterszene.com / Foto oben: Victor Montilla (Seite) / Foto unten: Petr PavlíÄek, bernartwood.cz

 

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