Absturz in Kletterhalle [High East]

Am Samstag 10.April 2010 ist ein 26-jähriger Münchner im High East bei Kirchheim/Heimstetten im Landkreis München aus einer Höhe zwischen 12 und 15 Meter abgestürzt . Er zog sich dabei einen Lendenwirbelbruch zu. Seine Sicherungspartnerin wurde bei dem Vorfall ebenfalls verletzt.

Der Verunglückte kletterte  ein 7er Route und  wurde dabei von einer 23-jährigen Münchnerin  gesichert. Als der Kletterer eine Exe einhängen wollte, gab er an seine Partnerin die Anweisung, ihm mehr Seil zu geben. Als sie dieser Aufforderung nachkam, versuchte er von seinem Standpunkt aus, sein Kletterseil in die Exe einzuhängen. Dabei verlor der Münchner den Halt und fiel am Seil nach unten.

Da die 23-Jährige die Bremse nicht mehr rechtzeitig aktivieren konnte und ihr das Kletterseil durch die Sicherungshand rutschte, fiel ihr Partner nahezu im freien Fall nach unten und schlug auf dem harten PVC-Boden auf. Dabei zog er sich einen Lendenwirbelbruch zu. Er musste zur stationären Behandlung mit einem Rettungswagen in ein Münchner Krankenhaus gebracht werden. Nach ersten ärztlichen Untersuchungen besteht keine akute Lebensgefahr für den Verletzten. Die 23-jährige Münchnerin zog sich bei dem Unfall Verbrennungen an der rechten Sicherungshand zu.

Text: Stadtmagazin München 24, kletterszene.com Quelle: Stadtmagazin München 24

Kommentare

  1. Dirk | | Antworten

    mit welchem Sicherungsgerät ist das passiert ?

  2. Neuigkeiten zur Outdoor-Fotografie | Bergfotografie | Kletterfotografie | 0817-Blog | | Antworten

    […] Ich hoffe einige nette Infos gegeben zu haben. Weniger nett ist, dass sich am Wochenende ein Unfall in einer Münchner Kletterhalle ereignet hat. Ich wünsche den beiden eine schnelle Genesung! Diesen Artikel weiterempfehlen bzw. […]

  3. Berni | | Antworten

    was bedeutet dann „… die Bremse nicht mehr rechtzeitig aktivieren konnte…“? die „bremse“ ist doch bei ner tube meine hand – und die sollte im idealfall auch beim seilausgeben noch um das bremsseil fassen.

  4. Gerhard | | Antworten

    Hallo Berni, evtl. beantwortet dass deine Fragen. ;o)

    Im Artikel zu lesen: „…rechtzeitig aktivieren konnte und ihr das Kletterseil durch die Sicherungshand rutschte,… “

    „…23-jährige Münchnerin zog sich bei dem Unfall Verbrennungen an der rechten Sicherungshand zu…..“

    Wenn man beim Tuber Seil ausgibt, ist bekanntlich erweise die Sicherungshand oben. In diesem Fall, war es ein Klinksturz bei dem noch fürs klinken, Seil ausgegeben wurde. Ich möchte dem Medl nichts unterstellen, aber wenn Sie beim Sichern bzw. beim Sichern in „Extremsituationen“ noch nicht so geübt ist, kann so was schon passieren.

  5. Andi | | Antworten

    @Gerhard: „Wenn man beim Tuber Seil ausgibt, ist bekanntlich erweise die Sicherungshand oben.“

    Wenn das bei dir so ist, dann machst du leider etwas falsch! Bei mir zumindest ist die Bremshand niemals über dem Gerät weil dadurch die Bremswirkung ausser Kraft gesetzt wird. Es gibt außer beim HMS keine mir bekannte Sicherungsmethode bei der die Bremshand jemals über dem Gerät sein sollte. Bitte nochmal in der Anleitung nachlesen!

    Gruß Andi

  6. Marc | | Antworten

    Hallo Gerhard,

    dem möchte ich widersprechen. Beim Seilausgeben mit Tube kann (kann? sollte bitte unbedingt!) sehr wohl die Sicherungshand immer unter dem Tube bleiben. Das funktioniert auch einwandfrei. Bremshand oben außer kurz zum Seileinholen ist für mich ein Sicherungsfehler. Oder verstehe ich deine Aussage falsch?

    Was ich meine, wird in diesem DAV-Lehrvideo ab 0:40 gezeigt: http://www.youtube.com/watch?v=yl6QM1JFKuA
    (Wobei ich in dem Video im Top-Rope-Teil das langsame Umgreifen oberhalb des Tubes auch etwas gruselig finde.)

    • gerhard | | Antworten

      1. finde ich Seilklettern eh,….. na lasse wir es gut sein!

      Evtl. hab ich mich falsch ausgedrückt bzw. wurde falsch verstanden.

  7. Berni | | Antworten

    also beim seilausgeben kann und soll die sicherungshand unter der tube sein, was mir allerdings noch gekommen ist ist, dass sie evtl. wieder seil eingeholt hat. wenn sie nicht so erfahren ist, hat sie möglicherweise zu viel seilaugegeben und wollte ihren fehler korrigieren. dabei ist die sicherungshand dann nämlich wieder zwangsläufig in einer schlechteren position.

    ich wollte aber keinem einen vorwurf machen. klettern ist ein risikosport und es kann immer mal was blöd laufen. selbst der erfahrenste kletterer macht fehler. ich bin bei solchen unfällen immer nur sehr an der eigentlichen ursache interessiert, um diesen fehler nach möglichkeit zu vermeiden – auch wenn ich mit meinen fragen evtl. jemandem auf die füße trete und (evtl. sogar fälschlicherweise) fehlverhalten unterstelle, aber das gehört halt zu fehlersuche dazu. jeder macht halt fehler. und wenn’s blöd läuft auch noch im falschen moment.

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