Abgerechnet wird am Fels | Anna M. Apel klettert 8c im Allgäu

Die frisch gebackene Rockmaster-Doppelbronzegewinnerin Anna Apel nutzt die letzten, aber durchaus frischen Herbsttage und genießt die Herausforderung am Fels.

Was Anna tut, um ihren Akku nach einer höchst erfolgreichen Wettkampfsaison aufzuladen, klingt zunächst wenig erholsam: Die zwanzigjährige Münchnerin wiederholte zur Entspannung beispielsweise Chrisu (8c) am Rottachberg im Allgäu.

Entspannt ist die Kletterei in der Route allerdings eher nicht: Zwar findet sich ein Henkel in ca. 25 Metern Höhe kurz vor dem Umlenker, aber das erst nach rund 30 anhaltend fordernden Zügen, zwischen denen man sich kaum erholen kann. Die Route wurde von Maxi Klaus und Andreas Bindhammer erstbegangen und ist nur das i-Tüpfelchen auf Anna Apels Tickliste der letzten Wochen.

Verdiente Auszeit am Fels

Ich brauchte diese Tage wirklich, um mich neu zu sortieren. Ich habe diese Saison nocht nicht ganz verarbeitet, aber es war so wichtig, eine Pause vom Training zu machen – zu atmen, nachzudenken, ein Leben außerhalb des Kletterns zu haben und etwas Zeit am Fels zu verbringen.

Anna Apel – Instagram

Dieses Etwas an Zeit hat Anna ganz offensichtlich mit starken Begehungen gefüllt. In Massone tickte sie Fuego (8b) im steilsten Sektor des Gebiets, gleich neben der dortigen Kingline Underground (8c+/9a) gelegen. Stimmig zur Jahreszeit holte sie sich außerdem eine Wiederholung von Geisterstunde (7c+) im Allgäuer Klettergebiet Rottachberg Falkenstein ab.

Mindestens ein kurioser Routenname darf auf der Liste nicht fehlen: Auch Shaved Beaver (7c) im Valle del Sarca hat sich nun auf Annas Tickliste verewigt und wir sind gespannt, welche faszinierenden Linien sich künftig noch darauf ansammeln.

  • Credits Text Hanna Rexer f. Kletterszene.com
  • Credits Fotos Anna M. Apel
  • Beitragsdatum 11. November 2025